Smartphone-Apps auf dem PC

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Der Desktop tut wie ein Tablet

Von Oliver Schonschek

Thema verpasst?

Es gibt Apps, die sind so praktisch und gut, dass man sich schwarz ärgert – weil sie auf einem anderen System laufen. Nur für das eigene Smartphone gibt es sie nicht, von Notebook oder PC ganz zu schweigen. Diese Erfahrung haben Sie sicherlich auch schon mehrfach machen müssen. Das Ärgernis haben Entwickler erkannt, die nun damit beginnen, Apps auf andere Systeme zu übertragen.

Die App-Welt ist bekanntlich ungerecht. Für iPhone und iPad gibt es viele Anwendungen, die man auch auf anderen Systemen gerne hätte. Während die Situation für Android-Nutzer immer besser wird, haben hat man mit Windows Phone oft das Nachsehen. Apps werden eben insbesondere für die Smartphones entwickelt, die am meisten verbreitet sind.

Mit Windows 8 haben aber auch die Nutzer eines Microsoft-Desktop-Betriebssystems einen Fuß in der App-Welt: Neben den Windows-8-Tablets lassen sich auch klassische PCs und Notebooks nun mit den praktischen Helfern ausstatten. Nur: Die Anzahl der Angebote im App Store von Microsoft ist vergleichsweise gering. Der Wunsch nach zusätzlichen Optionen, wie man sie z.B. für Android-Tablets angeboten findet, bleibt deshalb bestehen.

App-Player sorgt für Nachschub

Tatsächlich lässt sich der Wunsch nach Android-Apps auf einem Windows-System mittlerweile erfüllen. Möglich wird dies durch die Installation eines speziellen App-Players. Er sorgt letztlich für ein virtuelles Android-System auf dem Windows-Rechner.

Der BlueStacks App Player lässt Android-Apps z.B. auf Windows 7 und Windows 8 laufen, aber auch auf Apple-Computern. Damit stehen auf den neuen Windows-8-Rechnern, die bislang mit einer kleinen Schar an Apps auskommen müssen, mit einem Schlag Hunderttausende von Android-Apps zur Verfügung.

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E-Book am Online-Kiosk

Was Apps fürs Business leisten können, erklärt Oliver Schonschek kompakt und genau im E-Book „Geschäfte mit mobilen Apps“, das Sie on­line im Zeit­schriften­kiosk des Mittel­standsWiki bekommen.

Die Lösung ist mehr als nützliches Seitenstück; sie bedient ein tief gefühltes Kundenbedürfnis. Der BlueStacks App Player schlägt die Brücke zwischen Desktop- und Mobilsystemen. Dieses Konzept ist so interessant, dass PC-Anbieter wie Asus, MSI und Lenovo den BlueStacks App Player bereits ab Werk ausliefern.

Geräteabgleich über die Cloud
Mit BlueStacks Cloud Connect lassen sich sogar die Apps zwischen einem Android-Smartphone und einem Windows-PC synchronisieren: Alle Apps, die Sie mobil nutzen, finden Sie dann dank Cloud-Verbindung auch auf Ihrem Festrechner. (Natürlich kann man mit dem BlueStacks App Player auch ohne Cloud seine Smartphone-Apps durch Einzelinstallation auf dem PC nachbilden.)

Plattformübergreifend zerstört Monopole

Die Entwicklung lässt darauf schließen, dass der Markt für Mobilgeräte noch einmal gewaltig in Bewegung geraten wird. Verfahren, die Apps von definierten Betriebssystemen entkoppeln, machen aufwendige Portierungen letztlich überflüssig. Apps werden dadurch plattformunabhängig und die Zahl der möglichen Nutzer steigt deutlich an – für Entwickler und für Anwender eine gleichermaßen erfreuliche Aussicht. Für die Hersteller mobiler Betriebssysteme und Endgeräte bedeutet dies jedoch, dass App-bedingte Wettbewerbsvorteile langsam wegfallen. Dann kann man z.B. ein Windows-Tablet kaufen, ohne in der App-Nutzung herbe Einschnitte zu befürchten.

Fazit: Ich weiß, wo dein Bett wohnt

Datenschützern stehen bei solchen Szenarien freilich die Haare zu Berge. Sie wissen zu gut um das notorisch laxe Sicherheitsverhalten von Mobilsurfern und Smartphone-Besitzern Bescheid. Es gilt jedoch: Wo Apps plattformübergreifend funktionieren, können auch die Nutzerdaten über Gerätegrenzen hinweg nachverfolgt werden – wenn die Apps nicht datenschutzfreundlich genug sind. Die Identifizierbarkeit der App-Anwender sollte in Zukunft also noch sicherer ausgeschlossen werden können, damit nicht Smartphone- und PC-Einsatz zusammen zum noch transparenteren Nutzer führen.

Nützliche Links

Hinweise zum notwendigen Datenschutz bei Apps liefert z.B. ein (englischsprachiger) aktueller Report der Artikel 29-Gruppe.

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3 Kommentare:

  1. Martin schrieb am 21.03.2013, 14:38 Uhr:

    Ja, endlich wird mal unterbewusst gegen die App-Monopolisierung vorgegangen. Danke für den Tipp, kannte ich in der Form auch noch nicht und kann nun endlich mal einige Apps ausprobieren, bevor ich mir damit mein Smartphone zumülle.

  2. Oli schrieb am 19.03.2013, 11:20 Uhr:

    Über genau dieses Thema habe ich mich schon öfters geärgert. Selbst wenn man in der „Apfel-Welt“ bleibt, gibt es schon Kompatiblitätsprobleme. Gewisse kleine Tools, die ich auf meinem iPad & iPhone nutze, kann ich nicht auf meinem MacBook verwenden. Sprich: iOS/MacOS sind zwei völiig unterschiedliche Welten. Beide Systeme sind für ihren Zweck gut aufgestellt, sollten jedoch näher zusammenrücken. Viele kleine Dinge könnte man hier vielleicht schon lösen, wenn man ein ordentliches Dateiverwaltungssystem auf mobilen Apfelgeräten hat. Just my 2 cents! :) Oli

  3. Marco schrieb am 18.03.2013, 14:25 Uhr:

    Hey, die „VM“ von Bluestack für Android Apps habe ich auch schon seit einiger Zeit. Funktioniert einwandfrei. Anfangs dachte ich, dass es Probleme damit geben wird, aber dem ist nicht so. Habe mir gleich als erste App WhatsApp installiert und siehe da, es funktioniert ohne Probleme. Musste mir einen Code per SMS zuschicken lassen und den WhatsApp-Messenger freischalten. Dann konnte ich auf alle Chats zugreifen und chatten.

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