Multimedia Messaging Service

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Telefonieren mit Bildern

Von Hans Klumbies

Multimedia Messaging Services (MMS) sind eine Weiterentwicklung der Bild- und Textübertragung in Mobilfunknetzen per SMS. Über MMS verschicken Handy-Nutzer unterschiedliche Medien wie Texte, Bilder, Animationen, Video- und Audiosequenzen, die sie zu einer multimedialen Nachricht zusammengestellt haben.

Technologisch fungiert MMS als Lösung auf IP-Basis für die Übertragung der Inhalte über verschiedene mobile Endgeräte hinweg. SMS und MMS sind vom Aufbau her ähnlich konzipiert. Der Unterschied liegt im Informationsgehalt und in der Trägertechnik. Während eine SMS eine Länge von maximal 160 Zeichen gestattet, umfasst das Datenvolumen von MMS-Nachrichten mehrere KByte.

Service-Ebenen

Die Telekommunikationsnetzbetreiber richten MMS-Dienste in drei verschiedenen Service-Ebenen ein. Der „Store-and-Forward-Basismodus“ erlaubt den Einstieg über Endgeräte, die MMS-kompatibel sind. Das zentrales Element des „Access-Modus“ ist die Netzwerkmailbox: Sie speichert MMS-Inhalte und ermöglicht Abrufe über mobile Geräte oder PCs. Teilnehmer können über jedes Endgerät, in das ein Browser integriert ist, wie bei WAP-Telefonen, PDAs oder Computern, multimediale Nachrichten versenden und empfangen. Im UMMS-Modus (Unified Multimedia Messaging Service) stehen zusätzliche Funktionen zur Verfügung; hier ist der zentrale Zugriff auf alle Arten von Nachrichten wie Multimedia, E-Mail, Voicemail sowie Fax möglich.

Übertragungswege

MMS ist unabhängig vom Trägermedium, kann also außer über GPRS und UMTS ebenso per CSD, HSCSD, Bluetooth oder Wireless LAN übertragen werden. Die Endgeräte können sehr verschiedene Eigenschaften haben. Sie haben verschiedene Bildschirmauflösungen, unterstützen unterschiedliche Formate im Multimediabereich oder kommunizieren auf verschiedene Art und Weise. Wegen diesen Unterschieden wird Transcoding eingesetzt, um ein Format in ein anderes umzuwandeln, das vom Empfänger dargestellt werden kann.

Konfiguration

Um den MMS-Dienst nutzen zu können, muss der entsprechende Datenzugang des jeweiligen Netzbetreibers zuerst konfiguriert werden. Hat man das Handy bei seinem Netzbetreiber gekauft, ist die Konfiguration in den meisten Fällen schon vorprogrammiert. Ansonsten ist es möglich, die Daten manuell einzugeben. Alternativ bieten die Netzbetreiber und Handy-Hersteller die Einstelldaten auch per Daten-SMS an, die per SMS oder via Internet abrufbar sind. Die Daten-SMS wird im Handy abgespeichert und zur Verwendung ausgewählt.

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