Microsoft setzt auf neue Office-Dateiformate

In der nächsten Version von Microsoft Office, momentan noch Office 12 genannt, sollen die bekannten Binär-Dateiformate DOC, XLS und PPT verschwinden. Sie werden ersetzt durch das neue Standard-Dateiformat Microsoft Office Open XML. Das Format setzt auf die Extensible Markup Language (XML).

Die Vorteile laut Microsoft: Weniger Speicherplatzbedarf, einfachere Wiederherstellung von beschädigten Dateien und höhere Dokumentensicherheit. Außerdem soll das neue Dateiformat offen und lizenzfrei sein. Entwickler können das neue Format in ihre Programme einbinden, ohne Lizenzgebühren bezahlen zu müssen. Für frühere Office-Versionen ab Office 2000 will Microsoft kostenlose Upgrades zur Verfügung stellen. Office 12 soll im zweiten Halbjahr 2006 auf den Markt kommen (Quelle: PC Professionell Ausgabe 08/2005).

Auch für Gebraucht-Bücher ist Amazon top

Für den Verkauf von gebrauchten Büchern bietet Amazon eine ausgezeichnete Plattform. Dabei stehen dem Verkäufer zahlreiche nützliche Informationen zur Verfügung, im Gegensatz zu Auktionsplattformen wie Ebay lassen sich dadurch auch höhere Preise erzielen.

In der Praxis stellt der Anbieter den gewünschten Titel anhand der ISBN-Nummer in das Amazon-System ein. Dabei wird der offizielle Amazon-Preis mitgeteilt sowie auch das niedrigste Angebot, zu dem dieses Buch im jeweiligen Augenblick gebraucht vorliegt. Zugleich gibt es eine Übersicht, wie viele Marketplace-Angebote für dieses Produkt vorliegen, zu welchem Preis und den aktuellen Verkaufsrang des Buches. Nach diesen Informationen legt man den Preis fest – oder verzichtet auf das Einstellen, wenn beispielsweise viele Angebote, niedrige Preise und ein Verkaufsrang im sechsstelligen Bereich vorliegen. Dann dürfte das eigene Angebot zum Ladenhüter werden. Im Idealfall erfährt man auch, ob man möglicherweise einen Volltreffer landen kann – dann nämlich, wenn ein Interessent das Buch bereits vorbestellt hat und ein akzeptables Preislimit dafür genannt hat (Quelle: Internet Professionell Ausgabe 08/2005).

Gizmondo spielt per GPRS und Bluetooth

Das Gizmondo ist eine Mischung aus Triband-Handy, Media Player und tragbarer Spielekonsole. Diese optisch gelungene Symbiose erlaubt es, Videos und Musik abzuspielen, Fotos zu schießen oder SMS- und MMS-Nachrichten zu versenden.

Nur telefonieren ist nicht möglich. Dafür sind dank GPRS- und Bluetooth-Unterstützung sogar Multiplayer-Partien drin. Der 3D-Beschleuniger zaubert scharfe Bilder (240 x 320 Pixel) auf das 2,8 Zoll große TFT-Display. Info: www.gizmondo.com, Preis: ab 189 €.

Medien-Server arbeiten auf NAS-Laufwerken

NAS-Laufwerke, also Festplatten-Systeme mit Netzwerk-Anschluss, sind nicht nur für Unternehmen sinnvoll, sondern eignen sich auch für Heimanwender und im Büro. Als Daten-, Film- und Musikarchiv kommen die Geräte sogar ohne PC aus. Sie sind etwa so groß wie eine VHS-Videokassette und machen sich durch ihr ansprechendes Design auch auf jedem Schreibtisch gut.

Einer normalen Festplatte haben sie einiges voraus. Ein Beispiel: Im Arbeitszimmer kopiert der Vater Backups wichtiger Firmendaten auf den PC. Nebenan zieht sich sein Sohn die neuesten Hits auf den MP3-Player und im Erdgeschoss sieht sich Opa die Aufzeichnung eines Fußballspiels an. In diesem Szenario – drei Personen, zwei Rechner, ein Fernseher – sind die Videos, Musik-Tracks und Backups nicht jeweils lokal gespeichert, sondern an zentraler Stelle auf einem NAS-Gerät abgelegt. Der Videorekorder empfängt das Fußballspiel über einen Access-Point, der ebenso wie die beiden Rechner im gleichen Netzwerk wie die NAS-Festplatte hängt. Für alle Netzwerk-Teilnehmer – egal, ob in der Firma oder zu Hause – ist es sehr einfach, Backups oder Multimedia-Files von der NAS-Festplatte zu holen. Das geht unkompliziert über den Windows-Explorer, mit dem man in wenigen Mausklicks auf die NAS-Ordner zugreift. Soll es noch schneller gehen, lassen sich die Ordner auch direkt als Netzlaufwerke einbinden.

