Arbeitsmarkt

Realitätssinn der Unternehmen ist gefragt

Karl Brenke

Die Arbeitslosenzahlen gehen weiter nach unten, die Schlagzeilen über unbesetzte Stellen nehmen zu. Die Wirtschaft ruft nach Zuwanderung. Aber es gibt auch warnende Stimmen, die mahnen, zuerst die noch vorhandenen Personalkapazitäten im Inland zu nutzen. Eine der prominentesten Stimmen dieser Kritiker gehört dem Soziologen und Volkswirt Karl Brenke, Referent im Vorstand des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Er mahnt: Die Wirtschaft solle mehr Realitätssinn zeigen. Reserven gebe es in Deutschland genug. Hören Sie selbst. +++

Fachkräftemangel, Teil 2

Zeitarbeit ist mehr als nur ein Lückenfüller

Gerd Galonska

Die Zeitarbeitsagenturen werden in den Medien und von Gewerk­schaf­ten gerne als neoliberale Sklavenhalter verdammt. Dabei wird von den Kritikern unterstellt, dass es nur um die möglichst billige Vermittlung von Aushilfskräften ginge und das oberste, wenn nicht gar einzige Ziel von Arbeitnehmern die lebenslange Anstellung sei. Aber die Berufs- und Lebenswege, Vorstellungen und Prioritäten von Menschen sind vielfältiger, als sich Gewerkschaftsfunktionäre und manche Journalisten vorzustellen vermögen. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer einer solchen Agentur, Gerd Galonska, über die Realität der Zeitarbeitsbranche und der darin agierenden Menschen. +++

Fachkräftemangel, Teil 1

Personalreserven im eigenen Land ausschöpfen!


Gerd Galonska

Nach Monaten der Klage setzt sich langsam eine differenziertere Sichtweise zum Thema Fachkräftemangel durch. Gibt es denn in Deutsch­land trotz drei Millionen Arbeitslosen wirklich zu wenige Arbeitskräfte mit ausreichender Qualifizierung? Dass sich selbst Wissenschaftler in dieser Frage nicht ganz einig sind, darüber haben wir schon berichtet. Nun haben wir Gerd Galonska, einen Experten der Arbeitsmarktpraxis zu einem Interview eingeladen und gefragt: Gibt es einen Fachkräftemangel? Und wenn nicht, wie finden mittelständische Betriebe kurzfristig passendes Personal?

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Freeware

Nicht jede gute Software kostet Geld

Constantin Falcoianu von TeamViewer

Kommerzielle Software ist für junge Firmen, Freie und Selbst­stän­dige oft zu teuer. Aber es gibt in vielen Fällen kostenlose Alter­na­tiven für den kleinen Anspruch, sogenannte Freeware. Über deren Vor- und Nachteile im Unternehmenseinsatz sprachen wir mit Georg Schnurer von der Computerzeitschrift ct. Eine weitere inter­es­sante Variante: Software, die man nur privat umsonst nutzen darf. Über ein solches zweigleisiges Preismodell und speziell die Soft­ware TeamViewer – eine sehr beliebte Remote-Software – be­frag­ten wir Constantin Falcoianu (Bild links), den Mar­ke­ting­ver­ant­wort­lichen der TeamViewer GmbH. +++

Firmenkredite

Frauen erhalten im Internet leichter Kredite als Männer

Nataliya Barasinska

Deutsche Banken sind oft miss­trau­isch, wenn Frauen nach Fir­men­kre­diten fragen. Das haben in der Vergangenheit mehrere Studien bestätigt. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschafts­for­schung (DIW) in Berlin (wir berichteten bereits darüber) ergab nun – zur Überraschung der beiden Autorinnen, Prof. Dr. Dorothea Schäfer und Nataliya Barasinska – dass Unternehmerinnen im Ge­gen­satz dazu auf Kreditportalen im Internet sogar eher bevorzugt werden. Wir sprachen mit DIW-Expertin Nataliya Barasinska über dieses verblüffende Ergebnis und die möglichen Hintergründe. +++

Azubi-Mangel

Bäcker suchen im Internet händeringend Nachwuchs

Amin Werner (l.), Peter Becker (r.)

