Nur noch 1,7 Prozent Wachstum erwartet

Der Aufschwung in Deutschland verliert vermutlich an Kraft, die Konjunktur stürzt aber keineswegs ab, prophezeit das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in seiner heute vorgestellten Frühjahrsprognose. Das reale Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 1,7% und 2009 noch um 1,4% wachsen, erwarten die Experten. Die IW-Konjunkturumfrage mache aber auch deutlich, dass die Wirtschaft ihre Dynamik nicht vollständig einbüßt. Von den mehr als 2000 befragten deutschen Unternehmen gehen 45% für 2008 von einer steigenden Produktionsleistung aus. Nur 12% rechnen mit einem sinkenden Ausstoß.

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Hauptgrund für das geringere konjunkturelle Tempo seien die verschlechterten globalen Rahmenbedingungen – von den hohen Energie- und Rohstoffpreisen bis hin zur Immobilien – und Finanzmarktkrise, so das Institut. Vor diesem Hintergrund setzen zwar weiterhin 36% der befragten Betriebe auf ein wachsendes Auslandsgeschäft, lediglich 10% befürchten ein Minus. Mit einem realen Exportzuwachs von 4,2% in diesem und 3,5% im kommenden Jahr könne der Außenhandel der deutschen Konjunktur aber keinen rechten Schub mehr geben, warnen die Ökonomen. Immerhin wollen noch 37% der Unternehmen im laufenden Jahr mehr investieren als 2007. Nur 18% meinen, ihr entsprechendes Budget kürzen zu müssen.

(IW/ml) ENGLISH