Im Test hatte Simpletech Simpleshare (240 Euro) die Nase vorn: Das kompakte, 160 GByte fassende Gerät überzeugte mit integriertem Netzteil, solider Leistung und dem größten Funktionsumfang im Testfeld. Das beste Preisleistungsverhältnis bot Maxtor Shared Storage Drive – für 330 Euro erhalten Anwender 300 GByte Speicherplatz (Quelle: PC Professionell 08/2005).

So halten Notebook-Akkus länger durch

Die Laufzeit von Notebooks lässt sich spürbar verlängern, wenn man stromfressende Funktionen einfach abschaltet. Zwar versuchen spezielle Prozessoren wie der Centrino von Intel schon von Haus aus, nicht benötigte Faktoren abzuschalten, wenn sie nicht gebraucht werden. Jedoch können Benutzer dies noch aktiv unterstützen und erheblich davon profitieren.

Nicht benötigte WLAN-Karten beispielsweise können ausgebaut oder deaktiviert werden, da sie sonst ständig die Umgebung nach Verbindungen scannen – das geht zu Lasten der Batterie. Gleiches gilt für Bluetooth. Viel Energie braucht auch das Display: Um in praller Sommersonne noch etwas erkennen zu können, muss der Monitor sehr hell gestellt werden. Im Schatten dagegen reicht oft ein Bruchteil der Display-Beleuchtung. Ebenso sind Bildschirmschoner überflüssig – besser den Monitor während kurzer Arbeitsunterbrechungen komplett abschalten. Auch Windows unterstützt die Stromsparfunktion: In der Systemsteuerung die Kategorie »Leistung und Wartung/Energieoptionen« wählen und »tragbar/Laptop« einstellen.

XP-Nachfolger Vista schützt Filmindustrie

Microsoft wird seinen Windows XP-Nachfolger Vista mit einem umfassenden
Wiedergabeschutz für Video- und Audiodaten, auch als PMP (Protected Media Path)
bezeichnet, ausrüsten. So will das Unternehmen um Bill Gates den Anforderungen
der Filmindustrie beziehungsweise der Rechteinhaber gerecht werden.

Auch die Computerbranche setzt auf umfangreiche Multimedia-Features – kaum vorstellbar, wenn Filme- und Musikmacher aus Angst vor Raubkopien plötzlich keine Inhalte mehr liefern würden.

Mit einer Vielzahl von Mechanismen sowie einer speziellen geschützten Umgebung (Protected Environment) wird der Rechner dann zu einer regelrechten Festung für den Schutz von Premium-Content ausgebaut.

Die vom Inhalt vorgegebenen Wiedergaberichtlinien werden in Vista vom MIG (Media Interoperability Gateway) verarbeitet. Die MIG-Komponente entscheidet dann, ob eine Wiedergabe zulässig oder zu stoppen ist. Mit PVP-OPM (Protected Video Path – Output Protection Management) sollen Filmkopierern in Vista die digitalen Handschellen angelegt werden. Es stellt sicher, dass die Video-Ausgänge des PCs die Anforderungen an Verschlüsselung erfüllen und nicht manipuliert worden sind. Dabei wird eine Authentifizierungskette durchlaufen: Der
Grafikkartentreiber prüft, ob die Grafikkarte manipuliert wurde und die Inhalte
wiedergeben darf (Hardware Functionality Scan). Das Betriebssystem authentifiziert den Treiber, und die Inhalte prüfen, ob das Betriebssystem alle
erforderlichen Funktionen mitbringt. Erst wenn die Vertrauenskette erfolgreich
durchlaufen ist, spielt der Vista-Rechner geschützte Filme ab. Außerdem kann
PVP-OPM im Fall der Fälle die Wiedergabe einfach abbrechen oder qualitativ
hochwertige Ausgaben gezielt verschlechtern. Was PVP-OPM für Filme ist, wird
PUMA (Protected User Mode Audio) als Audio-Engine in der geschützten
Vista-Umgebung erledigen (Quelle: PC Professionell 08/2005).

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