Computerspiele gehören bereits zum Alltag

Was vor rund drei Jahrzehnten als Minderheitenvergnügen begann, ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen: 28% aller Deutschen über 14 Jahre spielen digitale Spiele. Zwar ist mit 57% nach wie vor der Anteil der 14- bis 29-Jährigen bei den Spielern am höchsten, aber auch von den über 50-Jährigen spielen bereits 11% am Computer, an der Spielkonsole oder auf dem Handy. Selbst jede fünfte Frau (22%) sucht mittlerweile ihren Spaß im digitalen Spiel. 

Anzeige
c't wissen - DSGVO 2020 in der Praxis

Diese Zahlen ermittelte der Branchenverband BITKOM anlässlich der noch bis zum Sonntag (24. August) geöffneten Leipziger Spielemesse „Games Convention„.

Ein aktueller Trend ist laut Umfrage das Spielen über das Internet: 36,9% der wachsenden Gruppe derjenigen, die über die technische Ausrüstung verfügt, nutzt die interaktive Unterhaltung. Online-Spiele sind besonders bei den jüngeren Zielgruppen verbreitet. Aber auch bei den über 50-Jährigen kommen sie gut an: Jeder fünfte ältere Videospieler vertreibt sich seine Zeit auch mit Internet-Games. Fast jeder Zweite (45%) würde prinzipiell für sein Vergnügen zahlen. Im Vorjahr waren es gerade einmal 16% –  das ist ein Plus von 184%. 11,4% zahlen bereits heute für Internet-Spiele.

Eine steigende Bedeutung für die Finanzierung von digitalen Spielen hat das sogenannte In-Game-Advertising. Diese Form der ins Spiel integrierten interaktiven Werbung wird von 66% der Online-Gamer akzeptiert. Damit liegt die Zustimmungsquote deutlich höher als noch vor einem Jahr. 2007 hatte lediglich 48% grundsätzlich nichts gegen diese Werbeform einzuwenden.

Mit Blick auf diese aktuellen Entwicklungen bei den digitalen Spielen dürften sich in Kürze gerade mittelständischen Dienstleistern und dem Handel interessante neue Geschäftsfelder eröffnen. (BITKOM/ml)