Mittel aus Gentechnik könnte Spam filtern

Mit Mitteln der Gentechnik könnten Milliarden von Spam-Mails gefiltert und die Flut von unerwünschter elektronischer Post eingedämmt werden, berichtet die Computerzeitschrift PC Professionell. Der sogenannte Chung-Kwei-Algorithmus von IBM ist abgeleitet von einer Methode aus der Gen-Forschung. Er basiert auf dem Teiresias-Verfahren, das eigentlich in der DNA-Erkennung eingesetzt wird und wiederkehrende Sequenzen im Erbgut erkennt. Ebenso gut können aber auch wiederkehrende Zeichenketten in Spam-Mails erkannt werden. Zum Beispiel würde ein konventioneller Filter die Worte “click” und “here” als Spam einordnen, weil sie in dem Satz “click here to unsubscribe” vorkommen – obwohl nur der Satz als Ganzes Spam-verdächtig ist.

Allerdings haben solche Algorithmen, die Mail-Texte auf Textstücke untersuchen, auch Nachteile. So verbrauchen sie deutlich mehr Rechen-Leistung, denn der Filter weiß nicht, wo das zu beanstandende Stück beginnt und endet. Somit müssen deutlich mehr Textstücke gescannt werden (Quelle: PC Professionell 2/2005).

Usenet bietet oft bessere Informationen als das Web

Viele Internet-Nutzer bewegen sich nur im World Wide Web und wissen nicht, dass im Usenet über 100.000 Themen von Millionen von Anwendern diskutiert werden. Diese Parallelwelt baut auf Newsserver, die über 50 Terabyte an Daten enthalten, schreibt die Computerzeitschrift PC Professionell. Die Themenvielfalt ist riesig und reicht von Hard- und Software über Hobby, Soziales bis hin zur Politik.

In einem Test wurden Geschwindigkeit der Server sowie Vollständigkeit und Vorhaltezeit der Beiträge untersucht. Die Note “sehr gut” erhielt dabei der deutsche Anbieter Newssurfer, vier weitere Dienste erreichten ein “gut”, darunter mit Surfino ein weiterer deutscher Anbieter. Dem Sieger bescheinigten die Tester die höchste Anzahl von Postings in den beobachteten Gruppen. Wie wichtig eine hohe Nutzerzahl in der Praxis ist, wissen Computernutzer spätestens seit der Einführung des Service Pack 2 für Windows XP. Microsofts Service-Hotline und Online-Hilfe lieferten zwei Wochen lang noch keinen Support, Unterstützung für geplagte Anwender gab es nur im Usenet. Ganz ähnliche Fälle treten auch bei neuen Grafikkarten oder Mainboards auf.

Das Usenet wird häufig aber auch für die Beschaffung von Raubkopien von Software, Musik oder Filmen missbraucht. Allerdings ist das nach deutschem Recht illegal, egal ob die Server hierzulande oder in Übersee stehen (Quelle: PC Professionell 2/2005).

Aircrack knackt WLAN in Sekunden

Das Cracken von drahtlosen Netzwerken könnte bald zum Volksport werden, denn innerhalb weniger Sekunden können selbst Computerlaien in verschlüsselte WLAN-Netze einbrechen. Die dazu notwendige Software ist frei im Internet verfügbar, berichtet die Computerzeitschrift PC Professionell.

WLAN-Internet-Zugänge boomen, die Hardware-Hersteller melden immer neue Umsatzrekorde. Die allermeisten der in Büros oder privat betriebenen Netzwerke sind jedoch mit der sogenannten WEP-Codierung verschlüsselt. Und diese „Wired Equivalent Privacy” ist nicht sicher. Allerdings haben Anwender oftmals keine Wahl, denn viele WLAN-Geräte beherrschen die sicherere WPA-Verschlüsselung nicht.

Um in ein solches WEP-codiertes Netzwerk (egal ob mit 64 Bit oder 128-Bit-Schlüssel gesichert) einzudringen, benötigt man nur ein Linux-System sowie die ebenfalls kostenlos verfügbare Software „Aircrack”. Die aktuelle und weitverbreitete Distribution Suse Linux 9.2 bringt alle für die verschiedenen WLAN-Karten benötigten Treiber bereits mit, die Installation verläuft problemlos.

Dauerte bisher ein Angriff mehrere Stunden, so erledigt „Aircrack 2.1″ diese Aufgabe jetzt in unter 20 Sekunden. Dabei muss nicht einmal die Cracker-Hardware auf dem neuesten Stand sein.

