Was haben »Whiskykekse wir bei Muttern« mit dem Paarungsruf der Hommingberger Gepardenforelle gemeinsam? Klar – es handelt sich um klassische Männerthemen. Dass es diese für die lesefauleren Exemplare des starken Geschlechts mittlerweile auch zum Hören gibt, ist Herbert Hertramph zu verdanken, der auf seinem beachtlichen Männerblog nun auch immer mehr Podcasts zur Verfügung stellt (Quelle: AVDC 7/2005).
Marcel Reich-Ranicki liest Erinnerungen
Heute kennt man Marcel Reich-Ranicki vor allem als wortgewaltigen Kritiker, der mit dem »literarischen Quartett« dem Publikum Literatur nahe brachte. In seinen Memoiren lernt man ihn als Menschen kennen, dessen Schicksal eng mit der Zeitgeschichte verknüpft ist. Wie Reich-Ranicki seine Kindheit in Polen schildert, die Erlebnisse seiner Deportation, die Begegnung mit seiner Frau Tosia, das Warschauer Ghetto, die Rückkehr nach Deutschland, das lässt nicht wieder los. Authentisch, unprätentiös und fesselnd liest MRR selbst ausgewählte Passagen aus seinen Erinnerungen. Hörverlag, 2 CDs, 20 € (Quelle: AVDC)
Windows Mediaplayer spielt keine DVDs
Wer DVDs auf dem Computer anschauen will, sollte dies mit anderen Programmen als dem in Windows integrierten Media Player tun. Denn er spielt von Haus aus keine Video-DVDs ab, genauso wenig wie VCDs oder SVCDs. Die entsprechenden Aufrüstungen gibt es nur gegen Bares, dieses Geld kann man aber besser in komplette DVD-Player-Software investieren.
Beispielsweise ähnelt ein Programm wie etwa PowerDVD 6 von Cyberlink nicht nur optisch einem Wohnzimmerapparat, sondern bietet auch dessen Funktionen plus zusätzliche Möglichkeiten, die Standalone-Geräte meist nicht haben: Lesezeichen für einzelne DVDs speichern, den Film mitsamt Ton im schnellen Vorlauf oder in Zeitlupe ansehen, die Bild- und Klangwiedergabe flexibel anpassen und optimieren sowie speziellere Videoformate abspielen, die nicht zum DVD-Standard gehören und in vielen Hardwareplayern deshalb nicht funktionieren.
Krieg der Welten als Hörspiel erschienen
Marsbewohner landen in New Jersey. Ein Radioreporter berichtet live von ihrem Angriff auf die Bevölkerung. Die Hörer erleben ein beklemmendes Szenario … bis Orson Welles es in der Absage zum Halloween-Scherz erklärt. Das legendäre Hörspiel »War of the Worlds« stammt aus dem goldenen Zeitalter des American Broadcasting.
Als es 1938 im amerikanischen Rundfunk gesendet wurde, löste es eine Massenpanik aus. Viele Hörer nahmen die »Reportage« für bare Münze. Pünktlich zum Filmstart (mit Tom Cruise, Regie: Steven Spielberg) am 29. Juni gibt’s das Zeitdokument jetzt wieder im Original zu hören. Multitalent Orson Welles sorgt selbst für Anschauungsunterricht in Sachen Macht der Medien. Hörverlag, 1 CD, 15 € (Quelle: AVDC)
Neue Spielekonsolen stehen in den Startlöchern
Potenzielle Käufer von Spiele-Konsolen sollten mit ihrer Anschaffung noch einige Monate warten. Neue, deutlich leistungsstärkere Modelle sind von den Herstellern Microsoft (Xbox360), Sony (Playstation 3) und Nintendo (Gamecube-Nachfolger Revolution) angekündigt worden.
Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2005 bringt Microsoft die neue Xbox 360 in den Handel. Ein IBM-Multicore-Prozessor mit 3,2 GHz, die mit 500 MHz getaktete ATI-GPU ist mit speziellen Grafikfunktionen ausgestattet, 20 Gigabyte Festplatte sowie integrierte Onlinefähigkeit gehören zum Innenleben der Hightech-Konsole. Die Konkurrenz startet zwar erst im ersten Quartal 2006, sattelt dafür technisch jedoch noch drauf. Sony glänzt mit einen Blu-Ray-Laufwerk, Nintendo mit einem neuen IBM-Prozessor (Codename »Broadway«) sowie einem ATI-Grafikchip (»Hollywood«). Die Preise werden noch unter Verschluss gehalten, jedoch wird in Branchenkreisen vermutet, dass die Microsoft-Konsole etwa 400 Dollar (derzeit rund 300 Euro) kosten könnte. Während Sony für die Playstation 3 Insiderinformationen zufolge 300 Dollar verlangen wird, könnte Nintendo mit unter 200 Dollar zum Preisbrecher werden (Quelle: AVDC, 7/2005).
Billige Router sind nur bedingt sicher
Viele Router, die zusammen mit DSL-Verträgen für private Haushalte, Firmen und Filialen zurzeit zahlreich verkauft werden, garantieren nur ein Mindestmass an Sicherheit. Die eingebauten Firewalls leisten meist gute Arbeit, beim integrierten Virenschutz dagegen hapert es häufig.
Da die Rechner dank verschiedener Flatrates über Stunden mit dem Netz verbunden sind, können sich Hacker und Viren über diese Quasi-Standleitungen problemlos an die lokalen PCs heranmachen und so erheblichen Schaden anrichten. Testsieger wurde der DSL-Router von Billion (Preis ohne Vertrag etwa 175,00 Euro), er vereint eine gute Ausstattung, umfangreiche Funktionen und trotzdem einfache Bedienung in einem Gerät, so das Fazit. Der Virenschutz ist auf die Clients ausgelagert, der Router übernimmt nur die Überwachung auf aktuelle Virensignaturen und lockiert gegebenenfalls den Internetzugang. Zum Gerätepreis muss noch die Lizenzgebühr von 36,50 Euro pro Jahr für das Antivirenprogramm Trend Micro Internet Security hinzu gerechnet werden (Quelle: Internet Professionell 07/2005).
Affiliate bieten Finanzspritze für die eigene Website
Partnerprogramme können einen guten Beitrag zur Refinanzierung der eigenen Website leisten, bei der Auswahl sollte man jedoch mit Bedacht vorgehen. Falsche Partner wirken sich eher negativ auf das Image einer Site aus. Bei Affiliate-Netzwerken bietet sich eine große Auswahl an Partnerprogrammen, zugleich bleibt die umständliche Anmeldeprozedur bei jedem einzelnen Anbieter erspart.
Je nach Partnernetzwerk sind die Modalitäten jedoch äußerst unterschiedlich. Bei einigen Programmen hat der Webseitenbetreiber keine Möglichkeit zu entscheiden, welche Werbung auf der eigenen Seite eingeblendet wird. Bei der Auswahl des Netzwerks sollte man auch auf die Seriosität des Partners achten. Ferner ist entscheidend, wie viele und vor allem welche Partnerprogramme es gibt. Schließlich sollte nach Möglichkeit auf einer Seite zum Thema Fußball auch Werbung rund um das Thema Sport platziert werden können. Allerdings können die Einnahmen sehr unterschiedlich ausfallen, selbst themenverwandte Webseiten mit ähnlichen Besucherzahlen weisen deutliche Unterschiede bei den Werbeeinnahmen auf.
Pauschale Aussagen zu möglichen Umsätzen lassen sich nicht treffen, lediglich Erfahrungswerte vermitteln eine Orientierung. So fällt zum Beispiel die Zahl der Bannereinblendungen meist deutlich geringer aus, als sie vorher anhand der Pageviews ermittelt wurde. Unterschreitungen bis zu 50 Prozent und weniger sind keine Seltenheit. Realistische Klickraten bei Bannern und gewöhnlichen Text-Links liegen zwischen 0,1 und 0,5 Prozent (1 bis 5 Klicks bei 1000 Einblendungen), je nach Qualität des Banners auch darunter und nur selten darüber (Quelle: Internet-Professionell 7/2005).
