Weniger Sonderzahlungen für Bankmitarbeiter

Die Sonderzahlungen an vollzeitbeschäftigte Bankangestellte sind im ersten Quartal 2009 gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2008 um durchschnittlich 1506 Euro oder 36,4 % gesunken. Der gesamte durchschnittliche Bruttomonatsverdienst der Bankbeschäftigten ist inklusive Sonderzahlungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,2 % zurückgegangen. Das ergaben zumindest vorläufige Berechnungen des Statistischen Bundesamts.

Bankmitarbeiter, die in leitender Stellung tätig waren, mussten noch deutlich höhere Verdiensteinbußen in Kauf nehmen. Die Sonderzahlungen dieser Führungskräfte sanken im ersten Quartal 2009 um 5724 Euro oder 47,2 %. Der Bruttomonatsverdienst inklusive Sonderzahlungen lag 14,0 % unter dem Niveau des Vorjahresquartals.

Sonderzahlungen setzen sich aus erfolgsabhängigen Bestandteilen, wie Prämien, Gratifikationen, Gewinnbeteiligungen und Provisionen, und fest vereinbarten Zahlungen, wie zum Beispiel dem Weihnachtsgeld im vierten Quartal, zusammen. Die Höhe der erfolgsabhängigen Zahlungen orientiert sich neben der individuellen Leistung vornehmlich an den Unternehmensgewinnen der Vergangenheit. Aufgrund der Finanzkrise sind die Unternehmensgewinne bei vielen Banken im Jahr 2008 eingebrochen. Der starke Rückgang der Sonderzahlungen im ersten Quartal 2009 ist deshalb für die Beschäftigten in Banken eine erste finanzielle Folge der schlechten Unternehmensergebnisse von 2008.

(Statistisches Bundesamt/ml)