Microsite: Service-Oriented Architecture, Teil 1
Business-Bausteine arbeiten effektiver
Von Peter Riedlberger im Auftrag von Oracle Deutschland
Wenn von SOA die Rede ist, nickt man lieber wissend. Viele Unternehmer erinnern sich sogar, dass das Kürzel Service-Oriented Architecture bedeutet, also „serviceorientierte Architektur“. Die Frage ist nur: Was ist das eigentlich? Und vor allem: Was bringt es dem Betrieb?
Der Schlüssel zum Verständnis liegt im Wort „Service“. Wem klar ist, was ein Service ist, der versteht auch, was SOA soll.
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Service als Leistung verstehen
Ein Service ist ein Stück Software, und zwar eines, das eine bestimmte, klar umrissene Funktion verrichtet. Er könnte etwa einen Zahlungsvorgang durchführen, eine Wettervorhersage abfragen oder die Liste der möglichen Flüge einer Gesellschaft am Tag X bereitstellen.
Gemeint ist also kein vollständiges Programm (keine Applikation), denn ein solcher „Dienst“ verrichtet nur einen Teilaspekt. Und ein Service ist auch keine Softwarekomponente (Klasse), denn im Vergleich dazu ist er auf etwas höherer Ebene angesiedelt. Während Softwarekomponenten aus der Sicht eines Entwicklers gedacht sind und relativ kleine Elemente darstellen („allgemeine Abfrage einer Datenbank“), orientieren sich Services an handfesten kaufmännischen Erfordernissen.
| Serie: Service-Oriented Architecture |
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Genau das ist für Unternehmer das Entscheidende: dass Services sich an den praktischen Bedürfnissen von Handel und Dienstleistung ausrichten und der gedanklichen Logik von Geschäftsabläufen folgen. Man könnte „Service“ also so definieren: als die kleinstmöglichen Bausteine, aus denen sich geschäftliche Abläufe sinnvoll zusammensetzen lassen.
Fixe Module verwenden
Im nächsten Schritt geht es darum, aus solchen Elementarteilchen eine ganze funktionsfähige Architektur zu konstruieren. Damit dies problemlos funktioniert, müssen Services zwei ganz wesentliche Voraussetzungen erfüllen:
- Sie müssen in sich abgeschlossen (gekapselt) sein, damit man sie ohne Rücksicht auf Abhängigkeiten auch an anderer Stelle einsetzen kann.
- Nach außen hin müssen die Dienste quasi als Black Box erscheinen. Der Benutzer soll unbehelligt bleiben von den Abläufen im Inneren. Er liefert seine Eingabe in einem bestimmten Format und erhält seine Ausgabe in einem bestimmten Format – mehr braucht ihn nicht zu interessieren. Das erlaubt es nämlich, den Kode zu ändern (oder gar einen komplett neuen Service eines anderen Herstellers einzusetzen), ohne dass man die übrigen Dienste in irgendeiner Art und Weise anpassen müsste. Wichtig ist nur, dass die Standards für Ein- und Ausgabe unverändert bleiben.
Architektur aus Elementen bilden
Früher war es üblich, dass Unternehmen ihre Software in Form von monolithischen Applikationen gestalteten. Das Problem: Änderten sich dann etwa die Zahlungsmodalitäten (z.B. weil nunmehr auch Kreditkartenzahlungen akzeptiert wurden), musste ein teurer Entwickler dies direkt im Kode der Applikation anpassen – und möglicherweise sogar in mehreren verschiedenen Anwendungen. Daher lagert man solche Teilfunktionen schon längst in einzelne Module, also Services, aus, die man separat anpassen kann. Dann ist das Problem auf einen Schlag für das ganze Unternehmen gelöst.
