Verlierer planen weniger als Sieger

Der strategischen Planung der Geschäftsaktivitäten räumen in Deutschland 57% der Unternehmen eine hohe Priorität ein. Aber immerhin 15% sind der Ansicht, man könne die Konzeption einer Unternehmensstrategie vernachlässigen. Auffallend ist, dass besonders Unternehmen, in denen der Umsatz in den letzten drei Jahren zurückgegangen ist, die strategische Planung für unwichtig halten. Das ist das Ergebnis der „Potenzialanalyse Strategische Planung“ des Beratungsunternehmens Steria Mummert Consulting und der Wirtschaftswoche.

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Der Zusammenhang von strategischer Planung und Umsatzentwicklung tritt in den Umfrageergebnissen sehr deutlich zu Tage: 37% der befragten Betriebe, die in den letzten drei Jahren zu den Umsatzgewinnern gehörten, räumten ihrer Unternehmensstrategie eine sehr hohe Priorität ein. Umgekehrt findet sich kein einziges Unternehmen in dieser Gruppe, das Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatte. Demnach gibt es also keinen Marktteilnehmer, der trotz intensiver strategischer Planung Umsatzeinbußen erlitt.

76% der Umsatzverlierer räumten umgekehrt ein, die strategische Planung ihrer Unternehmensziele nur durchschnittlich oder sogar niedrig priorisiert zu haben. Von den Umsatzgewinnern hat es sich kein Unternehmen geleistet, die Planungspriorität sehr niedrig anzusetzen. 67% der erfolgreichen Unternehmen engagierten sich stattdessen stark bis sehr stark bei der strategischen Planungsarbeit. Die Umsatzverlierer schneiden im Vergleich mit nur 25% signifikant schlechter ab.

Die „Potenzialanalyse Strategische Planung“ ist das Ergebnis einer Online-Befragung, die im Auftrag von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit der Wirtschaftswoche und dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde. Die Daten wurden im Juli erhoben. An der Umfrage nahmen 170 Fach- und Führungskräfte teil. (ots/ml)