USB-Sticks bedrohen Firmennetzwerke

Zu einer bedrohlichen Erkenntnis kommt das Unternehmermagazin Markt und Mittelstand in seiner neuesten Ausgabe. USB-Sticks, MP3-Player und Handys würden in ihren Möglichkeiten gefährlich unterschätzt werden, sensiblen Firmendaten schaden zu können.

Schuld daran sei komfortables Plug and Play (nicht Universal Plug and Play), über das die Geräte beim Anschluss an einen PC automatisch erkannt und Daten problemlos ausgetauscht werden können. Spionen, die ungehinderten Zugang zu einer USB-Schnittstelle haben, sei es ein leichtes, zum Beispiel „komplette Produktentwicklungen“ zu speichern und außer Haus zu schaffen. Ebenso können Viren und Störprogramme eingeschleppt werden. Aber auch Bluetooth, Firewire, WLAN und andere moderne Zugriffsmöglichkeiten auf kostengünstige und leicht austauschbare Peripheriegeräte seien gefährlich. „Die Unternehmen sollten sich bewusst werden, dass zwei Drittel aller Angriffe auf das Firmennetzwerk von innen erfolgen“, wird unter anderem Manfred Maier, Geschäftsführer der Stuttgarter StarTech Competence Center GmbH zitiert. 76 Prozent von 400 Unternehmen hätten keine Regelungen zur Benutzung privater Player und Datenträger, konkretisiert der Marktforscher MeetBiz-Research & Denkfabrik GmbH in Hürth das Problem.

In einem sehr ausführlichen und lesenswerten Beitrag nennt Markt und Mittelstand Berater und Firmen, die Mittel und Lösungen gegen die Gefahren beschreiben. Unterm Strich sei die „Sicherheit vor Datenklau wirkungsvoll mit einem ausgeklügelten USB-System zu lösen“, wenn der Zugriff auf den Speicher nur mir Smart Card und korrekter PIN möglich ist. ENGLISH

Autor: Thomas Jannot

Thomas Jannot, Jahrgang 1965, ist Gründer und Herausgeber des MittelstandsWiki, Geschäftsführender Gesellschafter der just 4 business GmbH und Autor diverser Fachbücher.