Proprietäre Datenformate stellen ein Risiko dar

Eine Warnung des deutschen Consultingunternehmen Eurospace vor dem Einsatz des Internet-Telefon-Programms (VoIP-Dienst) »Skype for Business« in Unternehmen verursacht derzeit einige Aufregung. Die Hauptvorwürfe, Skype stelle erstens ein Sicherheitsrisiko dar und verwende zweitens keine anerkannten Standards, sind auf den ersten Blick aus technischer Sicht gerechtfertigt. +++

Bürokratieabbaugesetz muss verbessert werden

Die Kompetenzen des Normenkontrollrats zum Bürokratieabbau müssten ausgeweitet werden, um effektiv arbeiten zu können, mahnt Markus Guhl, Bundesgeschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Wirtschaftlicher Mittelstand (AWM), anlässlich der Ausschussanhörung des Deutschen Bundestags. »Der Normenkontrollrat braucht die Möglichkeit, sämtliche Gesetzesvorhaben von Bundesregierung und Bundestag in seinen bürokratischen Auswirkungen zu bewerten«, fordert Guhl. »Der von der Bundesregierung geplante Maulkorb, etwa im Bereich des Arbeitsrechts, verhindert eine echte Auseinandersetzung bezüglich der bürokratischen Folgekosten von jedwedem politischen Handeln«. +++

Das gute Konsumklima regt zum Kaufen an

Im Monat Mai hat sich die Konsumstimmung der deutschen Verbraucher erneut erheblich verbessert. Das ist das Ergebnis der gestern vorgestellten Konsumklimastudie für Mai 2006 des GfK-Instituts. Die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung sind so hoch wie letztmals vor fünf Jahren. Der Indikator für die Anschaffungsneigung ist höher als je zuvor. Auch die Erwartungen an die persönliche Einkommensentwicklung sind etwas gestiegen, allerdings nur in den alten Bundesländern. Die insgesamt gute Entwicklung der Einzelindikatoren wirkte sich auch positiv auf das Konsumklima aus: Nach 5,8 Punkten im Mai prognostiziert der Gesamtindikator für Juni einen Wert von 6,8 Punkten. +++

Immaterielles Leasing überbrückt Finanzierungslücke

Eine pfiffige Lösung für Finanzierungslücken bei Zulieferbetrieben beschreibt die Autorin Marlene Brockmann in der Financial Times Deutschland (FTD). Besonders Zulieferbetriebe schlügen sich immer öfter mit Finanzierungsproblemen herum, beklagt die Autorin. Zwar profitierten diese von der zunehmenden Auslagerung von Entwicklungsleistungen durch die Auftraggeber, allerdings um den Preis, die Risiken und Vorlaufkosten bis zur Lieferung übernehmen zu müssen. Die Entwicklungskosten würden oft erst durch die Bezahlung für gelieferte neue Produkte oder durch Lizenzeinnahmen wieder gedeckt. Bis dahin aber belasteten die Vorlaufkosten die Bilanz und damit das Rating am Kapitalmarkt. Im schlimmsten Fall entstehe sogar eine die Existenz gefährdende Lücke in der Liquidität. +++

Studie analysiert IT-Gehälter im Mittelstand

In der IT werden 2006 wieder höhere Gehälter gezahlt. Vor allem Beschäftigte im Mittelstand sowie erfahrene Kräfte verdienen mehr. Das geht aus der aktuellen Studie über Gehälter im IT-Mittelstand der  Computerwoche hervor, die am Sonntag vorstellt wurde. +++

Konkurrenz aus Schwellenländern wird unterschätzt

Deutsche Unternehmen sehen sich verstärkt im eigenen Land mit neuen Wettbewerbern aus Niedrigkostenländern, vor allem aus Asien konfrontiert. Das ist das alarmierende Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG). Sie stellt die »100 New Global Challengers« aus China, Indien, Brasilien und Mexiko vor, die zum Sprung nach Europa ansetzen. +++

Bundesgerichtshof hebt Markenschutz der FIFA auf

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat den von der FIFA beanspruchten Markenschutz für die Worte "Fußball WM 2006" und "WM 2006" aufgehoben. "Dank des BGH-Urteils dürfen nicht nur alle Bildschirm- oder Notebook-Anbieter, sondern auch jeder beliebige Baumarkt oder Pizzabäcker mit der WM werben, ohne Abmahnungen und einstweilige Verfügungen befürchten zu müssen", meldet unter anderem die neue Zeitschrift für ITK-Marketing "target:IT", die es auf Papier und als PDF zum Download gibt. Der von der FIFA zugesagte Sponsorenschutz sei missglückt. Die BGH-Richter befanden, dass die sprachlichen Bezeichnungen des Sportereignisses nicht als Marke gelten können, da ihr die nötige Kennzeichnungs- und Unterscheidungskraft fehle (siehe auch "Zur Fußball-WM drohen Abmahnungen und Lizenzkosten" sowie "WM-Übertragungen in Unternehmen sind umstritten"). ENGLISH

Letzter Aufruf zum Mittelstandsprogramm 2006

Nur noch wenige Tage, nämlich bis zum 31. Mai können KMU bei der Förderinitiative Mittelstandsprogramm 2006 mitmachen und über 1.500 Förderpreise im Wert von rund 2,3 Millionen Euro gewinnen. Die Preise werden von Sponsoren bereitgestellt. Die Preisverleihung der Hauptförderpreise findet am 21. Juni im Schloss Karlsruhe statt. +++

Mittelstand besinnt sich auf eigene Kraft

Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) beklagt in der aktuellen Ausgabe von »Der NRW-Mittelstand«, dass klassische Konjunktur- und Marktprognosen lediglich von den vorhandenen Strukturen ausgehen und strukturelle Veränderungen außer Acht lassen. Eine gegenwärtig stattfindende Strukturveränderung bestehe darin, dass durch osteuropäische Fabriken längst nicht mehr nur arbeitsintensive Produkte erzeugt, sondern auch Engineering, Vertrieb und Marketing angeboten werden. +++

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