Auch im November Auftragseinbruch in der Industrie

Im November erlitt die deutsche Industrie einen weiteren schlimmen Auftragseinbruch. Das Volumen der Bestellungen sank gegenüber dem Vormonat preis- und saisonbereinigt um weitere 6,0%, nachdem das Ordervolumen bereits im Oktober um 6,3% eingebrochen war. Mit einem Rückgang um 7,6% war die Inlandsnachfrage noch etwas stärker betroffen als die Auslandsnachfrage, die nur 4,4% einbüßte. Als stark überdurchschnittlich bezeichnet das Bundeswirtschaftsministerium indes den Anteil der Großaufträge.

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Ein Sinken der Nachfrage erlitten praktisch alle Branchen. Mit -9,5% Rückgang traf es aber die Produzenten von Vorleistungsgütern am heftigsten. Bei den Erzeugern von Investitionsgütern sank das Ordervolumen um 4,2 % und bei den Produzenten von Konsumgütern um 1,3%.

Im Zweimonatsvergleich Oktober/November gegenüber August/September gingen preis-, kalender- und saisonbereinigt 13,1% weniger Aufträge für industrielle Erzeugnisse ein. Die Inlandsnachfrage nahm um 12,2%und die Auslandsnachfrage um 14,0% ab. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen verminderte sich das Auftragsvolumen bei den Vorleistungs-, bzw. Investitionsgüterproduzenten im Zweimonatsvergleich kräftig um 12,3% bzw. 15,6%, während es bei den Konsumgüterproduzenten um 3,3% niedriger ausfiel.

Ihren Vorjahresstand unterschritten die Auftragseingänge in der Industrie im Zweimonatsdurchschnitt (Oktober/November) pro Monat um 22,4 %. Die Auslandsaufträge lagen um 26,4 % und die Inlandsaufträge um 17,9 % unter dem Vorjahresniveau.

Der starke Rückgang der Bestelltätigkeit setzt sich nach Meinung des Wirtschaftsministeriums weiter fort. In der Tendenz nehme die Nachfrage auf breiter Front sowohl aus dem In- und Ausland als auch bei den Produzenten von Vorleistungs- und Investitionsgütern ab. Die Industrieproduktion werde angesichts der Auftragsentwicklung in den kommenden Monaten weiter deutlich zurückgehen.

Eine Tabelle mit ausführlichem Datenmaterial steht als Download auf der Website des  Bundeswirtschaftsministeriums zur Verfügung.

(BMWi/ml)