Consumerization Study CIO Challenges 2012, Market Paper 3

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Erlaubt ist, was Erfolg verspricht

Von Verena Bunk, techconsult

Am liebsten arbeiten die Mitarbeiter heute mit Smartphones, Laptops und Software ihrer Wahl. IT-Verantwortliche stehen nun vor der Frage, ob und wie sie ihnen ermöglichen sollen, sich am Arbeitsplatz in ihrem gewohnten und gewünschten Kommunikations- und Arbeitsumfeld zu bewegen. Mit der aktuellen Breitenbefragung zur Consumerization Study CIO Challenges 2012 untersucht die techconsult GmbH im Auftrag von Microsoft Deutschland, wie das Konzept „Bring Your Own“ in Unternehmen bereits gelebt wird.

Die Grenzen zwischen der Arbeit und dem Privatem schwinden zusehends. Der klassische Arbeitsplatz mit den von der IT vorgegebenen mobilen Endgeräten und Lösungen verabschiedet sich langsam aus den Unternehmen. Insbesondere bei leitenden Angestellten ist BYO (Bring Your Own) bereits voll im Trend. Noch ist aber bei Weitem nicht jedes Unternehmen darauf vorbereitet, dieses Konzept umzusetzen.

Eine Frage der Sicherheit

Neben Produktivitätssteigerung und Motivationsschub auf der User-Seite sorgt BYO zunächst einmal für einen Management-Mehraufwand in der IT, insbesondere was die sichere Einbindung privater mobiler Endgeräte und Anwendungen ins Unternehmensnetz betrifft. Die Verantwortlichen müssen eine Reihe von individuellen Anforderungen umsetzen, zugleich aber Risiken für das Unternehmen vermeiden. Für vieles galten bisher bestimmte Einschränkungen – diese Hürden müssen die Unternehmen nun aufweichen und überwinden.

Richtlinien auf dem Prüfstand

Bisher hat nur jedes dritte Unternehmen Richtlinien zur Arbeit mit Privatgeräten und privater Software definiert. Vorreiter sind hier die Finanzdienstleiter. Am wenigsten reguliert sind ausnahmsweise die Verwaltungen und Organisationen des öffentlichen Bereichs.

BYO-Richtlinienumsetzung.jpg Banken und Versicherungen legen am meisten Wert auf BYO-Richtlinien. (Bild: techconsult)

Für 34 % der Unternehmen ist eine entscheidende Voraussetzung, dass die privaten Geräte nicht ins Unternehmensnetzwerk eingebunden werden. Ein Viertel gestattet E-Mail-, Kontakt- und Kalenderfunktionen und jedes fünfte Unternehmen erlaubt den Zugriff auch auf Unternehmensdaten. Für die Arbeit mit privater Software ist die wichtigste Bedingung, dass die Anwendung vor der Nutzung überprüft und fachmännisch installiert wird.

Im Großen und Ganzen werden die festgesetzten Richtlinien von den Unternehmen auch gelebt und eingehalten. Besonders positiv heben sich dabei die Versorgungsunternehmen hervor. Dennoch gibt es bei den Unternehmen einen Anteil von 30 %, der zwar entsprechende Handlungsanweisungen herausgibt, sich aber nicht konsequent daran hält. Ein knappes Drittel der Befragten hält die Richtlinien für ausreichend. Für eine Verschärfung sprechen sich 36 % der Mitarbeiter aus.

Ergebnisse im Überblick
Die Consumerization Study CIO Challenges 2012 wurde im Auftrag von Microsoft Deutschland durchgeführt. Befragt wurden über 900 Mitarbeiter in Unternehmen ab 250 PCs, die an ihrem Arbeitsplatz mobile Endgeräte wie Notebooks, Smartphones und Tablets nutzen. Die Studienergebnisse erscheinen themenorientiert in monatlichen Market Papers, die es von techconsult kostenfrei als PDFs zum Herunterladen gibt:

  1. Herausforderungen im Umgang mit „Bring your own“
  2. Der mediale Mitarbeiter von heute
  3. Die Umsetzung von Unternehmensrichtlinien auf dem Prüfstand
  4. „Bring your own“ – CIO-Challenges auf Führungsebene (leitende Angestellte, Management)
  5. CIO-Challenges auf Abteilungsebene (Vertrieb, Marketing, Controlling und IT)
  6. IT-Lifestyle-Artikel als Job-Motivator
  7. Trendcheck: Consumer-orientierte IT im Wandel der Zeit

Fazit: BYO-Lizenz gilt als Verdienstorden

Nicht jedem Mitarbeiter ist es gleichermaßen vergönnt, mit privaten Geräten und Anwendungen zu arbeiten. 38 % aller Unternehmen koppeln die Nutzung an bestimmte Faktoren. Dabei spielt der Status eine ausschlaggebende Rolle: In 71 % der Unternehmen ist die Position des Mitarbeiters entscheidend; für jedes dritte Unternehmen ist es die Abteilung – falls sie großen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung hat, dürfen deren Mitarbeiter eher private Anwendungen und Software nutzen als andere.

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