Die Banque du Liban und die Global Association of Risk Professionals entwickeln gemeinsam neue Verfahren für das Management von Finanzrisiken islamischer Finanzprodukte. Das weltweit explosive Wachstum solcher Finanzprodukte erfordert dringend neue Managementmethoden für die damit verbundenen Risiken. Aufgrund des Einflusses der Scharia auf islamische Geschäftspraktiken versagen in der Regel konventionelle westliche Ansätze bei der Bewertung des Risikos.
Neues Risikomanagement für islamische Finanzprodukte
Zwei Organisationen haben sich zusammengetan, um entsprechende Methoden zu entwickeln: die Global Association of Risk Professionals (GARP) und die Banque du Liban. Die beiden Organisationen werden gemeinsam das erste Zertifikat seiner Art für Risikomanagement für islamische Finanzinstitutionen entwickeln, das gegen Ende des Jahres 2008 vorgestellt werden wird.
Warum ist für islamische Finanzprodukte ein anderes Risikomanagement nötig? Der Islam fordert von jedem Gläubigen, auch in seinen Geschäfts- und Finanzaktivitäten die religiösen Gesetze zu befolgen. Diese schreiben vor, dass Investoren keine Transaktionen tätigen dürfen, die spekulativer Natur sind, Zinszahlungen umfassen oder vertragliche Unsicherheiten enthalten. Darüber hinaus müssen alle Transaktionen durch Vermögenswerte besichert sein. Entsprechend gilt: Andere Spielregeln, anderes Risiko. (ots/ml)
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