NAS-Laufwerke, also Festplatten-Systeme mit Netzwerk-Anschluss, sind nicht nur für Unternehmen sinnvoll, sondern eignen sich auch für Heimanwender und im Büro. Als Daten-, Film- und Musikarchiv kommen die Geräte sogar ohne PC aus. Sie sind etwa so groß wie eine VHS-Videokassette und machen sich durch ihr ansprechendes Design auch auf jedem Schreibtisch gut.
Einer normalen Festplatte haben sie einiges voraus. Ein Beispiel: Im Arbeitszimmer kopiert der Vater Backups wichtiger Firmendaten auf den PC. Nebenan zieht sich sein Sohn die neuesten Hits auf den MP3-Player und im Erdgeschoss sieht sich Opa die Aufzeichnung eines Fußballspiels an. In diesem Szenario – drei Personen, zwei Rechner, ein Fernseher – sind die Videos, Musik-Tracks und Backups nicht jeweils lokal gespeichert, sondern an zentraler Stelle auf einem NAS-Gerät abgelegt. Der Videorekorder empfängt das Fußballspiel über einen Access-Point, der ebenso wie die beiden Rechner im gleichen Netzwerk wie die NAS-Festplatte hängt. Für alle Netzwerk-Teilnehmer – egal, ob in der Firma oder zu Hause – ist es sehr einfach, Backups oder Multimedia-Files von der NAS-Festplatte zu holen. Das geht unkompliziert über den Windows-Explorer, mit dem man in wenigen Mausklicks auf die NAS-Ordner zugreift. Soll es noch schneller gehen, lassen sich die Ordner auch direkt als Netzlaufwerke einbinden.
Im Test hatte Simpletech Simpleshare (240 Euro) die Nase vorn: Das kompakte, 160 GByte fassende Gerät überzeugte mit integriertem Netzteil, solider Leistung und dem größten Funktionsumfang im Testfeld. Das beste Preisleistungsverhältnis bot Maxtor Shared Storage Drive – für 330 Euro erhalten Anwender 300 GByte Speicherplatz (Quelle: PC Professionell 08/2005).