Leichtes Produktionsplus im produzierenden Gewerbe

Die Produktion im produzierenden Gewerbe erhöhte sich nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts im Februar preis- und saisonbereinigt um 0,4% (nach einem Plus von 1,4% im Januar). Während die Erzeugung in der Industrie lediglich um 0,3% zulegte, erhöhte sich die Produktion im Bauhauptgewerbe erneut deutlich um 3,7%.

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Im Zweimonatsvergleich (Januar/Februar gegenüber Dezember/November) nahm die Gesamterzeugung im produzierenden Gewerbe um 2,4% zu. Auch die Industrie setzte ihren Aufwärtstrend mit der Zunahme der Produktion um 1,9% fort. Im Bauhauptgewerbe wurde die Fertigung mit den zwei kräftigen Anstiegen im Januar und Februar sogar um 14,7% ausgeweitet. Innerhalb des industriellen Sektors verzeichneten die Investitionsgüterhersteller ein deutliches Plus von 3,9%. Aber auch die Hersteller von Vorleistungs- und Konsumgütern erhöhten ihre Erzeugung (1,0% bzw. 0,4%).

Ihren Vorjahresstand überschritt die Produktion im produzierenden Gewerbe im Januar/Februar arbeitstäglich bereinigt weiter deutlich um 6,3%. Während die Industrieproduktion das Vorjahresniveau um 6,6% übertraf, lag die Erzeugung im Bauhauptgewerbe um 9,3% über dem Vorjahresniveau.

Der Aufwärtstrend im produzierenden Gewerbe wird sich nach Meinung des Bundeswirtschaftsministeriums auch in naher Zukunft weiter fortsetzen. Dazu trage die konjunkturell bedeutsame Industrieproduktion spürbar bei. Die stärksten Impulse seien in den letzten zwei Monaten aber vom Bauhauptgewerbe gekommen, das durch die milde Witterung begünstigt wurde. Die zuletzt schwächere Entwicklung der Bestelltätigkeit in der Industrie sowie eine infolge des milden Winters zu erwartende geringere Frühjahrsbelebung beim Bau sprächen allerdings dafür, dass die Aufwärtsdynamik im produzierenden Gewerbe in den kommenden Monaten weniger stark verlaufen dürfte, so die Einschätzung das Bundeswirtschaftsministeriums.

Ausführlichere Daten stehen als Tabelle im Internet zur Verfügung.

(BMWi/ml)