Im Test stellte sich auch heraus: Selbst ein Schlüssel mit vielen Sonderzeichen wie „!” oder „&” hilft nicht weiter. „Aircrack” ermittelt den Schlüssel nicht durch stumpfes Ausprobieren von Kombinationen, sondern nutzt eine prinzipielle Schwäche von WEP, die bereits seit mehreren Jahren bekannt ist (Quelle: PC Professionell 2/2005).

Freeware macht kommerzieller Software Konkurrenz

Kostenlose Programme zum Brennen von DVDs und CDs stehen den kommerziellen Angeboten in Umfang und Bedienerfreundlichkeit kaum nach. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Computerzeitschrift PC Professionell. Neben den klassischen Funktionen zum Herstellen eigener Datenträger lassen sich mit den Programmen zum Nulltarif oftmals auch Videos sowie Sounds bearbeiten und abspielen, Daten sichern, Cover anfertigen, DVDs rippen und transkodieren, Bilder betrachten und Laufwerke testen.

Das mit Abstand beste Freeware-Brenner-Tool „CD Burner XP Pro 3.0116″ bietet beispielsweise nicht nur die aus den kommerziellen Programmen gewohnten Standardfunktionen. Bei Musik-CDs können die Soundfiles zuvor in einem komfortablen Audio-Editor bearbeitet werden. Darüber hinaus lassen sich zusätzliche Dateien leicht per Drag und Drop hinzufügen, eine Balkengrafik zeigt den aktuellen Platzverbrauch an. In einer Art „Warenkorb” können die nacheinander gewählten Dateien aus dem Windows Explorer abgelegt werden. Auch das bei Freeware häufig anzutreffende Phänomen, dass Programme nach einer gewissen Zeit nicht mehr weiterentwickelt werden, gibt es hier nicht: Autor Stefan Haglund feilt ständig an dem Tool und fügt neue Funktionen hinzu (Quelle: PC Professionell 2/2005).

Farbtoner-Kartusche kostet mehr als Laserdrucker

Die Preise für Farblaserdrucker sind im Keller und werden vermutlich nicht weiter sinken, da die Produktionskosten kaum noch gedeckt würden. Inzwischen kosten Farblaser nur noch geringfügig mehr als leistungsfähige Monochrom-Drucker, berichtet die Computerzeitschrift PC Professionell. Innerhalb von drei Jahren sackten die Preise von rund 2.000 Euro auf unter 800, der günstigste Drucker im Test (Konica Minolta 2400W) ist bereits für unter 400 Euro zu haben. Damit erhielt er auch die Budget-Empfehlung der Redaktion. Testsieger wurde der Oki 5200 (Preis 590 Euro) dank des ausgezeichneten Druckwerks. Das Urteil: Ein schneller, robuster und ökonomischer Drucker, ideal für den Büroalltag.

Allerdings lauern beim Lieferumfang auch Fallen: Manche Hersteller legen ihren Geräten immer noch Starter-Tonersets bei – nur teilweise gefüllte Tonerkartuschen. Solche „Sparmaßnahmen” können den Anwender schnell mehrere hundert Euro kosten. Beispielsweise wird der Samsung CLP-500 mit einer Kartusche für nur 1.500 Farbseiten ausgeliefert. Ein neuer Satz Toner kostet allein schon 510 Euro, mehr als das Gerät für 440 Euro. Daher empfiehlt sich die nächsthöhere Produktkategorie (Samsung CLP-550). Für 625 Euro Gerätepreis wird der volle Satz Patronen ausgeliefert – für bis zu 5.000 Farbseiten (Quelle: PC Professionell 2/2005).

Weitere Internet-Domains gehen an den Start

Nach .post und .travel wird es 2005 noch zwei weitere neue Domain-Endungen geben. Für .mobi und .job laufen nach Angaben der Internet-verwaltungsstelle ICANN derzeit die Verhandlungen, wann die “sponsored Top Level Domains” in Kraft treten, berichtet die Computerzeitschrift PC Professionell.

Die .job-Domain soll soll für Arbeitsplatz- und Pesonalsuche eingesetzt werden, .mobi dient der Darstellung von Webinhalten für Handys und PDAs. Derzeit wird noch über das Vorgehen bei der Vergabe der  Domain-Namen diskutiert. Der Weltpostverein, UPU, will die .post-Adressen in erster Linie an Postämter und Philatelie-Vereine ausgeben. Auch die Reisebranche erwartet bei der Einführung der .travel-Domains regen Zuspruch (Quelle: PC Professionell 2/2005).

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