Nikon bringt Einsteigernmodell D50 Heraus

Ob Nikon zweimal der gleiche Coup gelingt? Mit seiner High-End-Kamera D2X, die Canons höherauflösende EOS 1Ds Mark II imTest von AVDC (Ausgabe 06/05) klar in die Schranken wies, haben die Japaner zumindest schon einmal gezeigt, dass Pixelzahl
nicht alles ist.

So ist es nur konsequent, dass Nikons neues Einsteigermodell mit seinen 6,1 Megapixeln erneut deutlich unter der Auflösung des Konkurrenten Canon (mit der EOS 300D und der EOS 350D) bleibt. Dazu kommen dann noch neue Funktionen wie zum Beispiel das Spezialprogramm zum Fotografierenvon Kindern. Serienaufnahmen bewältigt die Nikon mit bis zu 2,5 Bildern pro Sekunde. Der Lithium-Ionen-Akku soll für bis zu 2000 Aufnahmen genügend Energie bieten. Der Preis für das Gehäuse ist mit der Empfehlung von 750 Euro zudem sehr verlockend. Das Set mit einem speziell
angepassten Nikkor 18–55mm/3.5–5.6G-ED-Objektiv gibt es für 900 Euro. Info: www.nikon.de  (Quelle: AVDC, 07/2005 Seite 20)

60 Jahre Kriegsende auf 7 CDs erschienen

Von Reinhard Gloggengießer

In vielen Jahren intensiver Sammelarbeit hat Walter Kempowski Familiennachlässe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zusammengetragen. Aus den Briefen, Tagebüchern und Alltagsdokumenten hat Walter Adler eine facettenreiche Toncollage erarbeitet, die einen beeindruckenden Einblick in die Verheerungen des Jahres 1945 erlaubt.

Gesprochen wird die Chronik für Stimmen von über 200 renommierten Schauspielern, darunter Rolf Boysen, Otto Sander und Rosemarie Fendel. Das Hörbuchpendant zu Kempowskis bahnbrechender »Echolot«-Buchreihe ist definitiv schwere Kost. Ohne störende Kommentare entsteht aber ein beklemmend authentisches Hörerlebnis. Hörverlag, 7 CDs, 39,95 € (Quelle: AVDC)

Handys laufen PDAs bei der Navigation den Rang ab

Die große Zeit der PDA-Navigation dürfte schon bald zu Ende gehen, der Trend geht klar zur Navigation per Handy. Die Vorteile liegen auf der Hand: Mobiltelefone werden immer leistungsfähiger und ihre Displays detailreicher, so dass sie sich bestens dafür eignen, so die Computerzeitschrift PC Professionell nach einem umfangreichen Test. Handys seien deutlich weiter verbreitet als PDAs, zur Navigation ist dann nur noch ein GPS-Empfänger nötig.

Vor dem Kauf einer Handy-Software muss jedoch zunächst geprüft werden, ob das eigene Mobiltelefon überhaupt unterstützt wird. So gibt es Navigationsprogramme für das Symbian-Betriebssystem, für Windows Mobile und solche, die auf Java-Basis quasi unabhängig vom Betriebssystem arbeiten. Alle Hersteller bieten Listen mit konkreten Handy-Modellen an. So kann beispielsweise das Nokia 6230 durchaus navigieren. Allerdings enttäuscht der navigierende Begleiter, denn die Sprachausgabe per Freisprechanlage beherrscht das Handy gar nicht. Damit ein Mobiltelefon auch als Navigationsgerät taugt, muss es Daten mit einem externen GPS-Receiver austauschen können. Dazu gibt es verschiedene Varianten: Per Infrarot (Irda), mit einem Kabel oder via Bluetooth. Infrarot scheidet von vornherein aus, weil die Verbindung ebenfalls Sichtkontakt benötigt und die Helligkeit im Auto etwa an einem sonnigen Tag zu hoch ist. Verbindungen per Kabel haben den Nachteil, dass passende Kabel vom Hersteller angeboten werden müssen. Testsieger wurde Route 66 Mobile Deutschland 2005 (Preise je nach Ausstattung und Umfang zwischen 300,00 und 400,00 Euro) dank der hervorragenden Leistungsmerkmale des Royaltek-GPS-Empfängers und der optimal auf die Handytastatur ausgelegten Bedienung. Für Route 66 sprechen auch die klaren Sprachanweisungen, mit denen der Fahrer knifflige Verkehrssituationen ohne Blick aufs Display meistert (Quelle: PC Professionell, 06/2005).

