
Apple iCloud
Anfang Juni kündigte Apple auf seiner Worldwide Developers Conference offiziell seinen Cloud-Service iCloud an.
Mit iCloud werden Apple-Kunden auf all ihren Geräten – iPhone, iPad, iPod touch und Mac-Rechner mit Mac OS X Lion – den gleichen Datenbestand haben. Ändert sich auf einem Gerät etwas, werden die Änderungen drahtlos und automatisch an die iCloud übertragen, die die verbleibenden Endgeräte des Anwenders dann wiederum automatisch synchronisiert.
Für die Speicherung der Daten stehen 5 GByte kostenlos zur Verfügung. Klingt zwar nicht nach viel, ist aber eigentlich recht ordentlich: Via iTunes erworbene und mit dem Apple-Account verknüpfte Apps, E-Books, Songs und Videos sowie Photo-Stream-Bilder werden nicht auf dieses Limit angerechnet, es gilt lediglich für Dokumente, E-Mails, Kalendereinträge, Kontakte, Backups, Anwendungsdaten und App- sowie Geräteeinstellungen und -informationen.
Wer auch Musik online ablegen will, die er nicht via iTunes erworben hat, muss 24,99 US$ pro Jahr für den iTunes Match genannten Service hinlegen. Der Zugriff auf alle gespeicherten Daten erfolgt via iCloud-Homepage, Mac-OS-X- oder iOS-Apps sowie iTunes.
iCloud wird Apples vor drei Jahren vorgestellten Synchronisierungsdienst MobileMe ersetzen, der noch bis zum 30. Juni 2012 genutzt werden kann und danach von Apple eingestellt wird. Neuanmeldungen sind allerdings nicht mehr möglich. MobileMe-Nutzer können ihre Konten auf iCloud übertragen, sollen aber selbst nach diesem Transfer bis zu Einstellung weiterhin auf MobileMe zugreifen können.
Apple hat die Betaversion der iCloud nun für registrierte Entwickler freigegeben und dabei auch die Preise für Erweiterung des kostenlosen 5-GByte-Speicherplatzes genannt. Die Preispunkte für zusätzliche 10, 20 und 50 GByte Speicherplatz – also insgesamt 15, 25 und 55 GByte – liegen laut Apple in Europa bei 16, 32 und 80 Euro pro Jahr. Die Preise für die USA und Großbritannien liegen bei 20, 40 und 100 US$ bzw. 14, 28 und 70 £.
Den zusätzlichen Speicherplatz soll man an iOS-5-Geräten über den Einstellungsbereich ordern können. Wird nicht gekündigt, verlängert sich das Abo automatisch um ein Jahr. Aber wer innerhalb der ersten 45 Tage des Folgejahrs kündigt, soll dennoch sein Geld zurückbekommen.
In der Beta-Version der Webseite stehen nun die neuen Web-Apps für Mail, Kalender und Kontakte zur Verfügung. Zusätzlich offeriert iCloud.com seinen Nutzern die Möglichkeit, ihre mittels iCloud gespeicherten iWork-Dokumente online zu bearbeiten – quasi eine Art iWork Online. Als Sahnehäubchen gibt es es noch eine Find my iPhone genannte App als integrierte Webanwendung. Das Interface selbst orientiert sich sehr stark an iPad und iOS.
Der finale Launch von iCloud soll wahrscheinlich im September diesen Jahres zusammen mit der Vorstellung des mobilen Apple-Betriebssystems iOS 5 erfolgen.
Übrigens: Wer einfach nur online verfügbaren Speicherplatz sucht, kann den woanders günstiger bekommen. Bei Amazons Cloud-Drive sind die ersten 5 GByte z.B. ebenfalls kostenlos, 20, 50, 100, 200, 500 und 1000 GByte kosten dann exakt so viele US$ pro Jahr – halb so viel wie Apples iCloud.
(Quelle: Apple & 9to5mac.com/GST)













Hallo,
zu der Musikablage: Ich kann natürlich auch ohne Music Match meine Musik in der iCloud ablegen. Auch dann, wenn ich Sie nicht online gekauft habe. In diesem Fall sind es dann Dateien, die dem 5 GigaByte Limit unterliegen.
Das MusicMatch hat einen sehr interessanten Aspekt: Es vergleicht, welche der Musikdateien in meiner iTunes Software auf meinem Computer bereits bei iTunes erhältlich ist. Diese Dateien müssen dann also nicht mehr langwierig in die Wolke übertragen werden, sondern stehen sofort zum Anhören auf allen meinen Geräten zur Verfügung. Das gilt speziell auch für Musikdateien, die ich nicht bei iTunes gekauft habe, sondern die auf anderen Wegen in meine iTunes Bibliothek gekommen sind…