Arbeitsmarkt

Vom Ausbildungspakt zum Arbeitskräftemangel

Rainer Brüderle, FDP

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle redet Klartext zum Para­dig­menwechsel vom Ausbildungspakt zum Arbeitskräftemangel und zur Demografiefalle. Waren noch vor wenigen Jahren eine hohe Ar­beits­losigkeit und ein Mangel an Ausbildungsplätzen die zentralen Themen der Wirtschaftspolitik, so werden es demnächst ein breiter Arbeitskräftemangel und die demografische Vergreisung sein. Noch aber sprechen das nur wenige Politiker so offen aus, wie der Li­be­rale Rainer Brüderle, denn die alten Parolen der Gewerkschafts- und linken Politikszene lassen sich in Tarif- und Wahlkämpfen we­sent­lich leichter verkaufen.

Tatsache ist aber, dass der Wohlstand in unserem Land in den nächsten Jahrzehnten in erster Linie weder von einer Unterbeschäftigung noch von einer Einkommensschere oder Ausweitung der Leiharbeit bedroht ist, sondern – allen Talkshows zum Trotz – vom Arbeitskräftemangel und einer noch nie dagewesenen Vergreisung der Bevölkerung plus Überlastung der Jungen. Dagegen gilt es, eine wirksame Politik zu entwickeln.

Die Bandbreite der notwendigen Gegenmaßnahmen ist breit. Im Interview mit MittelstandsWiki nennt der FDP-Mann Brüderle die wichtigsten Schrauben, an denen gedreht werden muss.

Den ersten Teil des Brüderle-Podcast, in dem es um die Bedeutung fremder Märkte für den Mittelstand geht, finden Sie hier.

(ml)

0 Kommentare:

  1. Im Gegensatz zu den Studien des IAB scheinen mir Herrn Brüderles Aussagen zukunftsfähiger und realistischer. Der Arbeits- und Fachkräftemangel ist Realität und zukünftig eine große Bedrohung für weiteres Wirtschaftswachstum.

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