Der konsequente nächste Schritt besteht nun darin, die gesamte Systemarchitektur komplett auf Services umzustellen. Alles, was dann in der IT geschieht, passiert im Zusammenspiel aus einzelnen, gekapselten Diensten, die sich nötigenfalls separat und ohne Reibungsprobleme modifizieren lassen. Genau das ist eine SOA, eine Service-Oriented Architecture.
| Oracle kurz vorgestellt |
Oracle ist ein Softwareanbieter, der Unternehmen erfolgreich dabei unterstützt, ihre Kommunikation zu verbessern und Prozesse intelligent zu integrieren. Als Spezialist für standardisierte Lösungen kann Oracle auf jahrzehntelange Erfahrung und die Zusammenarbeit mit starken Partnern bauen. Ausbaufähige Module oder ganze Architekturen optimieren die gesamten Abläufe, so dass auch kleine und mittlere Unternehmen im globalen Wettbewerb erfolgreich bestehen können.
Oracle Database: Eines der bekanntesten Produkte ist nach wie vor Oracle Database. Das Datenbanksystem hält Informationen sicher parat, liefert die Reaktionszeiten, die Kunden heute fordern, und verringert kostspielige Ausfallzeiten. Real Application Clusters sorgt für hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit bei niedrigen Kosten. Die aktuelle Version Oracle Database 11g ist die erste speziell für Grid Computing konzipierte Datenbank. Gegenüber seinen Vorgängern bietet 11g ungeahnte Performance für Windows, Linux und Unix-Server. Binärdaten werden nicht nur schnell geschrieben und gelesen, sondern durch ein neues Kompressionsverfahren gleichzeitig um die Hälfte bis auf ein Drittel der Größe reduziert. Und: Oracle Database 11g macht Unternehmen fit für weiteres Wachstum. Ohne eine einzelne Zeile Codeänderung lässt sich 11g vom Einzelserver zu Grid-Computing migrieren. Oracle Database ist für große, kleine und mittelständische Unternehmen gleichermaßen geeignet – schließlich sind Verfügbarkeit und Performance bei straffen Strukturen nicht weniger wichtig. Informationsmanagement und Prozessteuerung: Die Produktlinien Oracle E-Business Suite und PeopleSoft Enterprise, JD Edwards EnterpriseOne und JD Edwards World, Siebel und Hyperion sind speziell für die Bereiche Corporate Performance Management, Customer Relationship Management, Financial Management, Human Capital Management, Procurement, Project Management und Supply Chain Management ausgelegt. Unternehmen aller Art gewinnen damit eine bessere Informationsgrundlage und können entscheidende Prozesse gezielt beeinflussen. „Oracle ist doch nur für Großkonzerne geeignet.“ – Dieses gängige Vorurteil widerlegt Oracle jeden Tag: mit skalierbaren, modularen und daher bezahlbaren Lösungen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können kompakt anfangen und nach Bedarf erweitern. ORACLE Deutschland GmbH, Hauptverwaltung, Riesstraße 25, D-80992 München
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Es liegt auf der Hand, dass eine SOA umso leistungsfähiger ist, je besser die Services konstruiert sind. Das wichtigste Gestaltungsprinzip ist natürlich die Mehrfachverwendbarkeit: Was sich in verschiedenen Abteilungen einsetzen lässt, senkt in der Summe die Entwicklungskosten und später den Aufwand bei der Wartung. Zugleich sollte die Zahl der Einheiten möglichst klein sein, denn die Sache wird nur unnötig komplex, wenn man zusammenhängende Teile desselben Geschäftsablaufs in zwei Module zerbricht, obwohl es das gar nicht braucht.
Fazit: SOA denkt wie das Geschäft
Seit einiger Zeit gibt es verstärkte Bemühungen, IT-Architekturen endlich so einzurichten, dass die Ergebnisse nicht nur Spezialisten etwas sagen, sondern direkt auf kaufmännische Bedürfnisse antworten. Dazu gehört Business Intelligence mit flexiblen Lösungen ebenso wie moderne ERP-Systeme. Service-Oriented Architecture zielt in dieselbe Richtung, ist allerdings umfassender gedacht, enorm flexibel und kann sämtlichen Unternehmensabläufen entsprechend mehr Dampf machen. Allerdings erfordert die Idee auch eine clevere Umsetzung. Wie die aussehen sollte, zeigt Teil 2 dieser Themenserie.
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