Gericom bringt 50-Zoll-LCD-TV

Der österreichische Hersteller verlässt sich in Zukunft nicht mehr nur auf seine Kernkompetenz, die Notebooks, sondern wildert mit Heimelektronik in – noch – fremden Revieren. Im Zentrum stehen dabei LCD-TVs und Plasmabildschirme. Das Topmodell ist der 50-zöllige GTV 5000, der eine Bilddiagonale von 127 Zentimetern hat und mit einem Kontrast von 3000:1 und einer Helligkeit von 1000 cd/m2 klassenübliche Werte vorweist. Das 3100 Euro teure Display hat einen 160 Grad weiten Blickwinkel und löst mit 1366 x 768 Bildpunkten im 16:9-Format auf. Zwei TV-Tuner, Bildin-Bild-Funktion und Stereolautsprecher sind schon an Bord des 51-Kilogramm-Monsters. Ob Gericom das Display wirklich im Kuhfell- oder Krokodilleder-Look verkaufen wird, bleibt offen (Quelle: AVDC, 06/2005).

Legale Downloads um Faktor 10 gesteigert

Zurzeit gibt es weltweit 230 aktive kommerzielle Plattformen zum Musikdownload, 150 davon in Europa. Im Jahr 2003 verkauften alle Portale zusammen nur etwa 20 Millionen Titel, 2004 jedoch bereits rund 200 Millionen, berichtet das Multimediamagazin „AVDC“. Und der Boom geht weiter: Allein in den ersten beiden Monaten dieses Jahres waren es schon rund 44 Millionen. Der Gesamtumsatz belief sich im Vorjahr auf 330 Millionen Dollar, für das laufende Jahr wird eine Umsatzsteigerung auf 700 bis 750 Millionen erwartet. Der Grund für den enormen Schub ist die wachsende  Beliebtheit portabler Musikplayer.

Auch die deutschen Phonoverbände blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände sagte: „2004 war noch ein Umsatzrückgang von 3,6 % zu verzeichnen, aber im Jahr 2005 rechnen wir mit einer Stabilisierung des Musikmarktes.“ Ab 2006 sei dann mit einem leichten Zuwachs zu rechnen (Quelle: AVDC, 06/2005).

DVB-T droht das Scheitern

Überall ist nicht gleich überall – Digitales Antennenfernsehen mit Problemen. Der Ausbau des digitalen Antennenfernsehens DVB-T könnte ins Stocken geraten, das sogenannte Überallfernsehen droht lediglich zum Ballungsraum-TV  zu werden, schreibt das Multimediamagazin „AVDC“. Viele Regionen sind für die großen Privat-Kanäle nicht interessant, sie sind zu dünn besiedelt. Dadurch werden mit hohen Übertragungskosten zu wenig Zuschauer erreicht. Beispiel: Nordhessen. Dort werden RTL und ProSieben/Sat.1 ihre Programme nicht digital über Antenne ausstrahlen. Die nächsten Bewährungsproben für DVB-T sind schon in Sicht. In diesem Jahr rüsten einige Regionen auf digitale Ausstrahlung um: München, Nürnberg, Halle, Leipzig, Erfurt und Weimar. Danach sollen Stuttgart, Ludwigshafen, Mannheim, Kassel, Rostock und Schwerin folgen, darüber hinaus gibt es noch keine Planung.

Möglicherweise werden auf den nicht genutzten Frequenzen von den Landesmedienanstalten nun Alternativkonzepte erarbeitet. Denkbar ist in Nordhessen zum Beispiel ein Pilotversuch zum DVB-H-Standard. Dabei handelt es sich um eine für Handheld-Geräte wie PDAs und Handys optimierte Weiterentwicklung des DVB-T-Standards (Quelle: AVDC, 06/2005).

iPOD funkt ins Auto

iPOD-Besitzer können mit einem in Deutschland nicht zugelassenen Zusatz die Musik von ihrem mobilen Player auch im Autoradio hören, schreibt das Multimediamagazin „AVDC“. Voraussetzung ist ein kleines Gerät namens iTrip (Kosten: rund 35 Dollar). Es wird einfach aufgesteckt und funkt dann die Töne auf Frequenzen, die das Radio empfängt. Das Gerät ist in Deutschland allerdings nur unter der Ladentheke oder über das Internet zu bekommen, da das Senden auf Radiofrequenzen hierzulande nicht erlaubt ist. Der Kauf ist allerdings nicht verboten.

