Skalierung

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Was sich mit dem Maßstab ändert

Von Christine Lendt

Bei einer Skalierung geht es immer um die Anpassung von Größen. Der Begriff ist vor allem in der IT gebräuchlich. In der Text- und Bildverarbeitung werden z.B. Schriften, Grafiken oder Teile von Zeichnungen skaliert. Hier erfolgt die Skalierung in ein, zwei oder (bei 3D-Abbildungen) drei Koordinaten.

Leistung und Ressourcen

Skalierung beschreibt außerdem die Anpassungsfähigkeit einer Software bei Änderung der Anforderungen, z.B. bezüglich ihres Bedarfs an Ressourcen bei steigender Eingabe: Eine Produkt ist gut skalierbar, wenn es bei einer Leistung (Nennlast) etwa mit der gleichen Menge an Ressourcen auskommt. Schlecht skalierbar ist es dagegen, wenn es ein Vielfaches der Last an Ressourcen benötigt: Das kann bei einer weiteren Steigerung der Nennlast zum Komplettausfall führen.

Man unterscheidet meist zwischen horizontaler und vertikaler Skalierbarkeit von IT-Systemen: Bei einer horizontalen Skalierung werden Funktionen auf zusätzliche Server verteilt. Bei einer vertikalen Skalierung wird das System durch eine leistungsfähigere Lösung ersetzt. Skalierbarkeit ist in diesem Zusammenhang häufig ein Marketing-Argument, etwa bei Cloud-Diensten oder Software as a Service.

Netzwerke

Der Begriff findet außerdem im Zusammenhang mit Hochgeschwindigkeitsnetzwerken Verwendung: Bei der Zuordnung von Übertragungskapazitäten kann durch Skalierung eine hohe Flexibilität erreicht werden, was die Anpassung der Kanäle an die entsprechenden Anwendungen betrifft. Verglichen mit einer festen Bandbreitenzuordnung steigt der Nutzungsgrad der gesamten Übertragungsstrecke enorm. Die Skalierbarkeit ist charakteristisch für den Asynchronous Transfer Mode (ATM), da Medium und Geschwindigkeit bei dieser Art der Datenübertragung nicht eindeutig festgelegt werden.

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