Familienbetriebe verzichten auf neue Bilanzregeln

Wie das Handelsblatt berichtet, verzichten einige Familienunternehmen auf die Umstellung auf die neuen Bilanzregeln IFRS (International Financial Reporting Standards). Dahinter steckt die Angst, nach diesen Bilanzregeln Eigenkapital zu verlieren, da entsprechend der IFRS-Vorschrift IAS 32 nur dann ein Eigenkapital vorliegt, wenn der jeweilige Kapitalgeber keinen individuellen Anspruch auf Rückzahlung der Investition hat. Das aber, so warnt das Institut der Wirtschaftsprüfer IDW, lasse sich nach dem deutschen Kündigungsrecht der Gesellschafter nicht ausschließen. Klassisches Eigenkapital von OHGs und KGs werde damit nach der Umstellung zu Fremdkapital. Das kann im Extremfall so weit gehen, dass Unternehmen mit der Bilanzierung nach IFRS von einer üppigen Eigenkapitalquote in ein Minus rutschen. +++

GfK sieht Konsumklima erstaunlich positiv

Die Stimmung der Verbraucher scheint zu steigen. Sie sei zum Jahresende erstaunlich positiv, meldet das Marktforschungsinstitut GfK in seiner heute vorgestellten Konsumklima-Studie für Dezember. Vor allem die Bereitschaft für größere Anschaffungen habe zugenommen. Der Konsumklima-Indikator prognostiziert einen Anstieg von 3,4 Punkten im Dezember auf 3,8 Punkte für Januar. +++

Handelsblatt lässt Bombe platzen

Böse Überraschung für die rotgrünen Hartz-Verfechter nach den Feiertagen: Eine von der alten Regierung noch in Auftrag gegebene Studie zu den Erfolgen von Hartz scheint die Kritik mittelständischer Experten an Hartz voll zu bestätigen. +++

Konjunktur soll an Fahrt gewinnen

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht ähnlich wie der Bundesverband der Selbstständigen (BDS) Licht im Tunnel, aber noch nicht dessen Ende. "Die Konjunktur gewinnt unübersehbar an Fahrt. Schließlich sind die Auftragsbücher gut gefüllt", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Dr. Ludolf-Georg von Wartenberg (s. Bild), der "Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung" in der Weihnachtsausgabe des Blattes. Der BDI rechne für das Jahr 2006 zwar mit einem kräftigen Wachstum, von einem Boom könne man jedoch nicht ausgehen. Ähnliches gelte für den Arbeitsmarkt. Er werde sich 2006 etwas entspannen, eine Trendwende sei aber nicht in Sicht. Wartenberg weiter: "Langfristig dürfte sich der Stellenabbau am deutschen Standort sogar weiter fortsetzen.“ (ml)

MittelstandsBlog hat eine gute Nachricht

Gute Nachrichten sind meist langweilig und verkaufen sich in der Presse in der Regel auch
schlecht. Doch als ich heute das Oberbayerische Volksblatt aufschlug, kam durchaus etwas Freude auf. "Aufwärtstrend im Mittelstand" lautete eine kleine Schlagzeile. Hoffentlich keine zweckoptimistische Kaffeesatzlesung, dachte ich. Im deutschen Mittelstand ginge es nach Angaben des Bundesverbands der Selbstständigen (BDS) bergauf. Die persönlichen Geschäftserwartungen und die Bewertung der allgemeinen Wirtschaftslage hätten sich weiter verbessert, will der BDS in einer Umfrage im Dezember festgestellt haben. Die Lage sei besser geworden. Der Personalabbau werde weiter gebremst. Elf Prozent der Firmen wollten neu einstellen. +++

Internationale Bilanzierungsrichtlinien sind umstritten

Wie der Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) mitteilt, halten viele Konzerne ihre Tochterunternehmen an, auf internationale Bilanzierungsrichtlinien (IFRS) umzustellen. Diese Richtlinien sind seit Anfang 2005 für börsennotierte Unternehmen bereits Pflicht. Als Nebeneffekt dieser Umstellung würden von diesen Tochterfirmen wiederum Geschäftspartner bevorzugt werden, die ebenfalls nach IFRS bilanzieren. +++

IHK veröffentlicht Leitfaden für Kooperationen

Die Industrie- und Handelskammern von Darmstadt, Pfalz und Rhein-Neckar sowie für München und Oberbayern haben einen gemeinsamen Leitfaden erarbeitet, der mittelständischen Dienstleistern die Vorteile und Voraussetzungen für erfolgreiche Kooperationen vermitteln soll. Anlass ist die Tendenz, dass Kunden immer häufiger einen Fullservice erwarten, den kleine Unternehmen in der Regel aus eigener Kraft nicht oder nur schwer erbringen können. Hier bieten Netzwerke und Kooperationen einen praktikablen Ausweg. Der Leitfaden beleuchtet das Thema Kooperation von allen Seiten, angefangen vom Warum über die Organisation und Risiken bis hin zur Vertragsgestaltung. Den Abschluss bilden anschauliche Praxisbeispiele.

Die empfehlenswerte ausführliche Broschüre steht auf der Website der IHK Darmstadt als PDF-Datei zum kostenlosen Download bereit. (ml)

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