Mangelhafte IT-Sicherheit verteuert Kredite

Mitte Februar hat das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Banken- und Kapitaladäquanzrichtlinie nach Basel II beschlossen. Diese werten die IT-Sicherheit als Bestandteil der zu berücksichtigenden operationalen Risiken eines Kreditnehmers. In der Praxis bedeutet das, dass ab 1. Januar 2007 mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen im IT-Bereich (z. B. veralteter Virenschutz, mangelhafte Rechteverwaltung) als Risiken betrachtet werden und das Rating verschlechtern. Das wiederum führt zu erhöhten Kosten für Kredite, eventuell sogar zum Verlust der Kreditwürdigkeit. KMU-Kredite unter 1 Million Euro sollen zwar geringeren Anforderungen unterliegen und von den Banken einem Retail-Portfolio zugeschlagen werden. Das ist aber kein Muss. Sicher werden Banken mangelhafte IT-Strukturen auch bei KMU negativ bewerten. +++

EU bietet Datensammlung europäischer Unternehmen

Das Statistikamt Eurostat hat eine aktuelle 400-seitige Publikation „European Business – Facts and figures“ mit Zahlen und Fakten von 1995 bis 2004 zu den verschiedenen Wirtschaftszweigen der EU zum Download veröffentlicht (14,3 MByte, PDF-Format, englischsprachig). Das umfangreiche Zahlenwerk ist nach Angaben der EU-Kommission die wichtigste Referenz über europäische Unternehmen. Es vermittelt ein umfassendes Bild von Struktur, Entwicklung und Charakteristik dieser Unternehmen und ihres Tätigkeitsspektrums, von der Energiewirtschaft über den Bergbau bis hin zu den Kommunikations- und Informationsdiensten und Medien. Berücksichtigung finden auch KMU. Die Datensammlung ist für alle in der EU tätigen Unternehmen ein nützliches Nachschlagewerk. Sie kann  auf der Website von Eurostat für 30 Euro auch als gedrucktes Exemplar mit CD-ROM bestellt werden. (ml)

Apple öffnet sich für Windows auf Intel-Macs

Viele Kreative, Werbeagenturen und  grafische Betriebe, meist Selbstständige und KMUs mit knapper Kasse, stöhnen seit vielen Jahren, wenn es um die Computer-Infrastruktur geht. Einerseits ist in diesen Branchen der Mac inoffizieller Standard, andererseits gibt es für viele Zwecke unter Windows preiswertere Software, z. B. für Faktura und Buha. Manche Software existiert sogar nur für Windows. +++

Videoschnitt am Computer erfordert viel Geduld

Achtung! Dieser Beitrag aus dem Textarchiv von Thomas Jannot ist eine Leseprobe aus der nächsten Ausgabe der internationalen Sonderhefte von PC Direkt, die in sechs Sprachen in bis zu 10 Ländern zugleich erscheinen.

Die Videobearbeitung am PC wird von unbedarften Anwendern meist unterschätzt. Schuld daran sind Softwareanbieter, die unrealistische Leichtigkeit suggerieren. Tatsächlich müssen Sie selbst für die Produktion eines etwas anspruchsvolleren Urlaubsvideos viele Stunden Arbeit einplanen.

Das Problem sind weniger die Programme selbst. Sie bieten in der Regel alles, was Sie brauchen, um sofort loslegen zu können. Doch mit ein paar Schnitten und etwas Musikuntermalung ist es nicht getan. Gute Schnitte wollen gekonnt sein. Um geeignete Übergänge von einer Sequenz zur anderen zu finden, ist wiederholtes Anschauen des Rohmaterials erforderlich. Wer mehrere DV-Kassetten von seiner Urlaubsreise mitgebracht hat, wird sehr viele Stunden allein dafür brauchen, um sie nur nach den besten Aufnahmen zu durchsuchen. Doch wer hat die Geduld, sich alles am Stück anzuschauen? Also werden Tage vergehen. +++

Google Mars zeigt Bilder vom Roten Planeten

Nach Google Earth und Google Moon ist beim Weltmeister der Content-Aggregation nun der Mars an der Reihe. Erste Google-Karten zeigen einen Teil der Marsoberfläche entweder als Höhenprofil oder Schwarzweiß-Foto vom Mars Global Surveyor. Alternativ gibt es auch Infrarotaufnahmen der Mars Odyssey-Mission, melden unter anderem PC Professionell und Golem.

