Stärkster Rückgang der Importpreise seit 22 Jahren

Zahlen des Statistischen Bundesamts
Zahlen des Statistischen Bundesamts

Die Preise für eingeführte Waren lagen im März 2009 um durchschnittlich 7,1 % unter denen des März 2008. Derart stark fielen die Importpreise im Jahresvergleich zuletzt im April 1987. Im Februar und im Januar lag die Jahresveränderungsrate bei -6,4 % bzw. -5,4 %. Gegenüber dem Vormonat Februar 2009 sank der Einfuhrpreisindex um 0,4 %. Der Preisrückgang gegenüber März 2008 ist vor allem auf die gesunkenen Preise für importierte Energieträger (-28,5 %) zurückzuführen.

Gegenüber Februar 2009 fielen die Energiepreise um 1,2 %. Die Preise für Rohöl sanken im Vorjahresvergleich um 44,5 %. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 6,8 % an. Mineralölerzeugnisse verbilligten sich gegenüber März 2008 um 45,3 % und sanken auch gegenüber dem Vormonat (-3,0 %). Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im März um 1,8 % unter dem Stand von März 2008 (gegenüber Februar 2009: -0,8 %).

Erdgas war zwar im März 2009 teurer als im vergleichbaren Vorjahresmonat (+8,0 %), gegenüber Februar 2009 verbilligte es sich aber weiter (-6,3 %). Das Preisniveau für Steinkohle lag um 47,3 % höher als im März 2008. Im Vormonatsvergleich verbilligten sich Steinkohleimporte aber um 4,1 %.

Bei den Rohstoffen waren insbesondere Nicht-Eisen-Metallerze billiger als im März 2008 (-37,5 %), im Vergleich zu Februar 2009 stiegen die Preise um 3,1 %. Eisenerzimporte waren im März 2009 um 62,0 % teurer als im Vorjahresmonat, kosteten aber 2,3 % weniger als im Februar 2009.

Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug verbilligten sich um 29,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat und um 0,6 % gegenüber dem Vormonat. Auch Edelmetalle und deren Halbzeug wurden im Vergleich zu Februar 2009 wieder billiger (-1,6 %). Bei Rohkupfer wurden im Vormonatsvergleich zum dritten Mal in Folge Preissteigerungen beobachtet. Gegenüber Februar 2009 wurde Rohkupfer um 10,3 % teurer. Eisen, Stahl und Ferrolegierungen verbilligten sich dagegen gegenüber dem Vormonat (-5,9 %), ebenso das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel (-10,9 %).

Im Nahrungsmittelsektor fielen die Preise für Getreide gegenüber März 2008 um 37,8 % (-3,1 % gegenüber Februar 2009). Milch und Milcherzeugnisse waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,2 % billiger (-1,3 % gegenüber dem Vormonat).

Der Index der Ausfuhrpreise sank im März 2009 gegenüber März 2008 um 1,7 %. Gegenüber Februar 2009 sank der Ausfuhrpreisindex um 0,4 %.

(Statistisches Bundesamt/ml) ENGLISH