In der Praxis liefern die meisten Software-Programme für Steuererklärungen oft ungenaue Ergebnisse. Im Test der Computerzeitschriften PC Direkt und PC Professionell fielen von sechs untersuchten vier Programme durch. Klassische Fehler seien fehlende Abfragen, durch die bares Geld verschenkt werde – etwa bei der Kirchensteuer oder bei Spenden an gemeinnützige Einrichtungen, die sich steuerlich absetzen lassen. Einige Programme ermitteln Summen, die bis zu 10.000 Euro vom richtigen Ergebnis abweichen.
Als Grundlage für den Test dienten zwei komplexe Musterfälle, die zuvor von der Steuerberater-Genossenschaft Datev in Referenz berechnet wurden. Anhand dieser beiden Fälle wurde geprüft, ob die Programme auch alle aktuellen Rechtssprechungen des Bundesfinanzhofes und die geänderten gesetzlichen Regelungen einfließen lassen. Dazu kamen zahlreiche Details, die die Berechnungen insgesamt schwieriger machen: Kindergeld, Aktiengewinne, Weihnachtsgeld. Auch die Bedienerführung wurde untersucht, inwieweit sie übersichtlich und anwenderfreundlich ist.
Testsieger wurde “Steuer-Spar-Erklärung 2005 Plus” von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft. Das Programm punktet bei Beratung, Ausstattung und Bedienung. So zeigt ein Eingabe-Check, welche Dialoge noch nicht richtig ausgefüllt oder wo Fehler sind. Bei der PC-Abschreibung gibt das Tool gleich den Tipp, doch besser ein Notebook zu erwerben, da hier eine Abschreibung von 100 Prozent möglich ist. So könne die Steuerlast je nach Kaufpreis um 500 bis 1000 Euro reduziert werden. Ebenfalls sehr gut schlägt sich “Wiso Sparbuch 2005″, das unter anderem durch eine hervorragende Plausibilitätsprüfung überzeugt. Unlogische Daten wie etwa ein Hochzeitstermin im fünfzehnten Lebensjahr erkennt das Programm und weist den Anwender darauf hin (Quellen: PC Direkt und PC Professionell 2/2005).