250 Automobile bei Forza Motorsport zur Auswahl
Xbox-Besitzer müssen nicht mehr länger neidisch auf ihre PlayStation 2 spielenden Bekannten blicken. Denn mit »Forza Motorsport« ist kürzlich Microsofts Antwort auf die ultimative PS2-Rennspielsimulation »Gran Turismo 4« erschienen. Knapp 250 lizenzierte Automobile, darunter illustre Modelle von Chevrolet, Ferrari und Porsche, wollen vom Spieler erworben und nach allen Regeln der Kunst getunt werden.
Je mehr Originalteile der Spieler durch – ebenfalls originalgetreues – Tuningzubehör ersetzt, desto schneller heizt er über die diversen Rennstrecken, darunter auch die Nordschleife des Nürburgrings. Da aber Rennen gegen computergesteuerte Gegner nur eine begrenzte Zeit motivieren, bietet der schicke Racer auch diverse Mehrspieler-Modi an. Die Krönung sind Online-Rennen gegen weltweit verstreute Gegner, bei denen es um Weltranglistenpunkte geht. Spaßiges Detail: Auf der Online-Spieleplattform Xbox Live lassen sich die Eigenkreationen auch verhökern. Bleibt nur zu hoffen, dass hier keine Tachodreher am Werk sind.
www.xbox.com, 60 Euro (Quelle: AVDC, Ausgabe 7/2005, Seite 160)
Digitale Fotonegative bieten praktische Vorteile
Fotos im RAW-Format etablieren sich als digitale Negative, da sie im Gegensatz zu JPGs alle Bildinformationen unbearbeitet und unverkürzt speichern. Die RAW-Aufnahme enthält ein latentes Bild, das erst am PC durch Einstellen diverser Parameter in einer Konvertierungssoftware zu einem fertigen Foto in einem gebräuchlichen Dateiformat wird. Fotofans setzen dies immer häufiger ein, um mit Belichtung, Weißbalance und Farbgebung spielen zu können oder den Kontrast nach Belieben abzuändern.
Ferner lassen sich Farben, Sättigung und Helligkeit besser einstellen – und das alles, bevor das Bild entwickelt wird. Neben all diesen Aspekten der Bildoptimierung findet sich auch noch genügend Spielraum, der Kreativität freien Lauf zu lassen, so etwa bei Umsetzungen in Schwarzweiß. Je nach Kamerahersteller können die Namen für das RAW-Format aber variieren: Sie heißen etwa NEF (Nikon), ORF (Olympus) oder CR2 (Canon). Teilweise gibt es sogar beim selben Hersteller verschiedene Namen, je nach Modell. Meist liefert jeder Anbieter auch eigene Konvertierungssoftware. Allerdings stecken in allen Formaten in etwa die gleichen Steuerparameter, die mit ein einzigen Multiformat-RAW-Konverter genutzt werden können (Quelle: AVDC 7/2005).
Xbox 360 & Playstation 3 bieten Turbografik
Microsoft und Sony liefern sich derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die beste Spielekonsole: Echte Zocker erwarten künftig Supercomputer. Schwerpunkt wird die flüssige Darstellung von ruckelfreien Bilder in gigantischer Auflösung.
So liefert die auf IBMs Power PC basierende CPU von Microsofts Xbox 360 neun Gigaflops pro Sekunde. Die Sony-Playstation 3 erreicht sogar 218 Gigaflops. Zum Vergleich: Herkömmliche PCs leisten derzeit 200 Megaflops.
Auch beim Laufwerk hat Sony die Nase vorn: Microsoft hat ein DVD-ROM integriert, die Japaner bauen gleich ein Blu-Ray-Laufwerk ein. Die geballte Hardware-Power soll hauptsächlich dazu dienen, pixeligen Spielen ein Ende zu bereiten: Microsoft verspricht ebenso wie Sony, dass alle Games mindestens in der niedrigeren HDTV-Auflösung (720p) laufen werden. Selbst bei 1080i sollen die Spiele nicht ruckeln.
So viel Power verlangt auch ihren Preis: Die Microsoft Xbox 360 wird für rund 300 Dollar ab November 2005 in den USA erhältlich sein. Wann und zu welchem Preis das neue Gerät in Deutschland angeboten wird, steht derzeit noch nicht fest. Die Playstation 3 (PS3) soll ab dem Frühjahr 2006 für circa 400 Euro zu haben sein (Quelle: PC Professionell 7/2005).
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