Zeitschriftenhandel entwickelt sich positiv

Der Presse-Großhandel ist zufrieden mit der Branchenentwicklung. Wie der Bundesverband Deutscher Buch-, Zeitungs- und Zeitschriften-Grossisten meldet, gibt es laut der Einzelhandelsstrukturanalyse (EHASTRA) derzeit 119.767 Verkaufsstellen für Zeitungs- und Zeitschriftenprodukte, knapp tausend mehr als im Jahr davor.

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Die leichte Steigerung um 0,8% sei im Wesentlichen auf die bundesweite Erschließung von Discounter-Filialen zurückzuführen. Die Zahl der Verkaufsstellen mit Zeitungen und Zeitschriften habe um 1,9% zugenommen, jene ohne Zeitschriften sei leicht gesunken.

Die Auslegkapazitäten für Zeitungen und Zeitschriften liegen laut Grosso mit durchschnittlich 16,9 Regalmeter je Einzelhändler leicht über dem Vorjahresniveau (16,6). Durch Optimierung bei den Nullverkäufen habe sich außerdem die Sortimentsbreite von 216 auf 197 Zeitschriftentitel pro Einzelhändler verringert. Damit stünde pro Objekt mehr Platz für die Präsentation zur Verfügung. Der so genannte Schuppungsgrad der Zeitschriften habe von 7,7 cm auf 8,6 cm zugenommen.

Die fünf Geschäftsarten mit den größten Rückgängen an Presseangebotsstellen gegenüber 2005 sind Lebensmittelgeschäfte mit einer Geschäftsfläche kleiner 200 qm (-551), Fachgeschäfte (-263), Sonstige (-237), nicht betretbare Kiosks (-230) und Supermärkte mit einer Geschäftsfläche von 400 qm bis 799 qm (-172).

Wie bereits im Vorjahr erzielt die Geschäftsart „Discounter“ den mit Abstand stärksten Zuwachs von 2193 Verkaufsstellen (+53,4%) auf 6299. Diese positive Entwicklung ist auf ca. 2000 neu hinzugekommene Penny-Filialen zurückzuführen. An zweiter Stelle stehen in diesem Jahr erneut die Bäckereien mit einem Wachstum um 2,6% auf 26.067 Presse-Standorte. Die Verbrauchermärkte (1.500 bis unter 5.000 qm) steigen um 4,4% auf 2034 Outlets, die Getränkestützpunkte um 2,2% auf 2871. Campingplätze konnten um 10,3% auf 623 Verkaufsstellen zulegen. (na/ml)