Mobile Betriebssysteme, Teil 2

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Apps gibt es für alles …

Von Oliver Schonschek

Thema verpasst?

Bei der Suche nach einem geeigneten Smartphone fürs Geschäft ist Teil 1 dieser Serie beim Knackpunkt der Entscheidungsfindung angelangt: beim Betriebssystem. Es entscheidet wesentlich über die Funktionsbreite Ihres mobilen Endgeräts. Viele Funktionen und Apps sind nämlich nur für bestimmte Systeme verfügbar. Das zeigt bereits ein Blick auf die verschiedenen Marktplätze und App Stores.

Smartphones sind weitaus mehr als Mobiltelefone. Umfragen zeigen mit schöner Regelmäßigkeit, dass Marktdurchdringung und Nutzung mit den erweiterten Einsatzmöglichkeiten steigen. Telefonieren ist praktisch schon Nebensache. Wer ehedem ins Handy plauderte und SMS tippte, wischt mit dem Nachfolgemodell immer öfter ins Internet, um auf soziale Netzwerke zuzugreifen oder seinen Terminplaner zu befragen. Smartphones sind die Schweizer Taschenmesser des Digitalzeitalters geworden, wahre Allzweckgeräte, die eher als Minicomputer den als Fernsprechapparate zu sehen sind.

… aber nicht für alle

Fragen Sie sich am besten selbst, warum Sie ein Smartphone brauchen und nicht bei Ihrem bisherigen Handy bleiben. Ohne Zweifel wollen auch Sie die Funktionsvielfalt nutzen, für Ihr Geschäft und fürs Private. Die scheinbar unendlich reichen Funktionen basieren allerdings auf den Smartphone-Apps, auf den vorinstallierten, insbesondere aber auf den zusätzlichen Mobilanwendungen, die Sie nachinstallieren können.

Sie sollten sich klar machen, dass so manche App, die in Werbeanzeigen, auf Plakaten oder im Fernsehen angepriesen wird, gar nicht für jedes Smartphone verfügbar ist, genauer gesagt: nicht für jedes mobile Betriebssystem. Eine App, die Ihre Kollegin auf dem iPhone nutzt, muss noch lange nicht für BlackBerry oder Android verfügbar sein. In vielen Fällen ist sie es nicht.

Android ist klarer Marktführer

Es ist wie in vielen Bereichen der Wirtschaft: Apps werden hauptsächlich für diejenigen mobilen Betriebssysteme entwickelt und angeboten, die auch viele Endgeräte und Anwender haben. Wenn Sie also auf ein Modell und System setzen, das eine geringe Verbreitung hat, ist auch die Auswahl an Apps und damit die potenzielle Funktionsbreite des Smartphones geringer.

Die aktuellen Marktanteile der mobilen Betriebssysteme finden Sie z.B. bei Comscore und IDC. Laut IDC lag z.B. im zweiten Quartal 2012 der Marktanteil von Android, der innerhalb eines Jahres um 106,5 % gestiegen ist, bei 68,1 %. Damit ist das offene, von Google und Samsung forcierte System der eindeutige Platzhirsch.

Serie: Mobile Betriebssysteme

  • Teil 1 nimmt sich die Datenblätter der Geräte vor: Wichtig ist zuerst, was das Betriebssystem kann.
  • Teil 2 möchte das Handy als Mobilrechner nutzen: Jetzt geht es um Apps und darum, wo man sie findet.
  • Teil 3 soll schließlich die K.o.-Frage beantworten: Wie sicher sind geschäftliche Daten auf dem Smartphone?

Gerade wenn Sie für Ihr Unternehmen mehrere Geräte anschaffen wollen, lohnt sich eine eingehende Analyse der (potenziell) verfügbaren Funktionen. Schließlich wollen Sie die Mobilproduktivität steigern und die Arbeit nicht auch noch einschränken.

App Stores im Überblick

Je nach mobilem Betriebssystem gibt es als App-Bezugsquelle verschiedene Stores und Marktplätze,¹ deren Tisch auch unterschiedlich gedeckt ist. Die Liste ist keineswegs vollständig und man muss jederzeit damit rechnen, dass sich etliche Schauplätze umbenennen und/oder neu organisieren:

¹ in alphabetischer Reihenfolge

Fürs Geschäft und zum Vergnügen

Um es kurz zu machen: Sie werden für Android die meisten Apps und Bezugsquellen finden. Die größte Auswahl gibt es gegenwärtig für iPhones (iOS) und Android-Smartphones. Mit anderen Worten: Will man besonders flexibel und offen für neue Funktionen sein, wählt man ein iPhone oder ein Smartphone mit einer neuen Android-Version (ältere Versionen bedeuten in der Regel eine geringere Auswahl). Auch die Zahl der kostenlosen Apps für Android und Apple iOS kann überzeugen; auch darunter findet man viele hochwertige, professionelle Anwendungen.

Bei einem Smartphone mit Windows Phone ist die Palette dagegen deutlich geringer: Über 500.000 Apps fürs iPhone stehen rund 100.000 Windows Phone Apps gegenüber (Stand September 2012). Mit Windows Phone 8 allerdings will Microsoft die Zahl der Apps massiv steigern.

Fazit: Vielfältig, kostenlos – und sicher?

Bei der Vielzahl an kostenlosen Apps (laut BITKOM machen sie rund 88 % aus) stellt sich die Frage, wie sich solche Entwicklungen finanzieren. Wie viel Werbung muss man als Nutzer akzeptieren? Wie gehen die Apps mit den Nutzerdaten um? Auch bei der Sicherheit der mobilen Betriebssysteme bzw. Apps gibt es deutliche Unterschiede.

Im dritten und letzten Teil dieser Serie sollen deshalb Sicherheit und Datenschutz im Mittelpunkt stehen.

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