Großhandel beklagt 'grottenschlechtes Quartal'

Anton F. Börner, BGA

Anton F. Börner, BGA

Der Großhandel habe ein grottenschlechtes zweites Quartal einstecken müssen, klagte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin bei der Vorstellung der Branchenzahlen für das zweite Quartal. Angesichts langsam wieder ansteigender Auftragseingänge hoffe der Verband aber, dass die Branche die Talsohle langsam erreicht hat. Besonders die unterdurchschnittliche Entwicklung im Produktionsverbindungshandel deute jedoch darauf hin, dass der Weg aus der Krise lang und steinig wird. Zu befürchten sei auch, dass der konsumnahe Handel, der bislang nicht ganz so schlecht gelaufen ist, im Herbst bei steigenden Arbeitslosenzahlen unter Druck gerate. +++

Pfandbrief auch bei Bankinsolvenz sicher

Deutscher-Bundestag

Bundesregierung

Die Bundesregierung nennt Pfandbriefe “das sicherste Wertpapier am Kapitalmarkt”. Gehe eine Pfandbriefbank in die Insolvenz, dann fallen die Deckungswerte für die vom Institut herausgegebenen Pfandbriefe nach Meinung der Regierung nicht in die Insolvenzmasse. Trotz der Insolvenz der Bank würden deshalb deren Pfandbriefe nicht fällig, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktionen von CDU/CSU und SPD. Auch habe der Insolvenzverwalter keine Verfügungsmacht über die Deckungswerte. +++

Europas Arbeitslosenquote steigt, Inflationsrate sinkt

Arbeitslosenquoten in Europa

Arbeitslosenquoten in Europa

Wie die EU-Statistiker von Eurostat melden, lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Juni in der Eurozone (EZ16) bei 9,4 % und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Stand vom Mai. Im Juni vor einem Jahr betrug sie 7,5 %. In der EU27 lag die Arbeitslosenquote im Juni bei 8,9 %, gegenüber 8,8 % im Mai und 6,9 % im Juni 2008. Für die Eurozone ist dies die höchste Quote seit zehn Jahren. +++

Mittelstand sieht Lage deutlich entspannter

KfW-ifo-Geschäftsklima

KfW-ifo-Geschäftsklima

Der Mittelstand ist wieder etwas zuversichtlicher geworden und das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer für Juli weiter gestiegen. Auch die Großunternehmen schöpfen neue Hoffnung. Für die mittelständischen Unternehmen stieg der gemeinsam von der KfW Bankengruppe und dem ifo Institut berechnete Indikator um 2,4 Zähler auf -12,4 Saldenpunkte. Der Indikator liegt damit wieder oberhalb der Talsohle normaler Rezessionen. +++

Großhandelsumsatz real um 10,8 Prozent gesunken

Zahlen des Statistischen Bundesamts

Zahlen des Statistischen Bundesamts

Eine vorläufige Schätzung des Statistischen Bundesamts für den Großhandel schaut recht düster aus: Danach hat der Großhandel in Deutschland im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr nominal 18,4 % und real 10,8 % an Umsatz eingebüßt. Allerdings liegt die Ursache in erster Linie nicht an einer Kaufunlust der Deutschen, sondern am starken Rückgang der Großhandelsverkaufspreise. Das aber relativiert die schlechten Zahlen, da sich ein solcher allgemeiner Preisrückgang auf die Kostenseite des Großhandels ebenfalls auswirkt und den Umsatzrückgang zum größten Teil kompensiert. +++

PDF-Software integriert Freiformerkennung

Luratech auf der DMS Expo 2008

Luratech auf der DMS Expo 2008

Luratech wird auf der DMS Expo 2009 (Halle 7, Stand G059) seinen Luradocument PDF Compressor 5.5 vorstellen. DMS-EXPO-Besucher, die sich über PDF/A als sicheres Langzeitarchivformat informieren möchten, können zudem im Rahmen des VOI-Forums einen Einführungsvortrag (16. September, 12.30 bis 13.00 Uhr) von Luratech besuchen.

PDF Compressor 5.5 ist eine vollständige Konvertierungslösung, die die komplette Prozesskette nach dem Scannen und dem digitalen Erstellen von Dokumenten über die Datenextraktion bis hin zum Export für die Langzeitarchivierung abdecken soll. Gescannte farbige oder schwarz-weißen Dokumente werden in hochkomprimierte PDF/A-Dateien konvertiert, die in Volltext (OCR) durchsuchbar sind. Darüber hinaus sollen sich auch elektronisch erzeugte Microsoft-Office-Dokumente, E-Mails und PDF-Dateien stapelweise in PDF/A-Dateien umwandeln lassen. +++

Arcor wird Vodafone

Arcor wird Vodafone

Arcor wird Vodafone

Ab dem 1. August 2009 wird aus der bisherigen Arcor AG & Co. KG, nach der Deutschen Telekom zweitgrößter deutscher Festnetzanbieter, die Vodafone AG & Co. KG. Der Namenswechsel kennzeichnet das Zusammenwachsen des Eschborner Festnetzanbieters mit Vodafone Deutschland. Das britische TK-Unternehmen Vodafone Group Plc wurde 2000 im Rahmen der Mannesmann-Übernahme zum Mehrheitsaktionär der damaligen Mannesmann Arcor AG & Co. KG, die ein Joint Venture von Mannesmann, der Deutschen Bank und der Deutschen Bahn war. Im Mai 2008 erwarb Vodafone, das bis dahin 73,65 Prozent der Aktien hielt, auch die restlichen Arcor-Aktien für 474 Millionen Euro und ist damit alleiniger Aktionär. +++

Bierabsatz sinkt weiter

Zahlen des Statistischen Bundesamts

Zahlen des Statistischen Bundesamts

Bier verliert in Deutschland zunehmend an Boden. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben deutsche Brauereien und Bierlager heuer im ersten Halbjahr nur 49,3 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt – rund 2,3 Millionen Hektoliter oder 4,5 % weniger als im ersten Halbjahr letzten Jahres. Zwar geht der Bierverkauf schon seit Jahren zurück. Der aktuelle Bierabsatz ist jedoch der niedrigste seit der Wiedervereinigung. Die amtlichen Statistiker führen den geringen Absatz auf das Wetter, die höheren Bierpreise und das Rauchverbot in Kneipen zurück. +++

Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli moderat

Arbeitslosenquote nach Ländern und Kreisen

Arbeitslosenquoten

Die Rezession der deutschen Wirtschaft hinterlasse zwar auch im Juli Spuren auf dem Arbeitsmarkt, insgesamt seien die bisherigen Auswirkungen des Abschwungs aber vergleichsweise moderat, meldete heute die Bundesagentur für Arbeit (BA). Vor allem die starke Nutzung der Kurzarbeit stabilisiere den Arbeitsmarkt. Hinzu kämen allerdings die üblichen jahreszeitlichen Belastungen durch die Sommerpause. Die Zahl der Arbeitslosen beträgt derzeit 3.462.000, das sind 52.000 Arbeitslose mehr als im Juni und 252.000 mehr als im Juli 2008. Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,1 Prozentpunkte auf 8,2 %. +++

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