Zoom-Gigant wiegt nur 200 Gramm

Viel Ausstattung und kompakte Bauweise kennzeichnet die Ricoh Caplio R2, ergab ein Test des Fachmagazins Internet Professionell. Bei Digitalkameras ist ein 28-mm-Weitwinkel ohnehin schon selten, doch in dieser kompakten Bauform sei die Kamera einzigartig, so das Fazit. Mit unter 200g Gewicht und dem nur 26 mm dicken Gehäuse ist die Kamera der ideale Begleiter für unterwegs.

Dennoch muss nicht auf 5-Megapixel-Qualität und eine Brennweite von 28 – 135 mm verzichtet werden. Ein weiterer Vorteil: Neben den Ricoh-Akkus lassen sich auch ganz normale Mignon-Batterien verwenden, wenn rechtzeitiges Nachladen einmal nicht möglich sein sollte. Auch bei Auslöseverzögerung und Aufnahmebereitschaft nach dem Einschalten ist die Caplio R2 spitze. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 349 Euro (Quell: Internet Professionell, 06/2005)

Raubkopierer werden hart bestraft

Nach Raubkopierern wird inzwischen nicht mehr nur online im Internet gefahndet, sondern auch auf Flohmärkten und Schulhöfen, berichtet die Computerzeitschrift PC Professionell. So hatte eine 15-jährige Schülerin aus Nordrhein-Westfalen Kazaa genutzt und mp3-Dateien getauscht. Nach fast einem halben Jahr Ermittlungsarbeit der Kripo folgten Strafanzeige, Hausdurchsuchung sowie Beschlagnahme des PCs.

Zu guter Letzt flatterte auch noch eine zivilrechtliche Abmahnung ins Haus, in der die Schülerin aufgefordert wurde, eine Unterlassungserklärung abzugeben und 3.000 Euro an die Vertreter der Musikindustrie zu zahlen. In einem anderen Fall belief sich die zu zahlende Summe sogar auf 16.500 Euro. Der Betreffende hatte ebenfalls eine Unterlassungserklärung unterzeichnet, gegen diese aber wiederholt verstoßen. Besonders schwer wiegt, dass »karol_cccp« seine DVD-Kopien etwa von »I, Robot« und »Spiderman 2« bei eBay versteigert hatte, also gewerblich handelte. Er muss daher im laufenden Verfahren mit einer Gefängnisstrafe rechnen.

Zwar sind auch nach dem so genannten 1. und 2. Korb des Urheberrechtsgesetzes Privatkopien grundsätzlich erlaubt. Allerdings ist es Anwendern kaum noch möglich, die Voraussetzungen für eine im Sinne des Gesetzes legale Kopie zu erfüllen. Für eine korrekte Privatkopie darf kein Kopierschutz geknackt oder umgangen werden. Ebenso wenig dürfen keine Vorlagen kopiert werden, die offensichtlich rechtswidrig hergestellt oder öffentlich zugänglich gemacht wurde. Kopien sind nur in geringen Stückzahlen (in der Regel bis fünf Stück) auch nur zu privaten, nicht aber zu gewerblichen Zwecken legal(Quelle: PC Professionell, 06/2005).

 

Ramones-Doku auf DVD erschienen

Von Reinhard Gloggengießer

1974 schockierte eine kleine, dreckige Band aus dem Stadtteil Queens die New Yorker Musikszene mit ihrem gewalttätigen, rohen Sound – besser konnten sie es nicht, denn die Ramone- Brüder Johnny, Joey, Dee Dee und Tommy waren ausgewiesene Autodidakten. »Nimm die Gitarre und spiel einfach, was du kannst.«

Nach diesem Motto tourten die Ramones dann 22 Jahre lang durch die Welt und hinterließen im Kielwasser den Punk, den dann allerdings erst Epigonen wie »The Clash« oder die »Sex Pistols« kommerziell erfolgreich machten. Die Ramones schafften das nie. Ihre Alben verkauften sich nur schleppend, und so war die Band auf die Einnahmen aus Live-Auftritten angewiesen. Ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben die Ramones nur unter der Bedingung, dass ihnen der Produzent 3000 Dollar für ein neues Schlagzeug vorschoss. Legendär wurden die Streitigkeiten in der Band. Nacheinander verließen der Drummer Tommy und Bassist Dee Dee die Gruppe, Johnny und Joey zerstritten sich, als Joeys Freundin ihn wegen Johnny verließ. Die Ramones tourten zwar noch gemeinsam, Johnny und Joey sprachen aber jahrelang kein Wort mehr miteinander. Späte Anerkennung bei einem breiten Publikum fanden die Ramones erst nach dem Tod von Joey und DeeDee – 2002 wurden Sie in die Rock ’n’ Roll Hall of Fame aufgenommen.