Komfortabler und völlig offiziell hören zum Beispiel Mercedes-, BMW- und Mini-Fahrer. Sie können sich einen Anschluss für ihren Edelplayer ins Handschuhfach legen lassen. Einmal angeschlossen und verstaut, muss der iPOD künftig nur noch zum Musik-Update aus dem Auto – oder wenn sein Besitzer es benötigt. Die Auswahl der Songs erfolgt über das Radio, das Navigationssystem oder die Lenkradtasten (Quelle: AVDC,06/2005).

Was ist besser

LCD oder Plasma?

Käufer von Flachbildschirmen stehen vor der Wahl: LCD- oder Plasma-Display? Die Antwort ist eindeutig, so das Multimediamagazin „AVDC“: Plasma besticht durch knackigere Bilder, LCD durch höhere Auflösung. Letzteres ist besonders wichtig für Mediacenter-PCs und das kommende hochauflösende Fernsehen.

Nur LCDs eignen sich derzeit uneingeschränkt als Ersatz für den Computermonitor. Gegen Plasmabildschirme spricht vor allem die Auflösung, die noch zu gering ist. Sie beträgt bei den üblichen Geräten maximal 852 x 480 Pixel.

Erst die nächste Gerätegeneration wird mit den heutigen LCD-Panels gleichziehen und dabei bezahlbar bleiben. Zudem gilt die Faustregel für das Display: Je mehr Anschlüsse, desto besser. Zukunftssicher ist auf jeden Fall ein DVI-Konnektor. Er erlaubt sowohl PCs als auch der nächsten Generation von DVD-Playern und Harddiskrekordern einen adäquaten Anschluss. Wer jetzt schon ein Schnäppchen machen möchte, kann bei einem entsprechend niedrigen Preis auch mit einem VGA-Anschluss schon glücklich werden. Diese Analoganbindung kann zwar keine verlustfreie Signalübertragung, bietet aber immerhin den qualitativ besseren Vollbildmodus (Quelle: AVDC, 06/2005).

Deutschland ist Spitze in Europa

… bei den bei PC-Anschaffungen. Laptops sind gefragter denn je. In Deutschland gibt es derzeit rund 46 Millionen Computer, damit liegt die Bundesrepublik an der Spitze in Europa. Dahinter folgen Großbritannien mit 36 Millionen und Frankreich mit 29 Millionen Rechnern, berichtet das Multimediamagazin „AVDC“ unter Berufung auf Untersuchungen aus den USA. Die Vereinigten Staaten selbst sind derzeit mit 53 Millionen Geräten an der Spitze, das größte Wachstumspotenzial haben Indien, Brasilien, Russland und China. Weltweit stehen 822 Millionen PCs auf den Schreibtischen.

Dabei steigt der Anteil von Notebooks stetig an. Zurzeit liegt er bei rund einem Viertel aller PC-Systeme. Knapp die Hälfte (49%) aller verkauften PCs in Europa waren im Januar 2005 bereits Notebooks, der Anteil am Computer-Gesamtumsatz dürfte im Laufe des Jahres noch weiter zunehmen, schätzen unterdessen britische Marktforscher. Auch hier liegt Deutschland, gemeinsam mit Italien, an der Spitze (Quelle: AVDC, 06/2005).

Internet Explorer schneller als Firefox

Die neue Version des Internet Explorer kommt in Kürze – Firefox 2 wird erst 2006 erhältlich sein. Microsoft wird den IE 7 damit noch vor dem  XP-Nachfolge-System Longhorn veröffentlichen, die Sicherheit soll dabei im  Mittelpunkt stehen. Eine erste Beta-Version des Browsers ist für Mitte dieses  Jahres geplant, berichtet die Computerzeitschrift PC Professionell. Die neue Version wird einen Schutz gegen Phishing, Viren und Spyware  bereits eingebaut haben, ließ Microsoft-Chef Bill Gates schon verlauten.  Trotzdem soll sich an den Erweiterungsmöglichkeiten nichts ändern, das Konzept  der Plug-ins anderer Anwender will der Konzern beibehalten. Ein weiteres  Sicherheits-Feature soll eine eingebaute Verschlüsselungsmöglichkeit sein, so  dass der gesamte IP-Traffic abhörsicher chiffriert werden kann. Ein Update für  Outlook-Express wird dagegen erst mit Longhorn erscheinen. Außerdem neu ist  Tabbed Browsing, also die Möglichkeit, mehrere Webseiten in einem  Browser-Fenster zu öffnen.

