Online-Stellenangebote im März rückläufig

Nach einer Erholung im Februar war das Online-Stellenangebot in Deutschland im März wieder rückläufig, meldet das Online-Jobportal Monster.de. Sein „Monster Employment Index“ für Deutschland fiel um 4 Punkte auf 121 Punkte. Diese Entwicklung ist vor allem auf die sinkende Nachfrage nach Ingenieuren (-26 Punkte) und Fachkräften im Industriebereich (-15 Punkte) zurückzuführen.

Am stärksten betroffen von der aktuellen Wirtschaftslage ist das Ingenieurswesen: Im März verliert dieser Sektor 26 Index-Punkte und erreicht damit den niedrigsten Stand seit April 2005. Ebenfalls rückläufig ist das Online-Stellenangebot im Produktionsbereich – der Sektor setzt den negativen Trend der vergangenen sechs Monate fort und verliert im März weitere 15 Index-Punkte. Deutlich im Gegentrend liegt das Gesundheitswesen: Im März steigt die Zahl der Online-Stellenanzeigen um 20 Punkte – vor allem Akademiker und Techniker werden gesucht.

Weniger Online-Stellenangebote gibt es im März für Dienstleistungs- und Verkaufspersonal (-7 Punkte). Vor allem im Gastronomie- und Tourismusbereich ist dieser negative Trend zu spüren – eine eher ungewöhnliche Entwicklung am Anfang der Frühlingssaison. Dagegen steigt der Bedarf an Bürofachkräften, wie der Index-Anstieg um 21 Punkte zeigt. Stabil bleibt die Nachfrage nach Managern.

Unter den Bundesländern bekommen Nordrhein-Westfalen (-16 Punkte) und Bayern (-13 Punkte) den Rückgang der Online-Stellenanzeigen am meisten zu spüren. Die Ursache liegt hauptsächlich im schwachen Produktionssektor: Dort werden im März weniger offene Stelle gemeldet. Hingegen weisen das Saarland (+3 Punkte) und Mecklenburg-Vorpommern (+1 Punkt) einen leichten Anstieg an Online-Jobanzeigen auf, vor allem im IT- und Management-Bereich.

Der „Monster Employment Index“ erhebt monatlich die Zahl der im Internet angebotenen Stellen und wertet dabei für Deutschland die Stellenangebote von 280 Unternehmens-Webseiten sowie mehr als zehn Online-Stellenbörsen aus.

(ots/ml) ENGLISH