Die Software zeigt geologische Formationen sowie Landeplätze amerikanischer und russischer Sonden auf dem Roten Planeten. Außerdem zoomt sie in den aktuellen Kartenausschnitt hinein. Eine Anzeige der Koordinaten sowie ein Maßstab als Orientierungshilfe fehlen. Die Mars-Daten werden mit dem Google Earth-Client aufbereitet. Später sollen Flüge über die Marsoberfläche möglich sein.

UMTS-Nachfolger HSPA erreicht bis zu 1,8 MBit/s

Mobilfunker, denen UMTS zu langsam ist, können sich auf HSPA freuen. Wenn die Netzbetreiber auf diese Übertragung umstellen, wären mit einem geeigneten Handy Downloadraten von bis zu 1,8 Megabit pro Sekunde zu erreichen. In einer weiteren Ausbaustufe sollen sogar 3,6 MBit/s möglich sein, meldet die Computerzeitschrift PC Professionell.

Im Moment sind es lediglich die Innenstadtgebiete der größten deutschen Städte, in denen HSDPA funktioniert. Bis zur Fußball-WM sollen alle WM-Austragungsorte dazukommen, danach dann das übrige, momentan mit UMTS versorgte Gebiet. Noch sind HSDPA-fähige Handys aber selten. Dafür dürfen Notebook-User auf Neuerungen hoffen: Hersteller wie Acer, Dell und Fujitsu Siemens werden Modelle mit integriertem HSDPA-Modul anbieten und so die externen PC-Cards überflüssig machen.

In einem Test sollen Werte von 1 MBit/s erreicht worden sein. In der Regel hätten die Datenraten deutlich über der UMTS-Spitzengeschwindigkeit von 384 KBit/s gelegen. Nicht geändert habe sich dagegen die Upload-Geschwindigkeit, die bei 64 KBit/s liegt.

Passwort des Trojaners Zippo-A ist geknackt

Ein neuer Trojaner versucht Geld von ahnungslosen Computerbesitzern zu erpressen. Er verschlüsselt wichtige Dateien auf Opfer-Rechnern und verlangt anschließend Lösegeld für das Passwort, warnt die Computerschrift PC Professionell.

Hat sich Zippo-A auf einem PC eingenistet, durchsucht er Festplatten nach Word-, Excel- und Datenbank-Dateien, verschlüsselt sie in einer ZIP-Datei und löscht die Originale. Anschließend informiert der Schädling den Anwender via Textdatei darüber, dass er die Dateien durch Zahlung eines Lösegelds in Höhe von 300 Dollar in elektronischer Währung wieder freikaufen kann. Danach löscht sich der Schädling selbst von der Festplatte. In der Mitteilung weist der Verfasser darauf hin, dass es sinnlos sei, die Polizei einzuschalten, ebenso wie der Versuch, das Passwort durch Brute-Force-Mechanismen zu knacken, da es mehr als 10 Zeichen lang sei und eine solche Methode dann nicht greife.

Virenspezialisten von Sophos wollen das Passwort herausgefunden haben. Es soll C:\Program Files\Microsoft Visual Studio\VC98 lauten und den Pfad zu der Entwicklungsumgebung bezeichnen, mit der Zippo-A programmiert wurde. Durch das Auftauchen von Zippo-A sei zu befürchten, dass sich andere Malware-Autoren ebenfalls dieser Methode bedienen, die nun auch einen Namen bekommen hat: Ransomware.

Anzeige
Open Up Camp 2014
Dieses E-Book können Sie kostenlos haben, wenn Sie einen unserer Newsletter abonnieren ;-)
 « 1 ... 1291 1292 1293 ... 1397 »