Dies bieten alternative Browser wie Firefox schon seit  längerem. Allerdings ist bei den freien Entwicklern der Zeitplan ins Stocken  geraten. Laut dem Firefox-Mitinitiator Ben Goodger könnte sich Firefox 2 bis  2006 verzögern, da man die Qualitätsstandards unbedingt einhalten wolle. Verbesserungen sollen künftig vor allem im  Bereich der Bookmark-Verwaltung und bei den Erweiterungen (Extensions)  einfließen. Außerdem wollen die Firefox-Programmierer einen Schwerpunkt auf die  Internationalisierung legen (Quelle: PC Professionell, 06/2005).

Umlaut-Domains förden Pishing

Die  seit rund einem Jahr verfügbaren Domains mit länderspezifischen Sonderzeichen hebeln sichere  Internet-Verbindungen aus. Besonders beliebt bei Datendieben sind unter anderem  URLs, die das kyrillische „a“ enthalten, berichtet die Computerzeitschrift PC Professionell. Der Buchstabe gleicht exakt  dem lateinischen „a“; der Unterschied ist nicht zu erkennen. Auf der Seite  www.onlinebanking.com beispielsweise  kann das fatale Folgen haben. Anwender haben kaum eine Chance zu  durchschauen, ob sie tatsächlich auf ihrer Banking-Seite sind oder unbemerkt auf  eine Phishing-Seite gelotst wurden und dort PINs, Nutzerdaten oder  Kreditkarten-Informationen eingeben.
Theoretisch  könnte sogar die Adresse der internationalen Domain-Vergabestelle ICANN  (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers, www.icann.com)  zweimal registriert werden – einmal korrekt mit lateinischem, einmal gefälscht  mit kyrillischem »a«.

Der Trick funktioniert mit fast allen gängigen  Internet-Browsern und auch mit vermeintlich SSL-gesicherten Seiten. Während die ICANN mit Arbeitskreisen auf das  Problem reagiert und sich »besorgt zeigt«, haben Firefox-Entwickler gleich  durchgegriffen: Ab Version 1.0.1 ist die Umlaut-Unterstützung standardmäßig  ausgeschaltet. Wer darauf nicht verzichten kann, sollte das Plug-in IDN  Info (4t2.cc/mozilla/idn) installieren: Dieses warnt, wenn URLs  Sonderzeichen enthalten. Nutzer des Internet Explorer sind ausnahmsweise fein  raus: Ohne aufwändige Zusatz-Installation unterstützt der Microsoft-Browser  ohnehin keine Domains mit länderspezifischenSonderzeichen (Quelle: PC Professionell, 05/2005).

Zombies versenden Spam

Virenschreiber und Spam-Versender machen immer öfter gemeinsame Sache. Fast 15 Prozent aller Mails kommen mit Schädlingen im Gepäck, die sich unbemerkt auf dem PC installieren und ihn zu einem so genannten Zombie machen, schreibt das Multimediamagazin „AVDC“.  Willenlos und ohne Absicht des Besitzers verschicken sie dann ihrerseits Spam-Botschaften. Nach aktuellen Schätzungen vegetiert bereits über eine Million Computer in aller Welt als Zombie dahin. Das größte Netzwerk unter
fremder Kontrolle soll rund 50 000 Rechner umfassen (Quelle: AVDC, 06/2005).

Wurm löscht MP3-Files

Ein neuer Internet-Wurm hat es derzeit speziell auf MP3-Dateien abgesehen: W32/Nopir.B verbreitet sich  seit kurzem in vielen Peer-to-Peer-Tauschbörsen wie  eDonkey oder MP3-World, berichtet die Computerzeitschrift  PC Professionell. Demnach tarnt sich Nopir als Modul zum  Cracken, also dem illegalen Freischalten, eines  verbreiteten DVD-Kopier-Tools. Hat die Malware nach ihrem Download und  der Installation das System infiziert, werden auf dem  Monitor ein Anti-Raubkopie-Screen gezeigt sowie die Systemsteuerung und der Task-Manager  gesperrt. Derart  vor einem Zugriff geschützt, beginnt Nopir mit seiner eigentlichen Arbeit: Er sucht auf Festplatten nach Dateien mit den  Endungen MP3 und COM und löscht diese.
Die meisten Antivirus-Software-Hersteller haben ihre DAT-Files bereits aktualisiert – ein Update des eingesetzten Viren-Scanner ist also dringend nötig. Der beste Schutz gegen Nopir ist jedoch der Verzicht auf das illegale Downloaden von Crack-Tools und urheberrechtlich geschützten Dateien (Quelle: http://weblog.pc-professionell.de).

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