Noch vor kurzem gab es zu wenig Ausbildungsstellen. Angesichts der Krise wurde sogar eine weitere Verknappung erwartet. Aber das Gegenteil ist eingetreten. Heute sind geeignete Nachwuchskräfte im Handwerk Mangelware. Einige Betriebe locken künftige Azubis be­reits mit Geschenken, z.B. einem Netbook, wie Spiegel Online vor kurzem zu berichten wusste. Über die Nachwuchsprobleme der Bäcker sprachen wir mit zwei Repräsentanten der backenden Zunft: Peter Becker (r. i. B.) ist Prä­si­dent des Zentralverbands des Deut­schen Bäckerhandwerks, Amin Werner (l. i. B.) Haupt­ge­schäfts­führer des Zentralverbands. +++

Zahlungsverkehr

Zu kurze Übergangsfrist für SEPA bei Inlandszahlungen

Dr. Kerstin Altendorf

Die Verfahren für Inlandszahlungen sollen EU-weit vereinheitlicht und dem Auslandsverfahren SEPA (Single Euro Payments Area) angepasst werden. Daran zweifelt niemand mehr, auch wenn vorerst lediglich ein Entwurf in Brüssel auf dem Tisch liegt. Für Firmen sind damit organisatorische Umstellungen und Datenänderungen ver­bun­den. Die kosten Geld und brauchen vor allem auch Zeit, die mit­tel­stän­di­sche Firmen oft nicht haben. Dennoch wird die Umstellung voraussichtlich 2011 anstehen. Wir sprachen mit Dr. Kerstin Altendorf vom Bankenverband darüber, wie die Banken diese knappe Frist beurteilen. +++

Zahlungsverkehr

Neue Kontonummern kommen für KMU zu schnell

Michaela Roth

Bankkunden in Europa müssen bei Überweisungen bald längere, internationale Kontonummern und Bankleitzahlen verwenden, denn die EU will bargeldloses Einkaufen und grenzüberschreitende Zah­lungen europaweit vereinheitlichen. Damit sollen Überweisung in­ner­halb Europas einfacher werden, hofft die EU. Für die Unter­neh­men bedeutet das jedoch zuallererst neue Vordrucke und Anpassungen der Rechnungssoftware. Beides kostet Geld. Dabei sind die neuen Kontonummern gar nicht so neu, wie wir von Michaela Roth vom Deutschen Sparkassen und Giroverband erfuhren. +++

Handwerk

Keine Kreditklemme für Handwerksbetriebe

Stephan Schwarz

Stephan Schwarz ist Präsident der Berliner Hand­werks­kam­mer und Geschäftsführer der GRG Services Berlin, eines quali­täts­ori­en­tier­ten Dienstleistungsunternehmens im Bereich der Gebäudewartung. Wir sprachen im letzten Podcast mit ihm über die Nachwuchsprobleme des deutschen Handwerks. Dieses Mal geht es vor allem um die Frage, inwieweit Handwerksbetriebe derzeit mit Schwierigkeiten bei der Kre­dit­be­schaf­fung kämpfen müssen. Außerdem baten wir den Berliner Kammerpräsidenten uns zu sagen, was er machen würde, wäre er für eine Woche an Bundeskanzlerin Merkels Stelle. (ml)

Handwerk

Die Wirtschaftsmacht von nebenan

Stephan Schwarz

Das Handwerk beschäftigt in Deutschland rund fünf Millionen Men­schen – so viele, wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig. Und dennoch wird das Handwerk gerade von jungen Menschen kaum beachtet. Das spüren die Handwerksbetriebe vor allem, wenn es um Bewerber für die Ausbildung geht. Dann zeigt sich: Es gibt nicht genügend ausreichend qualifizierte Bewerber. Wir sprachen darüber mit Stephan Schwarz, dem Präsidenten der Berliner Hand­werks­kam­mer. Er sorgte im März bundesweit für Schlagzeilen, als er bei Maybrit Illner im ZDF über seine Erfahrungen mit Bewerbern und seine Schwierigkeiten sprach, offene Stellen zu besetzen. +++

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