IHK-Umfrageergebnis
Zahl der Auslandsengagements steigt wieder

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Die Zahl der mittelständischen deutschen Unternehmen, die im Ausland investieren, steigt wieder. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Die Umfrageergebnisse lassen erwarten, dass sich allein im Jahr 2010 rund 900.000 kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten im Ausland engagieren werden. Das sind 150.000 mehr als im Krisenjahr 2009 und sogar mehr als in der letzten Hochphase 2005 bis 2008. „Im Vordergrund stehen dabei zumeist der Aufbau von Vertriebsstellen und der Kundendienst“, erläutert DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben die Zahlen.

Kos­ten­grün­de spielen laut Wansleben derzeit „eine weniger bedeutende Rolle“ für die Auslandsaktivitäten. Unter anderem deshalb geht mit dem verstärkten Aus­lands­en­gage­ment im Mittelstand immer seltener eine Verlagerung der Arbeitsplätze einher. Mittelständler mit Auslandsinvestitionen sind laut Wansleben auch im Inland bei ihren Beschäftigungsplänen expansiver als andere Unternehmen. Entsprechend tragen gerade die auslandsaktiven Mittelständler zur überraschend stabilen Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt bei.

Vor allem Mittelständler der Chemie- und der Elektro-Industrie wollen 2010 im Ausland investieren. Gerade in diesen Branchen befinden sich viele mittelständische Hidden Champions, die sich mit hochspezialisierten Produkten und passgenauem Kundenservice weltweit vordere Plätze in Nischenmärkten erarbeitet haben.

Gefahren für ihre Geschäftsentwicklung sehen die auslandsaktiven Unternehmen in der unsicheren Entwicklung der Arbeitskosten, in steigenden Energie- und Rohstoffpreisen sowie Finanzierungsproblemen.

Wechselkursrisiken spielen für größere Unternehmen eine stärkere Rolle als für den Mittelstand, der sich vornehmlich in den Ländern der Euro-Zone engagiert. China und die weiteren asiatischen Märkte nehmen in ihrer Bedeutung als Zielregionen jedoch auch für den Mittelstand zu.

Seltener als in den Vorjahren wählen kleine und mittlere Unternehmen dagegen Südosteuropa und die der EU seit 2004 beigetretenen Staaten als Investitionsstandort.

Die Ergebnisse der Umfrage Mittelstand ergreift Chancen im Ausland stehen als kostenloser Download zur Verfügung.

(DIHK/ml)