Mittelstand ist schädlich für Deutschland

Nein, wir drehen nicht durch! Das ist die These des Financial-Times-Kolumnisten Wolfgang Münchau in seinem neuen Buch „Das Ende der Sozialen Marktwirtschaft“, dessen zweiteiliger Vorabdruck in der Welt am Sonntag dieser Tage erschienen und online zu bestaunen ist. Teil 1 lautet „Wie die soziale Marktwirtschaft zu Ende geht“ und kritisiert eine Reihe sozialromantischer Vorstellungen, die nicht nur in linken Kreisen über diese spezielle Form der Marktwirtschaft kursieren. Ein nachdenkenswerter Text. +++

Pleiteurteil für GmbH-Geschäftsführer

In einem ausführlich kommentierten Online-Beitrag weist heute die ZDF-heute-Redaktion auf das Urteil des Zwölften Senats des Bundessozialgerichts (Urteil Az B 12 RA 1/04 R) hin, das besagt, dass GmbH-Geschäftsführer, die zugleich Gesellschafter sind, selbstständig tätig seien und nur einen einzigen Auftraggeber hätten, nämlich die GmbH. Das aber bedeute Scheinselbstständigkeit. Folglich seien Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung fällig, und zwar bis zu fünf Jahre rückwirkend! +++

Automatische Bietagenten verderben die Preise

Wer sich ernsthaft darüber wundert, als Bieter selbst auf wenig gefragte Schnäppchen in Ebay binnen Minuten stets überboten zu werden, hat vielleicht noch nichts von automatischen Bietagenten gehört. Immer mehr Verkäufer greifen auf Programme oder umstrittene Dienstleister wie XXLSell.Com zurück, um sich vor Dumpingpreisen zu schützen. Im Verbund können zum Beispiel Mindestpreise vereinbart werden, die auf konkrete Angebote unbedingt zu erzielen sind. Egal, wer das vermeintliche Schnäppchen macht – ein anderer Käufer schnappt es buchstäblich in letzter Sekunde weg. Hinter den Kulissen tritt er anschließend von seinem Kauf zurück und das Produkt geht zu einem späteren Zeitpunkt wieder online. Der Schnäppchenjäger hat das Nachsehen. +++

EU soll Unternehmensübergaben vereinfachen

Wie vwd meldet, will EU-Kommissar Günter Verheugen demnächst in Brüssel Verbesserungsvorschläge vorlegen, die eine Übertragung mittelständischer Unternehmen an Nachfolger und Erben erleichtern soll. Laut Kommission stünden in Europa jährlich ca. 2,8 Millionen Arbeitsplätze durch rund 700.000 Übergaben aus Altersgründen auf dem Spiel. +++

Warn- und Informationsdienst zur IT-Sicherheit online

Seit heute ist der Warn- und Informationsdienst Bürger-CERT offiziell online. Der Dienst wird gemeinsam vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der BITKOM-Tochtergesellschaft Mcert Deutsche Gesellschaft für IT-Sicherheit betrieben. Der Dienst soll neben Privatpersonen auch Klein- und mittelständische Unternehmen herstellerunabhängig vor Gefahren im IT-Bereich allgemein und aus dem Internet im Besonderen informieren. Zu diesem Zweck können drei kostenlose Newsletter abonniert werden. +++

Wenn der Pagerank in der Toolbar schwankt

Webmaster kennen das Problem: Im Internet Explorer wird für eine Website, zum Beispiel www.mittelstandswiki.de, ein Pagerank von fünf Einheiten angezeigt, während der Browser bei einem Kollegen an einem anderen Ort den Wert null meldet. Das gleiche Phänomen kann sogar auf ein und demselben Rechner auftreten, indem zum Beispiel Firefox einen anderen Pagerank meldet als der Explorer. Vorausgesetzt, in beiden Browsern ist die Google-Toolbar installiert.

Der Grund dafür sind unterschiedliche Datenzentren, in denen Google seine Informationen speichert. Die sind selten exakt auf dem gleichen Stand. Wenn ein Surfer zum Beispiel den Cache eines Browsers geleert hat, wählt das Programm häufig einen anderen Weg für Google-Abfragen als der andere Browser mit ungelöschtem Cache. Das kann aufgrund unterschiedlicher Synchronisations-Intervalle oder nach der frischen Bewertung von jungen Websites zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Eine gute Anlaufstelle, um den aktuellen Stand von Pageranks in 20 Datenzentren zugleich zu prüfen, ist Database-Search.Com. TippSense.DE ist übrigens erst wenige Wochen alt. Bis Google diese Webadresse mit einem relevanten Pagerank bewertet, können bis zu sechs Monate vergehen. MittelstandsBlog.DE brauchte zum Beispiel vier Monate, um von null auf fünf zu gelangen.

