Mittelstand im Internet - Verzeichnisse

Stand: 4. November 2009
Mittelstand im Internet – wo es brauchbare Informationen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) online gibt. Ein Überblick in 6 Teilen:
Zusammenfassung General Interest Finanzen Recht Verzeichnisse Blogs

Bewährte Datenbanken und neue Verteiler

Von Reinhard Gloggengiesser

In diesem Teil unserer Serie Mittelstand im Internet geht es um Verzeichnisse. Wer schon öfter nach Lieferanten gesucht hat oder viel mit Ausschreibungen zu tun bekommt, der weiß, dass sich hier ein paar ausgewählte Spezialisten als brauchbare Quellen bewährt haben.

Auf einen Blick

Wo bekomme ich Aufträge her? Wer liefert Waren, Materialien, Teile und Maschinen? Diese Fragen beantworten Webdatenbanken, die teilweise sogar kostenlos angeboten werden.

Lieferantenverzeichnisse

Diese Sites leben in erster Linie von umfangreichen Datensammlungen und intelligenten Suchmöglichkeiten. Kein Wunder, dass die guten Adressen hier die schon seit Jahrzehnten etablierten Verzeichnisanbieter sind:

  • Wer liefert was? kommt mit einem recht spartanischen Interface daher, beeindruckt dann aber mit einer extrem umfangreichen Datenbank von Firmeneinträgen. Nachteil: Das Ranking der Fundstellen hängt davon ab, wie viel die inserierende Firma an „Wer liefert was?“ bezahlt.
  • Nicht ganz so umfangreich, aber von der Usability etwas transparenter präsentiert sich der Sachon BDI-Einkaufsführer, mit alphabetisch geordneten Einträgen.
  • Der dritte große Anbieter von Firmen- und Produktinformationen ist die Hoppenstedt Publishing GmbH mit ihren Portalen für Maschinenbau, Guss- und Kunststoff sowie Mess-, Regel- und Automatisierungstechnik. Alle erreichbar unter www.produktinformationen.com.
  • Für Händler interessant ist das Portal Zentrada, auf dem Lieferanten Konsumgüter aller Art zu Großhandelskonditionen anbieten. Die Nutzung ist kostenpflichtig (ab 74 Euro/Jahr).
  • Weitere umfangreiche Herstellerverzeichnisse findet man auf den Webseiten der deutschen Messegesellschaften, z.B. der Hannover Messe, der Messe Frankfurt oder der Messe München und deren Unterseiten zu den einschlägigen Fachmessen.

Ausschreibungsdatenbanken

Für viele Bereiche des Mittelstands sind sie ein unverzichtbares Mittel, um Kunden zu akquirieren. So sind zum Beispiel europaweit alle öffentlichen Auftraggeber verpflichtet, ihre Ausschreibungen online zu veröffentlichen. Doch auch viele private und gewerbliche Ausschreibungen lassen sich online recherchieren. Der Haken dabei: Die Recherchen sind zwar häufig kostenlos, genaue Ausschreibungsunterlagen und Kontaktadressen erhält man aber erst gegen Bezahlung.

Die Länder haben seit 19. September 2007 ihre Ausschreibungsdatenbanken gebündelt: Über das Portal Vergabe24 ist jetzt im Abonnement eine umfassende Recherche im Deutschen Ausschreibungsblatt, beim Ausschreibungs-ABC, im Staatsanzeiger Online Logistik und bei Ausschreibungen Online Thüringen möglich. Das Ganze funktioniert auch in Form von E-Vergabe per Elektronischer Signatur.

Wer nicht so einen hohen Bedarf hat, kann beim Vergabereport die Details von recherchierten öffentlichen Ausschreibungen einzeln (für 1,80 Euro) erwerben.

Fazit: Detailabfrage gegen Aufpreis

Verzeichnisse und Datenbanken für KMU-Bedürfnisse gehören zur am besten organisierten Sparte von Informationsquellen: ohne Schnickschnack, ohne Geschwätz, aber eben kostenpflichtig, wo es interessant und lukrativ wird.

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