Erweiterte EU profitiert von internen Handelsströmen

Joaquin Almunia (siehe Bild), EU-Kommissar für Wirtschaft und Finanzen, legte in Brüssel einen Bericht vor, der zu dem Schluss kommt, dass zwei Jahre nach der Erweiterung der Europäischen Union von 15 auf 25 Mitglieder alle profitiert hätten. Der Report zeige außerdem, dass die Ängste vor Arbeitsplatzverlusten und Betriebsverlagerungen übertrieben waren. Der Bericht bemerkt,dass in Zukunft nur noch Deutschland und Österreich ihre Arbeitsmärkte formal abschotten und nur in Einzelfällen Arbeitsgenehmigungen erteilen wollen. Sieben der alten EU-Staaten wollen die Beschränkungen dagegen aufheben, sechs sehen Erleichterungen vor. +++

Markenpiraten müssen mit höheren Strafen rechnen

Innovative KMU dürfen aufatmen: Die EU-Kommission will zukünftig härter gegen Produkt- und Markenpiraten vorgehen. Das unerlaubte Kopieren von Markenartikeln wird künftig innerhalb der EU mit einer Geldstrafe von 100.000 bis 300.000 Euro oder Freiheitsstrafe von bis zu vier Jahren bestraft. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs kann bei Verstößen gegen EU-Recht die Gemeinschaft auch das Strafmaß mitbestimmen. Hintergrund für diese Verschärfung: Jährlich entsteht durch Produktfälscher ein Schaden von über 300 Milliarden Euro. Etwa zehn Prozent des Welthandels entfallen mittlerweile auf Nachahmungen. +++

Forum erörtert Trends in der Breitbandkommunikation

Der Bundesverband Telekommunikation e.V. (VAF), lädt wieder zu einer Forums-Reihe „Telekommunikation im Mittelstand“ ein. Die Veranstaltung ist dem Thema „Mobility und Wireless“ gewidmet und richtet sich an die Entscheidungsträger in IT- und Telekommunikations-Systemhäusern. Das eintägige Forum (22. Mai 2006 in Kassel) ist laut Veranstalter bewusst kompakt gehalten und wird einen ausführlichen Praxisteil beinhalten. +++

Niederländer glänzen mit patentierbaren Erfindungen

Wie die neueste Patentstatistik der EU-Kommission zeigt, hatte Deutschland 2005 mit insgesamt 23.789 Anmeldungen die höchste Zahl an patentierbaren Erfindungen. Im Vergleich dazu wurden in den USA im gleichen Jahr 32.738 Patente angemeldet, in Japan 21.461. In Europa folgen Frankreich mit 8.034 Anmeldungen und die Niederlande mit etwa 7.800, während Großbritannien auf 4.649 kommt. +++

Mittelstand fordert eigene IFRS-Regeln

Der deutsche Mittelstand fordert eigene Regelungen für die so genannten International Financial Reporting Standards for small and medium-sized entities (IFRS for SME). Dies sei der einhellige Tenor auf dem am vergangenen Mittwoch veranstalteten Mittelstandssymposium "Internationale Rechnungslegung" gewesen, so der Veranstalter, die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft +++

3D-Browser sind zum Surfen nicht geeignet

Aktuelle 3D-Browser wie Sphere-XPlorer oder uBrowser sollen ein Surferlebnis in der dritten Dimension versprechen. Doch noch bleibe das Erlebte meist Spielerei, ergab ein Test der Computerschrift PC Professionell. uBrowser projiziert beispielsweise eine Webseite auf eine Ebene, die der User beliebig drehen, kippen oder verschieben könne. Etwas unübersichtlich werde es, wenn auf einen Würfel, eine Kugel oder eine wehende Flagge projiziert wird.

