Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet für das Jahr 2012 ein kräftiges Wachstum der Exporte um 9 %. Die Prognose wurde anhand einer Umfrage unter allen deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), Delegiertenbüros und Repräsentanzen in 80 Ländern errechnet. Ihre Rückmeldungen bilden die Datenbasis für den jährlich erscheinenden AHK-Weltkonjunkturbericht des DIHK. Wegen der jüngsten Verwerfungen an den Weltfinanzmärkten wurde die aktuelle Umfrage vom Juli dieses Jahres durch eine Blitzumfrage im August ergänzt. Insgesamt zeigt die Studie, dass die Weltwirtschaft auf moderatem Wachstumskurs bleibt, so der DIHK. Für 2011 werde das Weltwirtschaftswachstum bei 3,9 % zu liegen kommen – und damit den langjährigen Durchschnitt von 3,4 % deutlich überschreiten.
Erneuerbare Energien
Stromlücken bei Erneuerbaren unter der Lupe
Die Achillesverse der erneuerbaren Energien ist die zeitlich schwankende Verfügbarkeit. Sowohl Sonnen- wie Windenergie hängen vom Wetter ab. Konstant verfügbare Erneuerbare, wie Geothermie und Biomasse allein können in Flautezeiten die Nachfrage nicht decken. Auswege bieten neue Energiespeicher, ein geografisch ausgeweitetes Stromnetz und eine umfassende Steuerung der Netze und Stromverbraucher. Mit diesen Faktoren beschäftigt sich eine aktuelle Studie der Europäischen Akademie in Bad Neuenahr-Ahrweiler, die im Februar 2012 erscheinen soll. Das umfangreiche, dreijährige Forschungsprojekt ist derzeit zwar noch in Arbeit, eine erste Zwischenbilanz wurde aber jetzt schon der Öffentlichkeit vorgestellt, um eine Diskussion über die vorläufigen Ergebnisse anzuregen.
Botnet-Analyse 1/2011
Deutschland gewinnt gegen Spam-Zombies
Dass die Kriminalitätswahrnehmung viel mit gefühlter Sicherheit zu tun hat, zeigt sich auch im Internet: Während der Ruf nach schärferen Regeln tönt, legt der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft eco Zahlen vor, die im Gegenteil zeigen sollen, dass das Web im ersten Halbjahr 2011 in mehrfacher Hinsicht sicherer geworden ist. Zutage gefördert hat sie eine bei der Pallas GmbH in Auftrag gegebene Botnet-Analyse.
Unternehmensfinanzierungen
Hohe Nachfrage senkt Kredithürde für ITK-Unternehmen
Die Finanzierungslage der Anbieter von Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK) hat sich weiter verbessert. Das ergab eine Branchenauswertung der KfW-Unternehmensbefragung 2011 durch den Hightech-Verband BITKOM. Demnach beklagen aktuell nur noch 15 % der befragten Unternehmen Schwierigkeiten bei der Vergabe eines Kredits. 2010 waren es noch 32 %. Der Grund für den leichteren Zugang zu Krediten sind bessere Kreditkennziffern der Unternehmen. So gaben 47 % der Unternehmen an, dass sie ihre Umsatzrendite steigern konnten, bei weiteren 38 % blieb sie stabil. 55 % konnten ihre Eigenkapitalquote verbessern, bei 34 % lag sie auf Vorjahresniveau.
Provokante Analyse
Solarförderung ökonomisch und ökologisch unsinnig
Für die Branchen der Erneuerbaren Energien sind Subventionen angeblich unabdingbare Voraussetzung für die Energiewende, für den Rest der Wirtschaft sind sie eher ein Neidfaktor – und für einige Wirtschaftsexperten sind sie sogar schädlicher Unsinn, so z. B. für den Volkswirt Prof. Dr. André Schmidt. Er kommt in seiner Untersuchung der ökonomischen und ökologischen Auswirkungen des Gesetzes für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) für das Bundesforschungsministerium zu dem Fazit, dass diese Vorzugsbehandlung kontraproduktiv ist und belegt das am Beispiel der Solarförderung.
Jobsuche per Smartphone
Mobile Recruiting macht neugierig
Mit dem Siegeszug der mobilen Datenkommunikation kommt jetzt alles, was E war, noch einmal als M. Diesmal: M-Recruiting. Die Personalabteilungen zeigen sich fast durchgehend interessiert, etwa die Hälfte bezweifelt allerdings, dass Bewerbungen per Smartphone etwas bringen. Um mehr zu erfahren, haben der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft eco und die DJM Consulting GmbH eine Befragung unter 159 Human-Resource-Experten unterschiedlicher Branchen durchgeführt. Ein Viertel der Teilnehmer hat mobile Maßnahmen zur Bewerberinformation bereits eingesetzt, 15 % planen mobile Personalmarketing-Maßnahmen.
Marktentwicklung Cloud Computing
Keiner mietet Luftschlösser
Mit Application Service Providing (ASP) war in den 1990ern kein Blumentopf zu gewinnen. Jetzt heißt dasselbe Software as a Service (SaaS) und boomt. Es geht sogar noch weiter: Nicht nur Anwendungen, sondern praktisch jede Art von IT, ob Serverleistung oder Datenbanken, gibt es für Unternehmen aus der Cloud. Die Mehrheit der Marktbeobachter sieht Cloud Computing daher als den aktuellen Wachstumstreiber der Branche. Stimmt gar nicht, sagt Dr. Stefan Heng von DB Research: Verfehltes Marketing macht das an sich gute Konzept kaputt.
ENISA-Strategiepapier
Fernlöschung für Smartphone-Apps soll Pflicht werden

Die EU-Agentur für Cybersicherheit ENISA hat ihre jüngste Analyse von Smartphone-Schädlingen in einen Bericht über Sicherheit im App-Store münden lassen. Die bereits relativ weit ausformulierten Maßnahmen gegen App-Schadsoftware staffelt das Papier zu fünf Verteidigungslinien.
result-Studie
Facebook-Engagement beeinflusst Kaufverhalten kaum
Wie sinnvoll und wirksam ist die Firmenpräsenz in Facebook? Kann man damit eine Marke populärer machen? Diese und ähnliche Fragen treiben die Marketingverantwortlichen in immer mehr Unternehmen um. Tatsache ist, dass immerhin rund drei von zehn Deutschen die Internet-Aktivitäten von Unternehmen verfolgen – und das am liebsten in den sozialen Netzwerken. Das Kölner Markt- und Medienforschungsinstitut result hat deshalb im Mai dieses Jahres eine Studie mit dem Titel Der Effekt der Kommunikation auf Facebook auf die Markenwahrnehmung erarbeitet und darin die Wirkung eines Facebook-Accounts sowohl auf harte als auch auf weiche Faktoren einer Marke untersucht.
Internet der Dienste
Gruppengeldbörse gewinnt THESEUS-Sonderpreis
Der Gewinner des mit 10.000 Euro dotierten THESEUS-Sonderpreises Internet der Dienste beim Gründerwettbewerb – IKT Innovativ steht fest: Auf Platz 1 landete Pockets United. Das Unternehmen ging mit einer Plattform ins Rennen, die als „Gruppengeldbörse“ funktioniert; damit können mehrere gemeinsam Waren oder Dienstleistungen bezahlen, z.B. das Geburtstagsgeschenk für den Kollegen.











