Im Mai etwas weniger Aufträge für die Industrie

Im Mai musste die Industrie gegenüber der Nachfrage im April einen leichten Auftragsrückgang um (bereinigt) 0,9% hinnehmen. Der Rückgang fällt damit deutlich schwächer als im April aus (-1,7%). Ursache für den Rückgang im Mai ist in erster Linie die geringere Inlandsnachfrage (-2,7%), während die Bestellungen aus dem Ausland sogar zulegten (+0,8%). Insgesamt hat sich die Bestelltätigkeit in den letzten sechs Monaten ausgehend von einem hohen Niveau deutlich abgekühlt.

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Innerhalb der industriellen Hauptgruppen erhöhte sich das Ordervolumen bei den Produzenten von Vorleistungsgütern, unterstützt durch Großaufträge aus dem Ausland, um 4,6%. Auch insgesamt war der Umfang an Großaufträgen im Mai erneut leicht überdurchschnittlich. Die Investitionsgüterproduzenten mussten einen deutlichen und die Konsumgüterproduzenten einen leichten Rückgang ihrer Bestellungen um 4,9% bzw. 0,6% verschmerzen.

Im Zweimonatsvergleich (April/Mai gegenüber Februar/März) ging die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen um 2,5% zurück. Das Ordervolumen bei den Investitionsgüterproduzenten gab um 4,7% und das bei den Konsumgüterproduzenten um 0,7% nach. Die Hersteller von Vorleistungsgütern verbuchten dagegen einen leichten Bestellzuwachs von 0,2%.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres nahmen die Auftragseingänge in der Industrie im April/Mai um 6,3 % zu. Die Auslandsaufträge lagen um 6,1 % und die Inlandsaufträge um 6,4 % über dem Vorjahresniveau.

In der Tendenz gab im letzten halben Jahr sowohl die Inlands- als auch in noch stärkerem Maße die Auslandsnachfrage nach. Bei der Investitionsgüternachfrage aus dem Inland könnte der Wegfall der degressiven Abschreibungsregelung eine Rolle gespielt haben. Insgesamt zeichnet sich für die Industrieproduktion dennoch eine schwächere Entwicklung ab. Eine Tabelle mit detaillierten Werten steht im Internet zur Verfügung.

(BMWi/ml)