Die Dokumentation auf DVD »End of the Century« bringt viele Konzertmitschnitte einer der einflussreichsten Bands der Popgeschichte, angereichert durch zahlreiche Interviews unter anderem mit Debby Harry, Joe Strummer und natürlich allen Ramones. 2004 lief »End of the Century« sogar im Hauptprogramm der Berlinale. Eine Musik-DVD, die in keinem Regal fehlen darf.

SMS-Rekord liegt bei 200 Zeichen pro Minute

Bei einem SMS-Schnellschreibwettbewerb kassierte ein 24-jähriger Brite 50 000 Pfund Siegprämie und verewigte sich im Guinness-Buch der Rekorde. Craig Crosbie benötigte für eine 160 Zeichen lange SMS, die das britische Boulevardblatt Sun vorgegeben hatte, genau 47,92 Sekunden und schlug so seinen Vorgänger um satte 19 Sekunden. Zum Vergleich: Das ist etwa das Knattertempo einer guten Sekretärin an der PC-Tastatur. Crosbie gab kund, dass eine solche Leistung nur durch tägliches Training möglich sei. Seit er 16 ist, versendet er rund 75 SMS pro Tag (Quelle: AVDC, 06/2005).

Diabolus von Dan Brown als Hörbuch erschienen

Nach »Illuminati«, »Meteor« und »Sakrileg« kommt nun Browns »Diabolus« in Hörbuchfassung. In den USA schon 1998 unter dem Titel »Digital Fortress« erschienen, ist es das Erstlingswerk des Bestsellergaranten. Die actiongeladene Story vor dem Hintergrund weltweiter Überwachung des Internets und des E-Mail-Verkehrs ist heute aktueller denn je. Alles in allem unterhaltsam und spannend, auch wenn es nicht die Qualität von »Illuminati« und »Sakrileg« erreicht. Gelesen von Detlef Bierstedt. Lübbe, 6 CDs, 17,99 € (Quelle: AVDC)

Musikindustrie rechnet mit Zuwächsen

Die Branche widerspricht sich mal wieder selbst: Anders als uns die Hexenjäger von Film- und Musikindustrie glauben machen wollen, stellte Gerd Gebhardt fest, dass es auf dem Markt gar nicht so übel aussieht. Der Vorsitzende der deutschen Phonoverbände: »2004 war noch ein Umsatzrückgang von 3,6 % zu verzeichnen, aber im Jahr 2005 rechnen wir mit einer Stabilisierung des Musikmarktes. Ab 2006 ist dann mit einem leichten Zuwachs zu rechnen. Es zeigt sich, dass die extrem negative
Umsatzentwicklung der letzten Jahre offensichtlich beendet ist (Quelle: AVDC, 06/2005).

Netgear erhöht WLAN-Reichweite um Faktor 10

WLAN um den Faktor zehn in der Reichweite zu steigern, ist keine schlechte Idee. Netgear will dies durch MIMO (Multiple Input, Multiple Output) und so genannte Smart-Antennen erreichen, die Funkschatten eliminieren, Reichweiten erhöhen und neue Topleistungen im drahtlosen Datentransfer erzielen sollen. Kern des Geräts sind sieben intelligente Antennen, die bis zu 127 Konfigurationen nachbilden können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Access-Points sendet der Netgear-Router nicht kugelförmig in alle Richtungen, sondern lokalisiert den Client und etabliert dann eine möglichst performante Richtfunkverbindung. Auf Veränderungen reagiert er automatisch. Neuartig ist auch Beam Flex, das die Verbindung zum Client sozusagen durch abprallende Funksignale »über Bande« etabliert. Der Range-Router WPN824 ist für rund 160 Euro ab sofort im Handel verfügbar (Quelle: AVDC, 06/2005).

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