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Morpheus-Technologie: Hybridbetrieb vereinfacht Hypervisor-Migration

Der Virtualisierungsmarkt ist stark zersplittert, und viele Unternehmen suchen nach Alternativen zu etablierten Hypervisoren. HPE hat mit VME ein eigenes Produkt ins Rennen geschickt – mit ambitionierten Zielen und einigen Stolpersteinen.

Im Podcast „IT auf die Ohren – IT Tech“ sprechen Oliver Auf der Heide von der IOK und Marcel Bücker von HPE über den aktuellen Stand der Virtualisierungslösung HPE VME. Die basiert auf der 2024 übernommenen Software von Morpheus Data und wurde seitdem als strategisches Produkt weiterentwickelt. Bücker betont, dass HPE VME 90 Prozent aller Features abdecke, die Administratoren für den stabilen Betrieb einer Virtualisierungsplattform benötigen.

Feature-Set: Eine einzige Version liefert alles mit

Dazu gehören Live-Migration virtueller Maschinen, High Availability, Storage-Migration im laufenden Betrieb und ein automatisiertes Load Balancing namens „Distributed Workload Placement“. Im Gegensatz zu den Wettbewerbern stecken alle Funktionen in einer einzigen Produktversion – ohne kostenpflichtige Upgrades. Auf der Heide sieht darin sogar eine Übererfüllung der Anforderungen vieler Mittelstandskunden.

Allerdings räumt Bücker ein, dass die Installationsroutine anfangs Schwierigkeiten bereitete. Erst mit dem Universal Installer in Version 8.0.8 sei der Prozess deutlich einfacher geworden. Auf der Heide ergänzt, dass etablierte Anbieter 20 Jahre Vorsprung bei der Installationsreife hätten – gemessen daran sei HPE in gut zwei Jahren weit gekommen. Beide empfehlen, vor der Installation die Netzwerkarchitektur sorgfältig zu planen, DNS-Einträge vorzubereiten und sich mit erfahrenen Partnern abzustimmen.

Drittanbieter-Support: Back-up-Hersteller steigen ein

Ein häufiger Einwand betrifft die Langlebigkeit des Produkts. HPE nutzt VME auch intern für eigene Appliances – ein Indiz dafür, dass das Produkt nicht kurzfristig eingestellt wird. Zudem unterstützen bereits Back-up-Anbieter wie Commvault und Veeam die Plattform. Die HPE Qualification Matrix listet zudem validierte Hardware anderer Hersteller auf, darunter Server und Storage-Systeme von Wettbewerbern.

Für Unternehmen, deren Fachanwendungen noch nicht HPE-VME-zertifiziert sind, empfiehlt Auf der Heide einen Hybridbetrieb: VME verwaltet dann parallel auch bestehende VMware-Umgebungen über eine zentrale Oberfläche. Alle Details und Praxistipps zur Installation und Netzwerkplanung liefert die aktuelle Podcast-Folge von „IT auf die Ohren – IT Tech“.

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