WiMAX-Netzaufbau und das Handwerk

Saubere Funknetzplanung liefert die Vorgaben

Von Dr. rer. nat. Jürgen Kaack, STZ-Consulting Group

Für den Aufbau der WiMAX-Netzinfrastruktur müssen Sender installiert und über Basisstationen und Gateways an ein Backbone-Netz angebunden werden. Hierzu werden genau wie im Mobilfunk qualifizierte Fachunternehmen vor Ort eingesetzt. Allerdings bleibt die Zahl der Sendestationen eher klein; pro Ortschaft oder Stadtteil reichen in der Regel ein bis zwei davon aus. Die Montage und Verkabelung von WiMAX-Basisstationen und -Antennen kann nur von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden, die eine Ausbildung in der Montage derartiger Systeme sowie im Idealfall eine Zertifizierung durch den jeweiligen Systemhersteller vorweisen können.

Sendermontage

Voraussetzung für die Montage und Inbetriebnahme von Basisstation und Antennen ist eine Planung, aus der für den Monteur wichtige Angaben wie Ausrichtung und Downtilt der Antenne hervorgehen – eine Vorleistung vom Systemlieferanten, dem anbietenden Systemintegrator oder einem unabhängigen Funknetzplanungsspezialisten. Der Zeitaufwand für die Montage ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten (Turm, Gebäudedach o.Ä.) am Standort der Basisstation und der Antennen. Indikativ können für eine Basisstation fünf bis sieben Stunden pro Sektor angenommen werden.

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Schwarz auf Weiß
Eine aus­führliche Dar­stellung zum Thema Daten­funk gibt Dr. Jürgen Kaack im Rat­geber „WiMAX, WLAN, UMTS – Funk als Alternative zu DSL“, den Sie online im Presse­zentrum des MittelstandsWiki bekommen.

Teilnehmerstationen

Bei den Teilnehmerstationen ist in der Regel kein speziell ausgebildetes Personal erforderlich. Die Indoor-Funkmodems und Antennen können in den meisten Fällen vom Kunden selbst installiert und in Betrieb genommen werden. Outdoor-Einrichtungen (z.B. Wandantennen) montiert ein Elektroinstallateur. Der Zeitaufwand hierfür liegt bei zwei bis vier Stunden. (Diese Tätigkeit ist vergleichbar der Montage einer Satellitenanlage.) Selbstverständlich müssen hierbei die Vorschriften hinsichtlich Blitzschutz und Erdung beachtet werden.

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