Unternehmer müssen sich vor Klickbetrug schützen

Immer mehr Unternehmen schalten Anzeigen für ihre Websites auf Suchmaschinen. Doch die anfängliche Freude über zunehmende Besucherzahlen kann schnell in handfesten Ärger umschlagen. Wer Pech hat, wird das Opfer von Klickbetrügern. Das können Konkurrenten sein, die gezielt so oft auf die Google-Anzeige eines Wettbewerbers klicken (lassen), bis das Kontingent des Inserenten erschöpft ist. +++

Quad Core-CPUs verbrauchen weniger Strom

Unter dem Codenamen Clovertown arbeitet Intel an der nächsten Prozessorgeneration mit so genannten Quad Cores. Der neue Server-Prozessor werde Anfang 2007 offiziell vorgestellt. Es soll aber bereits einen funktionstüchtigen Rechner mit zwei Clovertown-Prozessoren geben. Die Basis für Clovertown bildet Woodcrest, die erste Server-CPU auf Basis einer neuen Prozessorarchitektur von Intel. Sie soll die Pentium-4-Generation beenden und CPUs mit einer deutlich geringeren Leistungsaufnahme ermöglichen. Ein Clovertown mit vier Kernen werde nicht mehr Energie verbrauchen wie ein aktueller Dual-Core-Xeon auf Pentium-4-Basis.

Diese Trends seien für Intel nur ein erster Schritt zu immer komplexeren Multi-Core-Prozessoren. Insgesamt 17 Projekte sind in der Entwicklung. Darüber hinaus arbeiten Ingenieure des Konkurrenten AMD an Prozessoren mit acht Kernen, die das Abschalten kompletter Cores erlauben. So spart der Prozessor Energie, wenn nicht die volle Rechenleistung verlangt wird (Quelle: PC Professionell 4/06).

Handy-Viren kommen über MMS und Bluetooth

Immer mehr Viren verbreiten sich plattformunabhängig. Deshalb sind Handys der neuesten Generation in Gefahr. Schädlinge, die eigentlich auf dem Betriebssystem Symbian basieren, können auch Handys mit Windows Mobil-System befallen. Deshalb sollte man die Bluetooth-Funktion von Mobiltelefonen nicht ständig eingeschaltet lassen. Auch der Umgang mit MMS verlangt die gleiche Sorgfalt wie der Umgang mit verdächtigen E-Mails.

Der Wurm Commwarrior.B, der sich bislang nur auf Symbian-Geräten wie etwa Nokias N-Gage-Reihe verbreitete, ist einer der ersten bekannten Fälle. Spezialisten haben den Schädling auf dem Windows-Mobile-Smartphone Treo 700w entdeckt. Das Gerät ist erst wenige Wochen auf dem Markt und wird durch Bluetooth-Verbindungen und MMS infiziert. Zudem kursiert ein Trojaner, der sich als WAP-Browser tarnt, mit dem man angeblich Seiten über kostenlose SMS abrufen kann. Laut Kasperksy Lab sind derzeit zahlreiche Kunden russischer Mobilfunkanbieter Ziel des neuen Handy-Trojaneras RedBrowser.A. Dabei handelt es sich eine Java-Anwendung, über die der Anwender WAP-Seiten abrufen soll, ohne einen WAP-Zugang eingerichtet zu haben. Angeblich wird dies über den Versand und Empfang kostenloser SMS realisiert. Tatsächlich verschickt der Trojaner jedoch SMS an kostenpflichtige Mobile Services, bei denen pro Nachricht 5 bis 6 Dollar anfallen (Quelle: PC Professionell 4/06).

Studie durchleuchtet Kredit-Scoring von Schufa & Co.

Für mittelständische Unternehmen sind Kreditauskunfteien, wie z.B. Schufa oder CEG Creditreform ausgesprochen wichtig: Erstens stellt ihr Service eine wichtige Hilfe bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit der eigenen Kunden dar, auf die in heutigen Zeiten kein mittelständischer Betrieb mehr verzichten kann. Andererseits hängen gerade kleine mittelständische Unternehmen als Kunden ihrer Lieferanten vom eigenen Kredit-Scoring dieser Dienstleister ab. Nach welchen Kriterien diese Scorings durchgeführt werden ist also gleich in doppelter Hinsicht für KMUs von größtem Interesse. Die Scoring-Unternehmen selbst hüllen sich jedoch gerne in tiefes Schweigen, wenn es um die Methodik hinter dem Scoring geht. +++

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