Kyocera vergibt zum ersten Mal den Kyocera-Umweltpreis

100.000 Euro lobte Kyocera für grüne Konzepte aus. Gewonnen hat ein mittelständisches Unternehmen – das Aachener Solarunternehmen SOLITEM Group.

Kyocera untestützt nicht nur Fussballklubs – sondern auch gute Ideen. Besonders wenn sie Grün sind. So vergibt der japanische Druckgerätehersteller zum ersten Mal einen Umweltpreis, den KYOCERA-Umweltpreis.100.000 Euro waren zu gewinnnen, illustre Persönlichkeiten wie Prof. Klaus Töpfer saßen in der Jury und wählten die besten Konzepte aus. Gewonnen hat ein Solarunternehmen.

Verliehen wurde KYOCERA-Umweltpreis auf dem Tag der Wirtschaft am 8. Mai 2008. Der erste Preis ging an das Aachener Solarunternehmen SOLITEM Group, Platz 2 belegte das IpeG-Institut und als dritter Gewinner wurde die bub Druckguss GmbH ausgezeichnet. Aufgrund der zahlreichen, hochkarätigen Einreichungen wurde außerdem die Hochschule Konstanz mit dem Sonderpreis der Jury bedacht.

Den mit 50.000 Euro ausgestatteten 1. Preis verlieh die Jury an das Aachener Solarunternehmen SOLITEM Group. Die SOLITEM Group entwickelt Energieversorgungsanlagen und -komponenten zur Gebäudeklimatisierung. Das Förderkonzept für eine Hochtemperatur-Solarthermie-Anlage überzeugte die Jury auf ganzer Linie. Vor allem der Innovationsgrad und die Zukunftsfähigkeit konnten bei der Jury punkten. Die in der Anlage zum Einsatz kommenden und von SOLITEM selbst konstruierten Parabolrinnenkollektoren erreichen im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen eine mehr als doppelt so hohe Kollektor-Austrittstemperatur sowie einen dreifachen Wirkungsgrad. Gleichzeitig benötigen sie als weltweit erste dachintegrierbare Kollektoren 60 Prozent weniger Fläche als vergleichbare Lösungen.

Der mit 30.000 Euro bedachte zweite Platz ging an das auf Energie-optimiertes Bauen spezialisierte IpeG-Institut. Die Einrichtung bietet Handwerksbetrieben Schulungen für die Wärmedämmung von Gebäuden an und entwickelt darüber hinaus moderne Dämmstoffe sowie höchst effiziente Dämmverfahren. Als besonderer Erfolg wurde angesehen, dass das IpeG-Institut die Dämmtechnik inzwischen in zehn Städten zum Ausbildungsberuf gemacht hat. Die Jury war darüber hinaus von der sozialen Komponente der Bewerbung begeistert. Das Institut stellt nicht nur verstärkt Langzeitarbeitslose, Behinderte und Menschen über 50 ein, sondern engagiert sich auch in lokalen Projekten wie der Dämmung mehrerer Schulen in Köln. Mit dem Preisgeld wird unter anderem die Weiterentwicklung sämtlicher „Roh-Produkte“ und Marketing-Instrumente gefördert.

Die 1927 in Solingen gegründete bub-Druckguss GmbH kann sich als Drittplatzierter über ein Preisgeld von 20.000 Euro freuen. Das Unternehmen steht für die ganzheitliche Herstellung von Zink- und Aluminium-Druckgussteilen inklusive mechanischer Bearbeitung und Oberflächenbeschichtung. Ausgezeichnet mit der erfolgreichen Teilnahme am Projekt „Ökoprofit – Bergisches Städtedreieck“ und ISO 14001-zertifiziert repräsentiert bub-Druckguss den gesellschaftlich verantwortungsbewussten Mittelständler. Die Gewinnsumme wird für die Einführung eines strengen Energieeffizienz-Managements im Rahmen des Unternehmensumzugs genutzt werden. Das Gesamtkonzept sieht unter scharfen Kontrollen Wärme-Rückgewinnung (Solaranlage), eine Druckluftanlage sowie die Optimierung der Heizungsanlage und des Wasserverbrauches vor.

Den Sonderpreis der Jury erhielt eine studentische Initiative der Hochschule Konstanz. Die jungen Forscher der ECON-Gruppe entwickeln ein sparsames, ökologisches Fahrzeug. Ziel ist es, nicht nur Erfahrung in der Entwicklung von Fahrzeugen zu sammeln, sondern auch einen Beitrag zur ressourcenschonenden Mobilität zu leisten. Mit der Verleihung des Sonderpreises möchte die Jury nicht nur das Engagement der Studenten belohnen, sondern ausdrücklich die Bedeutung von Forschung und Entwicklung für den Umweltschutz hervorheben.

Mehr Informationen auf der Webseite: www.kyocera-umweltpreis.de