Der japanische Space Browser hingegen stellt Verknüpfungen zwischen Webseiten als dreidimensionales Modell dar. Die Demo eines Weinhändlers zeigt seine angebotenen Tropfen sortiert in einer 3Dmatrix an. Werden alle Seiten vorab in den Speicher geladen, kann ein leistungsfähiges Kiosksystem aufgebaut werden. Space Browser basiert auf dem Internet Explorer und läuft unter Windows 2000 und XP. Erhältlich ist er bereits für japanische Großkunden – für rund 20.000 Euro zusammen mit einem Content-Management-System.

Das Fazit der PC Professionell: “Alle vorgestellten Programmen sind interessante Ansätze, gekonnt und optisch ansprechend umgesetzt. Auf Dauer macht das Surfen mit Firefox & Co. aber mehr Spaß.” Mit dem Voranschreiten der Technik, dreidimensionalen Eingabegeräten und hohen Bildschirmdiagonalen könnten 3D-Browser jedoch irgendwann auch Einzug ins Wohnzimmer halten.

GPS von Garmin navigiert am besten

Für die Navigation im Auto, auf dem Fahrrad oder auch zu Fuß seien so genannte PNDs (Personal Navigation Devices) bestens geeignet. Diese Geräte vereinen die Hardware samt GPS-Empfänger mit vorinstallierter Software und Kartenmaterial in einem kompakten Gehäuse. Einer der kleinsten und mit 150 Gramm derzeit verfügbaren leichtesten Vertreter, das Nüvi von Garmin, wurde im Test der Computerzeitschrift PC Professionell als das leistungsstärkste Gerät bewertet.

Die Navigation mit Handys und PDAs hingegen erweist sich als komplizierter: So hat ein Handy ein kleineres Display und auch die Eingabe des Fahrtziels gestaltet sich schwieriger. Die leistungsfähigen Pocket-PCs haben diese Probleme nicht, dafür ist die Inbetriebnahme des GPS-Empfängers kompliziert und für Laien nicht empfehlenswert.

Der Testsieger überzeuge hingegen auch bei den Karten: Im Nüvi 350 zum Preis von 700 Euro befinde sich im internen Speicher bereits das Material von 20 Ländern Westeuropas. Die Steuerung erfolge über ein berührungssensitives Display. Obwohl die Oberfläche aufgeräumt und fast schon minimalistisch aussieht, sei die Bedienung mit allen denkbaren Zieleingabevarianten sehr intuitiv. Das Besondere sei, dass die Richtungsansage mit einer Text-to-Speech-Engine vorgelesen wird. Anweisungen wie »Biegen Sie in 230 Metern rechts in die Dachauer Straße Richtung Karlsfeld ab« seien kaum von denen eines echten Beifahrers zu unterscheiden.

Potente Produkte sind für Spin-off geeignet

Der Rückzug auf das Kerngeschäft ist für viele KMU ein notwendiger Schritt zur Stabilisierung des Geschäfts, wenn finanzielle Ressourcen und Managementkapazitäten knapp werden. Aber nach dem Schnitt bleiben oft interessante und potente Produkte sowie Dienstleistungen aus früheren Tagen auf der Strecke. Das ist schade – nicht nur vergangene Mühen und Entwicklungskosten, sondern oft auch Mitarbeitermotivationen gehen dabei verloren. +++

Die Welt empfiehlt Börsenwerte des Mittelstands

Eine Lanze bricht die Börsenexpertin Patrizia Ribaudo der Zeitung Die Welt für mittelständische Unternehmen an der Börse. Das Neuemissionsgeschäft laufe auf vollen Touren, und während die Öffentlichkeit gebannt auf die großen Börsengänge von Air Berlin oder Catoil schaue, rüsten sich immer mehr mittelständische Unternehmen für einen eigenen Börsengang, nur schenke ihnen kaum jemand Beachtung. Dabei würden gerade Mittelständler über Geschäftsmodelle verfügen, die sich am Markt seit Jahren bewährt hätten. Auch die Mehrzahl der Fondsmanager seien von den soliden Wachstumsraten der Mittelständler beeindruckt. +++

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