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Server-based Computing, Teil 1
Arbeitsplatzrechner ohne Verschleißteile laufen länger
Von Sabine Philipp
Sie sparen zwischen 20 und 40 % an Energiekosten im Vergleich zu normalen PC-Arbeitsplätzen, halten dreimal länger als Desktop-PCs und ersparen jede Menge Arbeit und Ärger. Die Rede ist von Thin Clients im Server-based Computing (SBC).
Der Trick von Server-based Computing besteht darin, dass alle Anwendungen ausschließlich auf dem Server installiert und ausgeführt werden. Der Anwender hat über seine Arbeitsstation einen individuell definierten Zugriff auf die jeweils benötigten Applikationen, ohne dass sie auf seinem Client lokal installiert wären. Zwischen Anwenderterminal und Server werden lediglich Tastatureingaben, Bildschirmdarstellungen und Mausklicks ausgetauscht. Unternehmen sparen nicht nur Zeit und Geld. Sie haben auch eine viel höhere Datensicherheit.
Auf einen Blick |
„Die heutigen SBC-Umgebungen haben wenig gemein mit den ,dummen‘ Green-Screen-Terminals von einst“, erklärt Oliver Bausch, Geschäftsführer der levigo systems gmbh. „Ganz im Gegenteil: Durch die intelligente Architektur und die moderne Streaming-Technologie lassen sich selbst anspruchsvollste Anwendungen wie z.B. aus dem CAD/CAM-Bereich ohne Performance- Einschränkungen zur Verfügung stellen und nutzen.“
Der Technische Informatiker fackelte nicht lange und stieg bereits während des Studiums (1992) als Unternehmer ins IT-Geschäft ein. Aus cogito entstand schließlich die levigo-Gruppe mit levigo systems, wo Oliver Bausch die Position des Geschäftsführers innehat. Das Unternehmen blickt heute bereits auf gute zehn Jahre Erfahrung im Umgang mit Thin Clients und den IT-Bedürfnissen im Mittelstand zurück.
Im Prinzip sind Thin Clients also Standard-PCs – nur ohne Festplatte und alle anderen drehenden Teile. Die Daten und ein Großteil des Betriebssystems liegen auf einem zentralen Rechner. Der Client ist an ein Netzwerk angeschlossen und beschränkt sich auf die Ein- und Ausgabe von Daten.
Schlank kommt günstiger
Der erste Vorteil liegt auf der Hand: Da die Rechner ohne Verschleißteile auskommen, halten sie viel länger. „Wir haben sogar noch Kunden, die mit den alten Networkstations, den Urgroßvätern der heutigen Thin Clients, aus den 1990ern arbeiten“, berichtet Bausch.
Daher kann hier vor allem beim zweiten Investitionszyklus Geld gespart werden. „Bei der Erstanschaffung ist der Thin Client mit ca. 300 Euro Kosten nicht wesentlich billiger als ein PC, der mit etwa 450 Euro zu Buche schlägt. Da normale PCs aber alle drei Jahre ausgetauscht oder aufgerüstet werden müssen, um den ständig steigenden Anforderungen gewachsen zu sein, spart man über die Laufzeit betrachtet doch einiges“, erklärt der Schwabe. Das Geld ist stattdessen als Investition in anständige Server besser aufgehoben.
Ein Handgriff genügt
Vor allem aber sparen Unternehmen laufende Administrationskosten, denn zeitaufwändige Installationen und individuelle Konfigurationen am Endanwenderarbeitsplatz entfallen. Die neue Office-Anwendung oder das Sicherheitsupdate muss nur einmal zentral am Server installiert werden und steht dann sofort den Nutzern zur Verfügung. Kommen neue Mitarbeiter ins Team oder ändern sich die Zugriffsrechte, ist mit wenigen Mausklicks der neue Status quo erreicht. Und da jeder Mitarbeiter nur die Programme bekommt, die er wirklich benötigt, ist auch die Kontrolle von Softwarelizenzen viel einfacher.
Auch im Supportfall kann die IT-Abteilung standortunabhängig und sofort Hilfe leisten. Das reduziert die Ausfallzeiten erheblich. Selbst unterschiedliche Clients können gemeinsam administriert werden.
In der UMSICHT-Studie haben die Forscher des Fraunhofer Instituts herausgefunden, dass sich jeder PC-Nutzer durchschnittlich 22 Stunden pro Jahr mit technischen Problemen auseinander setzen muss. „Das kostet nicht nur Arbeitszeit“, weiß Bausch, sondern auch: „Der Mitarbeiter arbeitet weniger effizient, was der Motivation auch nicht gerade zugänglich ist.“
- Wodurch SBC Effizienz und Sicherheit steigert, legt Teil 2 dieser Serie dar. Teil 3 befasst sich danach mit Anforderungen und Varianten.





