Im Dezember weniger Aufträge für die Industrie

Die Auftragseingänge in der Industrie sind laut Bundeswirtschaftsministerium (gestützt auf vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamts) im Dezember 2007 preis- und saisonbereinigt um 1,7% zurückgegangen. Im Vormonat November hatten sie gegenüber dem Vorjahresmonat noch um 3,0% zugenommen. Der Umfang an Großaufträgen war im Dezember erneut überdurchschnittlich und erreichte nahezu das Ausmaß vom November.

Anzeige
c't wissen - DSGVO 2020 in der Praxis

Während sich das Ordervolumen bei den Vorleistungs- und Konsumgüterproduzenten um 0,5% bzw. 0,7% verringerte, nahmen die Auftragseingänge bei den Investitionsgüterherstellern um 2,7% ab. Die Inlandsnachfrage ging – vor allem aufgrund einer steigenden und durch Großaufträge gestützten Bestelltätigkeit bei den Investitionsgüterherstellern – weniger stark zurück als die Auslandsnachfrage (-0,5% bzw. -2,8%). Letztere wurde durch einen Zuwachs der Bestellungen aus der Nicht-Eurozone (+0,8%) gestärkt. Die Aufträge aus der Eurozone schwächten sich dagegen um 6,9% ab.

Im Zweimonatsvergleich (November/Dezember gegenüber September/Oktober) entwickelt sich die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen mit einem Plus von 4,0% weiter spürbar positiv. Auch im gesamten vierten Quartal verbuchte die Industrie einen deutlichen Orderzuwachs von 5,0%. Die stärksten Impulse kamen im Zweimonatsvergleich von den Investitionsgüterherstellern (+5,6%). Bei den Vorleistungsgüterproduzenten erhöhte sich die Bestelltätigkeit um 3,2%. Dagegen entwickelte sich die Nachfrage bei den Konsumgüterherstellern weiter schwächer (-1,0%). Mit einem Anstieg von 4,7% nahm die Inlandsnachfrage noch einmal deutlicher zu als die Auslandsnachfrage (+3,5%).

Ihren Vorjahresstand überschritten die Bestellungen in der Industrie im November/Dezember um 9,5%. Die Auslandsaufträge lagen um 13,1% und die Inlandsaufträge um 5,6% über dem Vorjahresniveau.

Trotz der aktuellen Abschwächung hat der Aufwärtstrend weiter Bestand. Begünstigt wird dies in den letzten Monaten durch umfangreiche Großaufträge, die insbesondere dem Investitionsgütersektor zugute kamen. Dabei gingen von der Inlandsnachfrage zuletzt stärkere Impulse aus als von der bislang ebenfalls robusten Auslandsnachfrage. Die Auftragseingänge sprechen insgesamt für eine positive Entwicklung der Industrieproduktion in den kommenden Monaten.

Weitere Zahlen können einer Tabelle entnommen werden, die als Download bereit steht. (BMWi/ml)