Mit Mitteln der Gentechnik könnten Milliarden von Spam-Mails gefiltert und die Flut von unerwünschter elektronischer Post eingedämmt werden, berichtet die Computerzeitschrift PC Professionell. Der sogenannte Chung-Kwei-Algorithmus von IBM ist abgeleitet von einer Methode aus der Gen-Forschung. Er basiert auf dem Teiresias-Verfahren, das eigentlich in der DNA-Erkennung eingesetzt wird und wiederkehrende Sequenzen im Erbgut erkennt. Ebenso gut können aber auch wiederkehrende Zeichenketten in Spam-Mails erkannt werden. Zum Beispiel würde ein konventioneller Filter die Worte “click” und “here” als Spam einordnen, weil sie in dem Satz “click here to unsubscribe” vorkommen – obwohl nur der Satz als Ganzes Spam-verdächtig ist.
Allerdings haben solche Algorithmen, die Mail-Texte auf Textstücke untersuchen, auch Nachteile. So verbrauchen sie deutlich mehr Rechen-Leistung, denn der Filter weiß nicht, wo das zu beanstandende Stück beginnt und endet. Somit müssen deutlich mehr Textstücke gescannt werden (Quelle: PC Professionell 2/2005).

