Philips stellt mit dem 5-zölligen PV-QML5 den ersten funktionierenden Prototypen eines Roll-Displays vor. Der Schwarzweiß-Schirm bildet 320 x 200 Bildpunkte ab, ist nur 100 Mikrometer dünn und hält das Bild auch ohne Stromzufuhr.
Obwohl das Roll-Display derzeit noch Prototypstatus hat und frühestens in zwei Jahren Marktreife erlangen wird, zeigt es doch den Weg auf, den die Hersteller mobiler Kleingeräte mit ziemlicher Sicherheit beschreiten werden. Solche Displays sparen Platz und halten im Gegensatz zu ihren herkömmlichen Vettern auch ohne Stromzufuhr ein einmal gespeichertes Bild fest. Derzeit haben die Folien natürlich einige Schwachpunkte. Die Belastbarkeit zum Beispiel. Denn dass derzeit eine 0,1 Millimeter starke Folie mit so empfindlichem Innenleben den teils extremen Ansprüchen mobiler Nutzer genügt, darf bezweifelt werden. Auch die Darstellung ist noch ein Problem. Momentan können das PV-QML5 und seine Konkurrenten nur Schwarzweiß-Darstellungen in Auflösungen abbilden, die bestenfalls für Handys und PDAs Sinn machen. Andererseits sitzt Philips schon an der Weiterentwicklung der E-Ink-Technologie, die im Labor sogar schon farbige Darstellungen erlaubt. Hier ist sicher noch Entwicklungsarbeit zu leisten, aber ein funktionelles Display, das sich elegant ausrollt, wäre das wert (Quelle: PC Direkt, 05/2005, Seite 10).






