Verbraucher im Wechselbad der Gefühle

Das Stimmungsbild der deutschen Verbraucher zeigt sich zu Beginn dieses Jahres uneinheitlich, meldet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Rahmen der aktuellen GfK-Konsumklima-Studie. Während die Indikatoren für Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung stiegen, fiel der Indikator für Einkommensaussichten gegenüber dem Vormonat. Der Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert für Februar 4,5 Punkte – den gleichen Wert wie für Januar.

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Nach einer sieben Monate andauernden rückläufigen Entwicklung hat sich die Konjunkturerwartung im Januar 2008 wieder verbessert. Der Indikator legte um gut 5 Punkte zu und weist nun einen Wert von 28,7 Punkten auf. Vor allem die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt liefert eine wesentliche Begründung für diese Einschätzung. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die gegenwärtige Finanzmarktkrise nicht weiter auf Deutschland übergreift.

Im Gegensatz zu den Konjunkturerwartungen beurteilen die deutschen Verbraucher ihre künftige finanzielle Lage erneut etwas pessimistischer. Nachdem der Indikator im Vormonat knapp 2 Punkte einbüßte, sind es in diesem Monat 3 Punkte. Der Indikator für die Einkommensstimmung weist damit einen Wert von -4,7 Punkten auf. Das Thema Inflation steht seit einigen Monaten auf der Agenda der Deutschen weit oben.

Wie im Vormonat, so ist der Indikator für die Anschaffungsneigung auch im Januar gestiegen. Mit einer Zunahme um 1,9 Punkte liegt er bei einem Wert von -8,8 Punkten, 3,7 Punkte unterhalb des Werts vom Januar 2007. Damit sich diese positive Entwicklung stabilisiert, ist es notwendig, dass sich externe Einflüsse, wie steigende Preise, im Rahmen halten.

Da sich im Januar dieses Jahres die gegenläufigen Entwicklungen von Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung nahezu neutralisieren, bleibt das Konsumklima unverändert. Der Gesamtindikator prognostiziert für Februar den gleichen Wert von 4,5 Punkten wie im Januar. (GfK/ml) ENGLISH