Private Verkäufer konkurrieren im Internet mit Handel

2007 haben knapp 13 Millionen Deutsche zwischen 16 und 74 Jahren private Verkäufe über das Web getätigt. Damit ist gut jeder Fünfte in dieser Altersgruppe als Online-Verkäufer aktiv. 2004 lag der Anteil noch bei 9 Millionen (14%). Für 2008 werden mindestens 14 Millionen private Online-Verkäufer erwartet, schätzt der Branchenverband BITKOM. Damit liegt Deutschland in der EU auf Rang 2.

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Europaweit an der Spitze liegen die Dänen, es folgen die Deutschen und die Niederländer. Im Rest Europas ist die Begeisterung für Online-Verkäufe derzeit noch geringer. Im EU-Durchschnitt bieten nur 10% der 16- bis 74-Jährigen Waren oder Dienstleistungen im Internet an. In Frankreich und Italien spielen private Online-Verkäufe kaum eine Rolle – hier liegen die Quoten im Jahr 2007 bei 7% und 4%, in Rumänien und Bulgarien gar bei nur 1%.

Als Plattform für den Einkauf hat sich das Internet schon länger bewährt: 2007 haben 41% der Deutschen im Internet Waren oder Dienstleistungen bestellt. Der EU-Durchschnitt lag bei 23%.

Der Verkauf über das Internet hängt in Deutschland unter anderem von drei Faktoren ab: Breitbandzugang, Bildung, Geschlecht. 30% der Deutschen, die in einem Haushalt mit Breitband-Anschluss leben, haben 2007 privat Waren übers Web verkauft – bei Personen in Haushalten mit herkömmlichem Internet-Anschluss waren es nur 17%. Nur 15% der Deutschen mit maximal Hauptschulabschluss haben Waren online verkauft – bei Personen mit Abitur waren es 25%. Ähnliche Werte gibt es bei der Unterscheidung nach Geschlechtern: 26% der Männer nutzen das Netz als Verkaufsplattform, jedoch nur 16% der Frauen.

(BITKOM/ml) ENGLISH