26-Jahre-Hoch für Anstieg der Großhandelspreise

Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts im März 2008 um 7,1% über dem Vorjahresstand. Das ist der höchste Anstieg seit Februar 1982 und deutlich höher als im Januar und Februar (+6,6% bzw. +6,0%). Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index im März 2008 um 1,6%. Einen Anstieg zum Vormonat in ähnlicher Höhe gab es zuletzt im September 2005 (+1,7%).

Anzeige
c't wissen - DSGVO 2020 in der Praxis

Jahresvergleich mit März 2007

Besonders stark stiegen gegenüber März 2007 die Preise im Großhandel mit Getreide, Saaten und Futtermitteln (+52,0%). Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette waren um 23,5% teurer als im Vorjahr. Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze verteuerten sich auf Großhandelsebene um 13,2%.

Für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse wurde im März 2008 gegenüber dem Vorjahr 18,8% mehr bezahlt. Die Preise für Erze, Eisen, Stahl, Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug stiegen um 5,0%. Büromaschinen und -einrichtungen kosteten dagegen weniger als im März 2007 (-12,7%).

Monatsvergleich mit Februar 2008

Im Vormonatsvergleich wurden feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse um 6,3% teurer, nachdem sie sich im Februar 2008 um 3,2% verbilligt hatten. Die Preise für Erze, Eisen, Stahl, Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug stiegen um 3,8%; in der zweiten Jahreshälfte 2007 waren sie beständig gesunken.

Im Großhandel mit lebenden Tieren wurde im März 2008 im Vormonatsvergleich 6,0% mehr bezahlt, die Preise für Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze stiegen um 2,4%. Getreide, Saaten und Futtermittel verteuerten sich gegenüber Februar 2008 um 1,2%, Mehl und Getreideprodukte wurden dagegen um 2,2% billiger. Im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten fielen die Preise im März wie schon im Februar 2008 um 0,5%. (Statistisches Bundesamt/ml)