4,6 Milliarden Euro Handelsbilanzdefizit der Eurozone

Nach ersten Schätzungen erwirtschaftete die Eurozone (EZ15) im Mai 2008 ein unerfreuliches Defizit von 4,6 Milliarden Euro im Handel mit dem Rest der Welt. Im Vergleichsmonat des Vorjahres blieben immerhin noch 1,4 Milliarden Euro Überschuss in der EU-Kasse hängen.

Auch der Vergleich mit dem Vormonat April kann nicht überzeugen: Die Ausfuhren nahmen saisonbereinigt mit -3,4% deutlich stärker ab, als die Einfuhren mit -1,3%. Einziger Lichtblick: Mit einem positiven Saldo von 6,6 Milliarden Euro Überschuss allein im Mai steht Deutschland an einsamer Spitze (vor Schweden mit 1,1 Milliarden und Irland mit 1,0 Milliarden Euro).

Die EU27 wies nach ersten Schätzungen im Mai 2008 ein Handelsbilanzdefizit von 21,5 Milliarden Euro aus, gegenüber -14,7 Milliarden im Mai 2007. Im April 2008 war ein Saldo von -15,4 Milliarden und im April 2007 von -12,9 Milliarden verbucht worden. Im Mai 2008 nahmen die Ausfuhren im Vergleich zum April 2008 (saisonbereinigt) um 4,0% und die Einfuhren um 1,3% ab.

Diese Daten stammen vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften Eurostat.

(Eurostat/ml) ENGLISH

Anmerkung:

  • Eurozone (EZ15): Belgien, Deutschland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien, Finnland. Zypern und Malta.
  • EU27: Belgien, Bulgarien, die Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Finnland, Schweden und Großbritannien