In Deutschland gibt es 1,5 Millionen Gebäude, die als Schulen, Bürohäuser, Handels- und Ladengeschäfte, Fabriken und Werkstätten genutzt werden. 75 Prozent davon sind sanierungsbedürftig. 4,1 Milliarden Euro betragen die jährlichen Energiekosten. Drei Experten erläutern, wie dieses Potenzial erschlossen werden kann. +++
Produktionskosten
Rasanter Anstieg der Lohnstückkosten in Deutschland
In Deutschland sind die Lohnstückkosten im Verarbeitenden Gewerbe im Jahr 2009 so stark gestiegen wie in keinem anderen Industrieland: Die Arbeitskosten je Produkteinheit vergrößerten sich um fast 16 %. Hauptursache hierfür waren die Auswirkungen der Finanz- und Konjunkturkrise: Obwohl die Nachfrage nach Industriegütern einbrach, beschäftigten die Unternehmen überproportional viele Mitarbeiter weiter. Das ergab eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).
GfK-Konsumklimastudie
Verbraucherstimmung im Dezember etwas gedämpft
Stieg die Laune der Verbraucher in den letzten Monaten zum Teil stärker, als die nackten Wirtschaftszahlen eigentlich hergaben, so scheint der nüchterne Verstand der Konsumenten im Dezember an Gewicht zu gewinnen: Das Konsumklima bleibt erstmals wieder – auf hohem Niveau – nahezu stabil. Der Gesamtindikator der GfK-Konsumklimastudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) prognostiziert daher für Januar 2011 einen Wert von 5,4 Punkten (nach 5,5 Punkten im Dezember).
Studie
Internet der Dienste liefert massive Wachstumsimpulse
Laut einer vor Kurzem von Berlecon Research im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) veröffentlichten Studie entsteht im Internet eine neue Dienstleistungswirtschaft mit Umsatzpotenzialen in Milliardenhöhe, von der nicht nur die deutsche IKT-Branche, sondern die gesamte deutsche Wirtschaft profitieren soll. Unternehmen und Politik müssen die Wachstumspotenziale allerdings rechtzeitig erkennen und systematisch erschließen.
Die Studie Das wirtschaftliche Potenzial des Internet der Dienste wurde von Berlecon gemeinsam mit der ISS International Business School of Service Management, dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und Pierre Audoin Consultants (PAC) durchgeführt.
Erzeugerpreise im November
Gewerbliche Produkte um 4,4 Prozent teurer

Bundesstatistik
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im November 2010 um 4,4 % höher als im November 2009. Gegenüber dem Vormonat Oktober stieg der Index um 0,2 %. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise im November 2010 um 3,2 % höher als im November 2009 und um 0,1 % höher als im Oktober 2010. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate hatten im November 2010 die Preissteigerungen für Energie.
Bauhauptgewerbe im Oktober
1,1 Prozent reales Auftragsplus gegenüber Vorjahr

Bundesstatistik
Im Oktober 2010 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 1,1 % gestiegen. Zu verdanken ist das Auftragsplus dem Hochbau, der sich über eine Steigerung der Baunachfrage um 3,4 % freuen durfte, während der Tiefbau um 1,0 % weniger Aufträge verzeichnete. Der Gesamtumsatz belief sich im Oktober auf rund 8,7 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber Oktober 2009 um 3,0 %.
Biomassenutzung
Klimaschutzbeitrag messbar machen
Damit man Verfahren optimieren kann, muss man zuerst die unterschiedlichen Wirkungsgrade vergleichen können. Dazu wiederum braucht man einheitliche Messmethoden. Innerhalb der Forschung zur energetischen Nutzung von Biomasse ist das besonders wichtig, weil es viele Arten von Biomassen und viele unterschiedliche Wege zu ihrer Verwertung gibt. Die Forscher aus dem Förderprogramm Energetische Biomassenutzung sahen sich deshalb zu Beginn ihrer Arbeit erst einmal vor die Aufgabe gestellt, die unterschiedlichen Messmethoden so anzugleichen, dass Kennwerte, Kostenrechnungen und Bilanzierungen vergleichbar wurden. Das Ergebnis dieses schwierigen Prozesses liegt nun als Methodenhandbuch vor.
Erneuerbare Energien
Umlagenhöhe gefährdet Akzeptanz in der Bevölkerung
Die Kosten für das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) werden in den kommenden Jahren deutlich steigen. Das aber wird die Zustimmung in der Bevölkerung für die Förderung von Erneuerbaren Energien erheblich gefährden, glaubt die Mehrheit der rund 200 vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragten Experten aus der Energiewirtschaft. Einige befürchten sogar, dass das Fass schon bei der nächsten Erhöhung überlaufen wird. Besonders kritisch wird der Umfang der Förderung für die Photovoltaik gesehen.
Straßenbeleuchtung
100 Millionen Euro Einsparpotenzial für Kommunen
Die Kommunen in Deutschland müssen in den kommenden Jahren einen großen Teil ihrer Straßenbeleuchtung modernisieren. Setzen sie dabei auf stromsparende neue Leuchtmittel und Beleuchtungskonzepte, kann sich die Modernisierung sogar mehr als auszahlen: Wie eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ergab, lassen sich auf diese Weise nämlich bundesweit gut und gerne mindestens 100 Millionen Euro pro Jahr sparen.
Erdgas und Biomethan
Wirtschaft will Erdgas-Mobilität forcieren
Ein Unternehmensbündnis aus Vertretern der Gasversorger, Biogasproduzenten, Tankstellen, Fahrzeughersteller, Gastechnik und Nutzerverbände will bis Mitte 2011 einen Maßnahmenplan erarbeiten, um Erdgas und Biomethan (Bioerdgas) als Kraftstoff bekannter zu machen. Ziel ist es, den Anteil von Erdgas und Biomethan am deutschen Kraftstoffmix und die Zahl der Erdgasfahrzeuge deutlich zu steigern. Die Initiative wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) koordiniert und vom Bundesverkehrsministerium begleitet.








