Europäische Jahresinflationsraten im Juli gesunken

Eurostat-Daten
Eurostat-Daten

Die jährliche Inflationsrate der Eurozone (EZ16) gab im Juli 2009 noch weiter nach. Sie sank von -0,1 % im Juni auf -0,7 % im Juli. Im Jahr davor betrug sie +4,0 %. Gegenüber dem Juni gaben die Preise in der Eurozone ebenfalls um 0,7 % nach. Im Gegensatz dazu liegt die jährliche Inflationsrate in der EU27 im Juli erneut im Plus, aber mit sinkender Rate. Lag sie im Juni noch bei +0,6 %, so betrug sie im Juli lediglich +0,2 %. Ein Jahr zuvor hatte sie 4,4 % betragen. Die monatliche Inflationsrate lag im Juli dieses Jahres bei -0,5 %.

Preisentwicklung in den EU-Mitgliedstaaten

Im Juli 2009 wurden die niedrigsten jährlichen Raten in Irland (-2,6 %), Belgien (-1,7 %) und Luxemburg (-1,5 %) gemessen, und die höchsten in Rumänien (5,0 %), Ungarn (4,9 %) und Polen (4,5 %). Im Vergleich zu Juni 2009 ging die jährliche Inflationsrate in zwanzig Mitgliedstaaten zurück. In einem blieb sie unverändert und in fünf Staaten stieg sie an.

Die niedrigsten Durchschnittswerte über zwölf Monate bis einschließlich Juli 2009 verzeichneten Irland und Portugal (je 0,5 %) sowie Deutschland, Frankreich und Luxemburg (je 1,1 %); während die höchsten in Lettland (8,8 %), Litauen (7,8 %) und Rumänien (6,6 %) gemeldet wurden.

Jährliche Inflationsraten im Detail

Die Hauptkomponenten mit den höchsten jährlichen Raten im Juli 2009 waren Alkohol und Tabak (+4,4 %), verschiedene Waren und Dienstleistungen (+2,1 %) sowie Hausrat (+1,7 %), die mit den niedrigsten jährlichen Raten waren Verkehr (-5,5 %), Wohnung (-1,8 %) und Nahrungsmittel (-1,0 %).

Bei den Teilindizes hatten Restaurants und Cafés (+0,19 Prozentpunkte), Mieten (+0,16) und Tabak (+0,14) die stärkste Steigerungswirkung auf die Gesamtinflation, während Kraftstoffe für Verkehrsmittel (-1,08), Flüssige Brennstoffe (-0,48) und Gas (-0,12) am stärksten inflationssenkend wirkten.

Monatliche Inflationsraten im Detail

Die höchsten monatlichen Inflationsraten ergaben sich in den Bereichen Freizeit und Kultur (+1,3 %), Restaurants und Hotels (+1,0 %) sowie Alkohol und Tabak (+0,5 %). Die niedrigsten Raten gab es bei Bekleidung und Schuhen (-9,8 %), Nahrungsmitteln (-0,6 %) und Wohnungen (-0,5 %).

Insbesondere Pauschalreisen (+0,16 Prozentpunkte), Beherbergungsdienstleistungen (+0,11) und Mieten (+0,06) hatten die stärkste Steigerungswirkung, während Bekleidungsartikel (-0,52), Schuhe (-0,11) und Gas (-0,07) am stärksten senkend wirkten.

(Eurostat/ml)