Großhandel

Umsatz legte im dritten Quartal real um 7,1 Prozent zu

Bundesstatistik

Bundesstatistik

Im dritten Quartal 2010 setzte der deutsche Großhandel nominal 13,7 % und real 7,1 % mehr um als im dritten Quartal 2009. Diese star­ken Anstiege spiegeln die aktuell hohen Zuwächse bei der Indus­trie­pro­duktion und beim Export wider. Damit setzte sich im dritten Quartal eine Entwicklung fort, die bereits das ganze bisherige Jahr im Zeitraum von Januar bis September prägte: In den letzten neun Monaten wurde im Großhandel insgesamt nominal 11,4% und real 6,7 % mehr um­ge­setzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. +++

Einzelhandel

Im September 2010 real 0,4 Prozent mehr Umsatz

Bundesstatistik

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Im September 2010 lag der Umsatz im deutschen Einzelhandel nominal um 1,6 % und real um 0,4 % höher als im September 2009. Beide Mo­na­te hatten jeweils 26 Verkaufstage. Im Vergleich zum August 2010 ist der Umsatz im September saison- und kalenderbereinigt nominal um 2,4 % und real um 2,3 % gesunken. Im erweiterten Zeitraum von Januar bis September 2010 setzte der Einzelhandel nominal 2,1 % und real 1,1 % mehr um als in den ersten neun Monaten des Jahres 2009. +++

Fossile Energien

Gas- und Kohlekraftwerke sind unabkömmlich

Auftragsvolumen dank fossiler Energie

Auftragsvolumen dank fossiler Energie

Die Bundesregierung hat kürzlich ein neues Energiekonzept für Deutschland vorgelegt. Danach soll vor allem der Anteil der Erneu­er­ba­ren Energien an der Stromversorgung deutlich steigen. Trotzdem besteht aber weiter Bedarf an fossilen Kraftwerken – diese Meinung vertreten zumindest die Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Schließlich müsse der Strom auch fließen, wenn kein Wind weht und die Sonne nicht scheint, so die Kölner Experten. +++

EU-Kommission

EU will Windenergie und Naturschutz versöhnen

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Die EU-Kommission will dafür sorgen, dass es in Zukunft zwischen den Befürwortern und Betreibern von Windenergieanlagen und Natur­schützern weniger oft zum Streit kommt, denn auch wenn Wind­ener­gie für Flora und Fauna im Allgemeinen keine Bedrohung dar­stellt, können fehlerhaft konzipierte oder an ungeeigneten Stand­or­ten errichtete Windparks empfindliche Arten und deren Lebens­räu­me schädigen. Die Kommission legte deshalb heute Leitlinien zum Bau von Windparks in geschützten Naturgebieten vor. Diese sollen für das Natura-2000-Netz gelten, das im Rahmen der Bio­di­ver­si­täts­politik der EU den Verlust an biologischer Vielfalt bis 2020 stoppen und umkehren soll. +++

ifo Konjunkturtest

Geschäftsklimaindex Ost wieder gestiegen

Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft Ost

Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft Ost

Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland hat sich end­lich auch im Osten der Republik durchgesetzt: Nach zwei­ma­li­gem Rückgang des ifo Geschäfts­kli­ma­index für die gewerbliche Wirtschaft Ostdeutschlands ist nun wieder ein Anstieg festzustellen. Der Geschäfts­kli­ma­index des ifo Ins­ti­tuts Dresden liegt im Oktober 2010 mit 107,6 Punkten (nach 106,9 Punkten im September) wieder auf dem Vor­kri­sen­ni­veau. Lediglich der ostdeutsche Großhandel schätzt im Oktober seine aktuelle Geschäftslage schlechter ein als im Vormonat. +++

Forschungsprojekte

EUMONIS soll regenerative Stromproduktion optimieren

Das Forschungsprojekt EUMONIS wird sich in den kommenden vier Jahren der Frage widmen, wie die Verfügbarkeit und Effizienz der Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien verbessert werden kann. Zu diesem Zweck sollen vor allem die Prozesse rund um die Betreuung von bestehenden Energieerzeugungsanlagen optimiert werden. Diese Prozesse sind nämlich in der Regel so komplex und von derart vielen Beteiligten abhängig, dass zum Beispiel in einem Störfall aufwendige persönliche Absprachen zu Abstimmungsschwierigkeiten und starken Zeitverzögerungen führen. Das aber verursacht wiederum unnötig lange Ausfallzeiten von Anlagen und damit unvorhersehbar hohe Verluste für die Betreiber. +++

Onlineshopping

Der Preis entscheidet darüber, wer das Geschäft macht

Beim Internetkauf zählt vor allem der Preis. Das ergab eine neue Studie des Bera­tungs­un­ter­neh­mens PricewaterhouseCoopers (PwC). Eine etwas geringere aber immer noch große Rolle spielen bei den Onlineshoppern eine schnelle Lieferung und eine einfache Produktsuche. Diese drei Faktoren entscheiden darüber, welcher Internetshop das Geschäft macht. Gute Menüführung, ausführliche Produktbeschreibungen und eine Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten in den Onlineshops sind laut Studie zwar notwendig, geben aber nicht den Ausschlag für die Wahl eines bestimmten Shops. Für die Studie wurden knapp 1300 Onlineshopper befragt. +++

Mittelstand in Österreich

Konjunktur trotz Wachstum noch unter Vorkrisenniveau

Die Stimmung im österreichischen Mittelstand ist gut. Jeder zweite der knapp 1800 von Creditreform befragten mittelständischen Unternehmer (52,1 %) bezeichnet seine aktuelle Geschäftslage mit gut oder sehr gut. Das ist ein um 16,6 Prozentpunkte höherer Wert als noch im vergangenen Herbst, als 35,5 % der Befragten dieser Meinung waren. Nur noch 9 % der österreichischen Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage derzeit mit mangel­haft oder ungenügend (Vorjahr: 16,5 %). Die optimistischere Einschätzung der Ge­schäfts­lage teilen Unternehmen aus allen vier Hauptwirtschaftsbereichen. +++

Arbeitsmarkt im Oktober

Drei-Millionen-Marke unterschritten

Arbeitlosenquoten

Arbeitlosenquoten

Durch die hervorragende Konjunkturentwicklung befördert, unter­schritt im Oktober die Zahl der Arbeitslosen mit nur noch 2,945 Millionen erstmals seit 19 Jahren wieder die Drei-Millionen-Marke. Der Rückgang im Vergleich zum September beträgt 86.000 Ar­beits­lose. Das Vorjahresniveau wurde um 283.000 unterschritten. Pro­zen­tual sank die Arbeitslosenzahl um 0,2 Prozentpunkte auf aktuell 7,0 %. Vergegenwärtigt man man sich die düsteren Prognosen mit­ten in der Krise vor nicht einmal zwei Jahren, so ist diese aktuelle Zahl ein kleines Wunder. Zumal nicht nur die Erwerbstätigkeit, son­dern auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung saison­be­reinigt erneut deutlich zunahm. Im Gegenzug verlor die Kurzarbeit weiter an Bedeutung und liegt nun unter dem Vorjahresniveau. +++

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