Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) erwartet für 2008 und 2009 eine positive Wirtschaftsentwicklung: Ein abgeschwächtes, aber anhaltendes Wachstum, eine geringere Inflation sowie steigende Löhne – das sind die Voraussagen der gestern vorgestellten DIW-Konjunkturprognose. Das Wirtschaftswachstum wird demnach 2008 bei 2,1% liegen, die Teuerung auf unter 2% zurückgehen. Bei den Löhnen sagt das DIW Berlin für 2008 erstmals seit 2003 wieder einen realen Anstieg voraus. Kritik übte DIW-Präsident Klaus F. Zimmermann an der Bundesregierung: “Die Koalition hat die Chancen des Booms bisher nicht ausreichend genutzt”.
Zahl der Erwerbstätigen erreicht Höchststand
Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts hatten 2007 im Jahresdurchschnitt rund 39,7 Millionen Menchen in Deutschland einen Arbeitsplatz. Das waren 649.000 (+1,7%) mehr als ein Jahr zuvor. Der 2006 beginnende Anstieg der Erwerbstätigkeit (0,6% mehr als 2005) hat sich damit im Jahr 2007 sogar noch verstärkt und den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht.
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Handwerk kritisiert Künstlersozialabgabe
Die Künstlersozialabgabe für Verwerter in der Eigenwerbung belaste das Handwerk in Deutschland über Gebühr, klagt Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Der bürokratische Aufwand für die Betriebe sei erheblich. Es herrsche große Unsicherheit darüber, für welche Leistungen die Abgabe fällig wird. Zudem sei das System der Abgabe für selbstständige Handwerker nicht nachvollziehbar, die im Gegensatz zu den versicherten Künstlern ihre soziale Absicherung vollständig selbst bezahlen müssen.
Jeder dritte Deutsche besitzt noch D-Mark
Sechs Jahre nach Einführung des Euro besitzt ein Drittel der Deutschen noch Scheine oder Münzen der alten D-Mark, ergab eine Umfrage des Hamburger Magazins stern. 53% nennen nur noch Beträge von weniger als 20 D-Mark ihr eigen. Bei 22% sind es zwischen 20 und 50 D-Mark. 12% sagten, sie hätten noch zwischen 50 bis 100 D-Mark zu Hause. Jeder Zehnte besitzt noch zwischen 100 und 500 D-Mark. Bei 2% sind es sogar Beträge über 500 D-Mark.
Wirtschaftsweiser warnt vor zu hohen Lohnforderungen
Der Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard hat die hohen Lohnforderungen der Gewerkschaften kritisiert und dafür plädiert, die moderate Lohnpolitik der vergangenen Jahre fortzusetzen. Mit den Tarifforderungen von bis zu 8% riskierten die Gewerkschaften Arbeitsplätze. Die Gewerkschaften könnten sich auch nicht auf die Inflationsrate stützen, sagte Wiegard der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).
Zwei Drittel arbeiten mit Computern
Immer mehr Menschen arbeiten am Computer. In Deutschland kletterte der Anteil der Beschäftigten mit Computerarbeitsplätzen von 56% (2006) auf 61% (2007). Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), der diese Zahlen ermitteln ließ, betrachtet das als gutes Zeichen, denn der Einsatz von Computern steigere die Produktivität und Effizienz. Das wiederum fördere das Wachstum der gesamten Wirtschaft.
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