Kommentar
Wir wünschen unseren Lesern …

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor fast genau einem Jahr fiel uns auf, dass wir immer häufiger Pressemitteilungen zu den Themen Klimaschutz, Umwelttechnik, Elektroautos und Nachhaltigkeit von Beratungs­un­ter­neh­men und Wirtschaftsinstituten erhielten, die noch zwei, drei Jahre zuvor diese Themen weit von sich gewiesen hätten. Damit war klar, dass Ökothemen nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in der klassischen Wirtschaft angekommen waren.

Eine zweite Beobachtung schien die erste zu bestätigen: Immer häufiger wurden uns große Investitionen in den genannten Bereichen gemeldet. Die Märkte für Erneuerbare Energien, Elektromobilität und Ökoprodukte schienen für viele Investoren nun nicht mehr nur interessant zu sein (wie schon seit Jahren), sondern sogar vorrangig in Erwägung gezogen zu werden. Unternehmen, die sich umweltbewusst gaben, stiegen nun auch im Rating.

Ende Januar 2010 gestalteten wir deshalb das Finanzjournal in den heutigen Energiemarkt-Ticker um. Denn der Hunger der Welt nach Energie war im Guten wie im Bösen der gemeinsame Nenner hinter all diesen Entwicklungen. Heute sind wir uns mehr denn je sicher, dass Energie mindestens die nächsten fünfzig Jahre sowohl in der Wirtschaft als auch in der Weltpolitik eine wichtige, wenn nicht gar die wichtigste Rolle spielen wird. Der Kampf um Energie wird noch mehr als heute die Geopolitik diktieren und neue Konfrontationen schaffen, aber auch die Wissenschaft und Technik beflügeln – so, wie einst der Kalte Krieg die Raumfahrt.

Unser Ziel ist es, Sie an dieser Stelle möglichst neutral und ohne missionarische Untertöne über die wichtigsten Entwicklungen rund um Energie zu informieren. Dabei werden Zweifler an der Klimakatastrophentheorie ebenso zu Wort kommen, wie Anhänger, Ökogewinner ebenso wie Ökoverlierer. Wir werden Sie über Förderprogramme und Forschungsprojekte, über umweltgerechte Produkte und umweltpolitische Entscheidungen, aber auch über deren Kosten und unsinnige Auswüchse informieren.

Wir wollen Sie damit in die Lage versetzen, in Umweltschutzprojekte, Klimatechniken, Ökoproduktionen und Mobilitätssysteme sachgerecht und gewinnbringend investieren zu können, sei es als Investor, als Unternehmer oder auch nur als Konsument und Häuslebauer. Das versprechen wir für 2011.

Auf ein gesundes neues Jahr!
Ihr Energie-Blogger
Michael J. M. Lang